Straße der Freundschaft
06809 Sandersdorf-Brehna
Eine Wanderung am Holzweißiger Ost-See und Ludwigsee
Eine Wandertour für Familien und Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Zöckeritzer Höhe ist eine kleine Anhöhe am Südufer des Holzweißiger Ostsees und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Spaziergänger. Von oben hat man einen schönen Blick auf das von Büschen und Bäumen umsäumte Wasser. Das Areal gehört zum heutigen Naherholungsgebiet Goitzsche. Die ehemalige Tagebaulandschaft vor den Toren der Stadt Bitterfeld wurde teils geflutet, teils zurückgebaut und bietet heute Mensch und Tier Ruhe und Erholung – als Teil des DBU Naturerbes.
Im DBU Naturerbe sollen offene Lebensräume mit seltenen Tier- und Pflanzenarten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden. Zudem möchte die DBU-Stiftungstochter Menschen für die heimische Natur begeistern.
Wenig später erreichen Sie das Wildgehege der Exmoor-Ponys, die in der neu entstehenden, naturgeschützten Goitzsche-Wildnis südlich des Holzweißiger Ost-Sees ihre Heimat haben und das ganze Jahr über draußen unter sich sind. Ein Stück weiter südlich, nahe dem Paupitzscher See, entdecken Sie das Landschaftskunstwerk Goitzsche Wächter.
Zehn überlebensgroße, stählerne Figuren mit Brustschild und Fahnen stehen wie Wächter in einem Kreis nahe dem Paupitzscher See bei Bitterfeld. Bearbeitete Findlinge ergänzen das Landschaftskunstwerk „Goitzsche Wächter“ des Bildhauers Anatol Herzfeld (1931 – 2019). Die Entwürfe zu den Darstellungen von Menschen, Tieren und Naturmotiven auf den Steinen stammen von Schülern aus Holzweißig. Anatol, wie sich der Künstler nannte, machte zunächst eine Lehre als Schmied, wurde später Verkehrspolizist und studierte schließlich Kunst, unter anderem bei Joseph Beuys. Als Bildhauer und Maler machte er sich einen Namen, unter anderem mit seinen „Wächtern“ an ganz unterschiedlichen Orten, von seiner Heimatstadt Neuss bis zur Goitzsche.
Bald ist der Rastplatz Arboretum am Ludwigsee erreicht. Mit Wasserspielplatz, Barfußpfad und Sonnenuhr ein hübscher Ort für ein Picknick. Der Weg folgt nun dem bewaldeten Seeufer zum Nordrand des Ludwigsees, wo ein kleiner Badestrand zur Erfrischung einlädt.
Der Ludwigsee als älteste Kohlegrube der Goitzsche entstand bereits ab 1990. Nach einer kleinen Pause sind es nur noch rund 3 Kilometer zurück nach Petersroda. Wenn Sie noch nicht fußmüde sind, biegen Sie noch in die Hauptstraße ein und werfen Sie einen Blick auf die alte Dorfkirche.
An den romanischen Ursprung der Dorfkirche von Petersroda im Jahr 1256 erinnern einige Fenster und der alte Eingang an der Südwand. 1576 wurde die Kirche im gotischen Stil umgebaut. 1888 zerstörte ein Brand den Bau zum großen Teil. Im Zuge der Sanierung erhielt die Kirche 1928 drei neue Glocken. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese eingezogen und eingeschmolzen. 1957 stürzte das Kreuz vom Turm und zerschlug das Dach. Das Gotteshaus begann in den 1960er Jahren zu verfallen, schließlich mussten die baufällige Turmspitze entfernt werden. Ab 1995 starteten erste Erhaltungsmaßnahmen innen wie außen. Seit 1999 bemüht sich der Förderverein Dorfkirche Petersroda e.V. um den Erhalt der Kirche.
Hinter der Kirche bringen Sie Feldstraße und Kirschallee zurück zum Haltepunkt Petersroda.
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