Am Bahnhof 4
37534 Gittelde
Das weiße Gold von Osterode
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Mitten in Förste befindet sich eine von Hobby-Brauern betriebene – wie sie sich selbst bezeichnet – Mikrobrauerei. Es ist das “Brauwerk Förste“, wo man größten Wert auf Handarbeit legt. Das heißt: Vom Sudwerk bis in die Flasche vergehen bis zu acht Wochen. So entstehen neben dem Standardangebot auch immer wieder saisonale Spezialitäten.
Individuell nach Absprache geöffnet. Abholzeiten: mittwochs und freitags von 18 bis 19 Uhr
Vorbei an Feldern und Äckern geht es hinauf auf die Osteroder Gipsberge. Der Gips wird hier seit alters her in einer Reihe von Steinbrüchen gewonnen, er gilt als das „Weiße Gold“ von Osterode. Eine dieser Anhöhen ist der Katzenstein, auf dem sich die Pipinsburg befand. Der Karstwanderweg führt als Nächstes zum Georgspavillon, einem Aussichtspavillon, den Osteroder Bürger um 1860 ihrem König Georg V. von Hannover gewidmet hatten.
Ein Hohlweg führt steil hinab in die Stadt Osterode. Die historische Altstadt von Osterode wird von zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern geprägt.
Der Weg in die Innenstadt führt durch die Marienvorstadt. Weiter geht es zum Kornmarkt, dem einstigen Mittelpunkt des städtischen Lebens, heute der Beginn der Fußgängerzone. Der Markt wird von zahlreichen Fachwerkhäusern gesäumt. Besonders fällt das Rinnesche Haus (Nr. 12) ins Auge. Es wurde um 1610 erbaut und diente zweitweise als Gasthof. Heinrich Heine hat hier auf seiner literarisch geschilderten Harzreise übernachtet.
Am östlichen Ende weist die Marktkirche St. Aegidien den weiteren Weg. Direkt hinter der Kirche steht am Martin-Luther-Platz das repräsentative Alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Im Ratskeller gab es – und gibt es heute noch – einen Ausschank. Unter dem markanten Erker ist an Ketten eine Walfischrippe befestigt, die die Stadt vor Überflutungen durch die Söse schützen sollte. Die Route führt weiter zur Waagestraße.
Mit seinem hochgezogenen Giebel und dem Sonnenrosenschmuck ist die „Ratswaage“ ein besonders schönes Beispiel für die Osteroder Fachwerkbauten. In diesem 1550 erbauten Haus wurden Waren gewogen und gemessen, worauf der Waagebalken an der Fassade noch heute hindeutet, und es diente als Hochzeitshaus und Posthalterei. Eine eigene Hochzeitsordnung bestimmte den Ablauf der Feiern. Zeitweilig gab es hier ein Kino. Interessant ist auch die Schreckmaske an der Giebelspitze, die Schaden vom Hause abwenden soll. Das Restaurant lockt mit „gutbürgerlicher Küche“, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, in sein uriges Ambiente.
Nach kurzer Wegstrecke geht die Waagestraße in die Petersilienstraße über, die wiederum zur Straße namens Rollberg führt. Hier befindet sich im einstigen Ritterhaus das sehenswerte Museum der Stadt.
Das Museumsgebäude aus dem 17. Jahrhundert, mit einer Ritterfigur an der Fassade, ist schon von außen eine Sehenswürdigkeit. Im Inneren wird auf drei Etagen die Geschichte der Stadt dokumentiert. Im Erdgeschoss geht es um die Entwicklung der Stadt seit dem Mittelalter, auf der zweiten Etage sind Produkte der frühen Industrie zu sehen. Die oberste Ebene birgt Abteilungen zur Apothekengeschichte und zur Kirchenkunst. Die historische Speicherdiele aus dem 17. Jahrhundert, mit den bleiverglasten Fenstern von 1652, wird u.a. für Trauungen genutzt. In Mitmachstationen finden Kinder und Erwachsene Geschichte zum Anfassen, so das Stadtmodell „Osterode 1880“. Die Fachwerkgebäude umschließen einen idyllischen Innenhof, auf dem Märkte und Konzerte stattfinden. Seit 2022 ist der Eintritt in die Dauerausstellung des Museums frei.
Nach dem Besuch des Museums geht es auf der Straße namens „Untere Neustadt“ und über den Spritzenhausplatz in Richtung Bahnhof. Osterode verabschiedet sich mit der Schachtrupp Villa, einem klassizistischen Bau aus den 1820er-Jahren.
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start
Bahnhof GitteldeAm Bahnhof 4
37534 Gittelde