Bahnhofsring 17
16225 Eberswalde
1. Etappe auf dem Rundwanderweg "Rund um die Schorfheide"
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Eingebettet in das topographisch reizvolle Landschaftsschutzgebiet "Schwärzetal“, unweit des Eberswalder Zoos gelegen, bietet der 1830 von F. W. L. Pfeil gegründete Gehölzgarten eine ideale Kombination von Erholungsmöglichkeit und vermittelnder Naturkunde.
Abwechslungsreich und wunderschön gestaltete Blütenpflanzenarrangements bilden einen farblichen Kontrast zu den unterschiedlichen Grüntönen der 1.200 Arten heimischer und fremdländischer Gehölze. So außergewöhnliche Arten wie zum Beispiel der Trompetenbaum, der bis zu 30 cm lange Blüten-Rispen von fast tropischer Schönheit hervorbringt, bieten eindrucksvolle Naturerlebnisse im Hochsommer. Neben zahlreichen Laubholzarten wie Amberbaum und Zucker-Ahorn mit ihrer besonders intensiven Herbstfärbung, zeichnen sich beispielsweise die Berberitzen- und Weißdornarten durch ihre auffallende Dornenbildung aus. Selbst im November beziehungsweise Februar faszinieren noch die amerikanischen oder asiatischen Zaubernussarten mit ihrer filigranen Blütenpracht.
Eine ausgesprochene Besonderheit stellt im Sommer der großflächige Bestand des mannshohen Riesen-Schachtelhalms (Equisetum telmateia) im Quellmoor dar. Von einem chinesischen Pavillon im Ostasiaten-Quartier erschließt sich ein wunderschöner Blick in das umgebende Gelände bis hinunter zum Garten begleitenden Schwärzefließ. Hinter einer berankten Pergola informiert zudem eine übersichtlich gestaltete Kräuter-, Heil- und Giftpflanzenanlage den geneigten Besucher über eine Vielzahl nützlicher sowie giftiger Pflanzen.
Als eine zentrale Einrichtung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde dient der Forstbotanische Garten vorrangig der studentischen Ausbildung sowie der Forschung und Wissenschaft, steht jedoch darüber hinaus auch allen interessierten Besuchern kostenfrei offen.
Angebote: Führungen nach vorheriger Absprache und Ankündigung in der Presse
Vom Forstbotanischen Garten ist es nur ein kurzer Spaziergang zur Zainhammer Mühle, die ebenfalls an dieser Wandertour liegt. Hier wurden vor Jahrhunderten so genannte Zaine produziert, langgezogene, dünne Metallstäbe für die ortsansässigen Messerschmiede. Heute befindet sich in der Mühle ein Kunstverein mit Galerie und Werkstatt. Auch hier lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp.
Die 1780 als Eisenhammer an der Schwärze vor den Toren Eberswaldes erbaute Wassermühle befindet sich heute direkt auf der Erlebnisachse Schwärzetal in der Nähe des Zoos und des Forstbotanischen Gartens. Sie fungiert als Domizil des Kunstvereins „Die Mühle e.V.”, als Galerie, Werkstatt und Veranstaltungsort für Vereinsmitglieder und kunstbegeisterte Bürger.
Angebot: Von Mai bis Oktober, alljährlich: „Sommer in der Mühle” mit Ausstellungen und Veranstaltungen
Geschichte der Mühle - Metall, Knochen, Getreide – das war die Entwicklung der Zainhammer Mühle bis zum 20. Jahrhundert. Im Jahr 1779 startete in der Mühle die Produktion von Zainen. Dabei handelt es sich um langgezogene, dünne Metallstäbe für die Messerschmiedefabrik, die gleichzeitig den Namen der Mühle bestimmten.
Etwa im Jahr 1824 verschwanden die kleinen Messerschmiede aus der Stadt und die Zaine waren ab sofort überflüssig. Daher wurde die Mühle zu einer Knochenmühle umgebaut. Ab sofort kamen aus Polen, Dänemark und Schweden Knochen über den Finowkanal nach Eberswalde – genau belegt ist dies nicht. In der Mühle wurden die Tierknochen zu Mehl verarbeitet, welches dann in der Landwirtschaft als organischer Dünger eingesetzt wurde. Die Knochenbrennerei war nicht nur ein übelriechendes Geschäft, sondern auch gefährlich. Im Oktober 1866 wurde die Mühle durch ein Feuer komplett vernichtet.
Nach dem Wiederaufbau war die Mühle bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Getreidemühle im Einsatz.
Die Route führt nun am Zoo Eberswalde vorbei und taucht dann in das urwüchsige Naturparadies Schwärzetal-Nonnenfließ ein. Nach knapp drei Kilometern ist Spechthausen erreicht, wo das Restaurant und Café Waldhof zu einer Rast einlädt.
Hier erwartet die Gäste gutbürgerliche brandenburgische Küche mit einem besonderen Augenmerk auf Wild aus den heimischen Wäldern. Auch diverse Fischgerichte sind auf der Speisekarte zu finden. Eine Karte für Kinder und Senioren ergänzt das Angebot. Vegetarische Gerichte werden ebenfalls angeboten. Zum Dessert oder Kaffee ist eine breite Auswahl an Eisbechern ebenso wie Apfelstrudel und Waffeln vorhanden.
In den gemütlichen Gasträumen mit hohen Bogenfenstern knackt an kühlen Tagen ein heimeliges Kaminfeuer. Hier finden 40 Personen Platz, ein Saal bietet Raum für weitere 80 Personen. In den wärmeren Jahreszeiten können auf der Terrasse 40 Gäste bedient werden.
Hinter Spechthausen zeigt sich das Naturschutzgebiet dann in voller Schönheit: Durch dichten Buchenwald schlängelt das Nonnenfließ gemächlich vor sich hin. Auf dem weichen Pfad, der den Lauf des Fließes begleitet, stellt sich Schritt für Schritt ein wunderbar entschleunigendes Naturerlebnis ein.
Nach dem charmanten Dorfkern von Schönholz führt die Route durch ein Waldstück weiter nach Melchow. Am dortigen Naturpark-Bahnhof wird die Bahnstrecke überquert. Dann verläuft der Weg ein kurzes Stück durch Wald an den Bahngleisen entlang. In westlicher Richtung geht es dann über Felder und Wiesen in die pittoreske Naturpark-Stadt Biesenthal. Im Ortskern lädt das Café Auszeit zu einer Verschnaufpause ein.
Das mit Liebe zum Detail eingerichtete Café bietet Besuchern der Naturparkstadt Biesenthal ein kleines Refugium für eine Auszeit oder eine Pause. Der Fernradweg Berlin-Usedom führt unmittelbar an dem Café vorbei. Bis zu 60 Besucher finden Platz an soliden Caféhaustischen im Innenbereich oder im kleinen Hofgarten mit weiteren 30 Plätzen. Eine Spielecke für Kinder ist ebenfalls vorhanden.
Im Café gibt es ein breites Angebot an hausgemachten Kuchen und Torten zu diversen Kaffeespezialitäten und Eisbecher sind ebenfalls vorhanden. Auch deftige Snacks und Suppen können bestellt werden.
Zurück zum Bahnhof geht es zunächst ein kurzes Stück durch die Breite Straße, anschließend folgen Sie der Bahnhofstraße für knapp drei Kilometer.
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Eberswalde HbfBahnhofsring 17
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