Bahnhofstraße 16
91413 Neustadt an der Aisch
Rundwanderung durch die Pfalzbachschlucht
Eine Wandertour für Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Bildstock „Roter Marter“ aus rotem Sandstein stammt aus dem Jahr 1488. Auch bei dieser Marter sind die Abbildungen darauf aufgrund der Verwitterung nur noch zu erahnen: Sie zeigen die Kreuzigungsszene (darunter ist die Jahreszahl 1488 eingemeißelt), die Gregoriusmesse (eine im Spätmittelalter sehr beliebte Darstellung einer Legende), den Heiligen Christopherus und den Heiligen Laurentius. Über letzterem Motiv ist außerdem noch ein kleiner Schuh abgebildet, der eventuell einen Hinweis auf den Stifter der Marter geben könnte.
Bei Bauarbeiten in den 1970er-Jahren wäre dieses kulturhistorische Denkmal beinahe verloren gegangen. Als 1975 der Pfalzbach verrohrt werden sollte, fuhr ein Baggerfahrer die Marter um, die dabei in mehrere Trümmer zerbrach. Sie wurde anschließend wieder zusammengebaut, doch entgegen der früheren Darstellung seitenverkehrt wieder aufgestellt.
Beiden Martern (der Roten und Weißen Marter) ist gemein, dass sie jeweils am Wegesrand von bedeutenden Straßen aufgestellt wurden. Das hatte den Grund, dass Vorbeigehende an der Stelle kurz innehalten und ein kurzes Gebet für die sprechen sollten, derer mit der Errichtung der Marter gedacht werden sollte.
Am "Roten Marter" nehmt Ihr den Fußweg nach links und folgt dem Bachlauf.
Die Häuser habt Ihr hinter Euch gelassen und geht jetzt im Pfalzbachtal über einen zunächst sanften, dann steiler werdender Anstieg durch die Lehrbergtone auf die Hochfläche des Blasensandsteins.
Diese über 20 Meter starke Sandsteinschicht ist über 200 Millionen Jahre alt. Ihren Namen trägt sie wegen der blasenartigen Hohlräume, die aufgrund witterungsbedingter Auswaschungen von Ton-Nestern entstanden sind.
Nach Verlassen der Schlucht biegt Ihr rechts auf den Feldweg bis zur Kreuzung. Jetzt folgt Ihr dem Wanderweg N3 Richtung Nordwesten bis zum Waldrand.
Bei klarer Sicht könnt Ihr von hier aus Richtung Osten bis zur Fränkischen Schweiz am Horizont blicken, im Süden befindet sich die Frankenhöhe mit Lehrbergtonen am Bahnhof und im Südwesten das weite Aischtal.
Auf dem kleinen Flugplatz könnt Ihr im Il Ristorante Aeronautica einkehren und eine Pause einlegen.
Der Name des Restaurants „Il Ristorante Aeronautica“ ist Programm. Kulinarische Genüsse Italiens gehen Hand in Hand mit der Faszination des Fliegens. Vom Sonderflugplatz Neustadt an der Aisch erheben sich Ultraleicht- und Segelflieger, auch kleinere Motorflugzeuge in die Lüfte. Und das seit 1928. Direkt von der Terrasse oder auch vom Innenbereich des Restaurants aus kann der Flugbetrieb beobachtet werden.
Im Restaurant gibt es handgemachte Pizza, wöchentlich wechselnde Nudelgerichte und andere italienische Spezialitäten. Auch Kaffee und Kuchen fehlen natürlich nicht.
Nun geht es rechts auf der Straße entlang mit herrlichem Blick in das Aischtal bis zu den ersten Häusern.
Dort links abbiegen, die Streuobstwiesen passieren, wieder zurück an die Pfalzbachschlucht und ins Stadtgebiet zum Ausgangspunkt.
Der Bahnhof Neustadt an der Aisch wurde 1865 eröffnet. Er war ein wichtiger Knotenpunkt der zeitgleich eröffneten Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg.
Die Bahnhofsgaststätte ist beliebt und bekannt wegen der hier frisch zubereiteten griechischen Speisen. Aber auch deutsche Küche wird angeboten und Imbiss zum Mitnehmen. In der warmen Jahreszeit kann man auch gemütlich draußen sitzen, kann die Eindrücke der Wanderung bei einem kühlen Glas Bier oder einem Wein ausklingen lassen.
Nachdem Ihr Euch hier gestärkt oder einfach ausgeruht habt, ist der Weg zum Gleis ganz nah.
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Neustadt an der Aisch BahnhofBahnhofstraße 16
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