Bahnhofstraße 1
24811 Owschlag
Wanderung durch die Moor- und Binnendünenlandschaft von Owschlag
Eine Wandertour für Familien und Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Wasserratten kommen hier auf ihre Kosten: An der Badestelle des Owschlager Sees lässt sich planschen, schwimmen und entspannen. Mit einer mittleren Tiefe von 1,44 Metern und seinem flachen Ufer ist der See besonders für Familien ideal. Auf dem Wiesengelände gibt es zudem einen Spielplatz, Holzbänke, eine Feuerstelle sowie einen gemauerten Grill. Eine mobile Toilette und eine Schutzhütte ist ebenfalls vorhanden, jedoch keine weitere Infrastruktur. Auch Anglerfreunde werden auf ihre Kosten kommen, denn im See leben unter anderem Aale, Barsche und Hechte.
Ursprünglich bildete der See mit dem gegenüberliegenden Heidteich ein Gewässer. Inzwischen sind die beiden kleinen Seen jedoch durch eine Bahntrasse und durch den Ort Owschlag voneinander getrennt. Über einen Verbindungsbach wird der Owschlager See aber weiterhin aus dem Heidteich gespeist.
Vom Owschlager See geht es auf dem Wanderweg vorbei an Wiesen und Feldern Richtung Süden. Der nördliche Teil des Owschlager Moors wird nach ungefähr 15 Minuten erreicht.
Beim Owschlager Moor handelt es sich um ein Hochmoor, das von Torfstichen überzogen ist. Hochmoore – auch Regenmoore genannt – benötigen für ihr Fortbestehen viel Licht und Wasser und sind daher stark durch die Entwässerung der Landwirtschaft bedroht. Die Gemeinde Owschlag hat deshalb verschiedene Gegenmaßnahmen initiiert, um so dafür zu sorgen, dass die Flächen wieder mehr Feuchtigkeit erhalten und sich Moose und hydrophile Gewässer ausbreiten können.
Auf verschiedenen Infotafeln erfährt man mehr über diese nassen Lebensräume und die daran angepasste Flora und Fauna. Da der Untergrund sehr feucht und morastig sein kann, sollten Besucherinnen und Besucher nicht von den ausgewiesenen Wegen im Moor abweichen.
Am südlichen Wendepunkt der Wanderroute befindet sich der Übergang zu den Sorgwohlder Binnendünen. Wer genug gelaufen ist, der bleibt auf dem Rundweg und geht Richtung Norden zurück zum Bahnhof. Alle anderen folgen der Wanderroute um die Dünen herum.
Die Sorgwohlder Binnendünen und ihre Heidelandschaft sind zwar nicht so bekannt wie die Lüneburger Heide, doch besonders zur Blütezeit im August ist sie ein wahres Paradies für Natur- und Fotoliebhaber. Entstanden sind die Binnendünen in der Spät- und Nacheiszeit vor circa 12.000 Jahren. Der Sand der Dünen stammt ursprünglich aus dem Bereich des Owschlager Sanders im Sorgetal. Beim Abschmelzprozess der Eiszeit haben die Schmelzwässer den Untergrund stark abgetragen. Die freiliegenden Sande wurden dann im Anschluss durch die starken Eiswinde zu mächtigen Dünen zusammengeweht.
Heute zählen zu den charakteristischen Pflanzen der Binnendünen die Besenheide, das Sandglöckchen, die Rundblättrige Glockenblume sowie die Krähenbeere. Zum Erhalt der Heide werden seit 1977 tierische Unterstützer eingesetzt: Heidschnucken grasen friedlich in der Heide und sorgen so für kurzen Bewuchs. Seit 1936 gelten die Sorgwohlder Binnendünen außerdem als Naturschutzgebiet.
Auf der Sorgwohld geht es der Wanderroute folgend nord-westlich wieder Richtung Moor. Dort wechselt man wieder auf den Wanderweg des Owschlager Moores und folgt ihmRichtung Norden, bis zur Beekstraße. Von hier sind es noch zwei Kilometer weiter Richtung Norden bis zum Bahnhof Owschlag.
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Bahnhof OwschlagBahnhofstraße 1
24811 Owschlag