Wanderung von Fretzdorf nach Netzeband

Schöne Dörfer und lila Pausen

Start
Wittstock/Dosse OT Fretzdorf
Dauer
8 h
Länge
21 km
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Heideturm, Foto: Volker Gehrmann
Fretzdorf, Kirche, Foto: terra press
Kirche Rossow, Foto: terra press
Heidelandschaft mit Heideturm, Foto: Steffen Lehmann, Lizenz: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg
Restaurant "Clavis", Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Eckdaten zur Tour
Wenn man von einem Dorf träumt, dann vielleicht von einem wie Fretzdorf: Am Anger laden Bänke unter alten Bäumen zum Verweilen ein, drumherum herausgeputzte Spitzdachhäuschen. Ländliche Idylle auch im Nachbarort Rossow am Rand der Kyritz-Ruppiner Heide. Es hat einen eigentümlichen Charme, wie hier der frühere Truppenübungsplatz der sowjetischen Streitkräfte allmählich von der Natur zurückerobert wird.
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bahnhof Fretzdorf
4 Tourstationen
21 km / 8 Stunden
Endbahnhof
Bahnhof Netzeband

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

Vorschau der App-Darstellung der Tour "SUP-Seeing in Potsdam" | © DB Regio Nordost

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Ablaufplan

Tourstart am Bahnhof Fretzdorf

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof geht es durch die Teetzer Straße etwa 350 Meter Richtung Dorfplatz, entlang an Einfamilienhäuschen. Hinter manchem gackert es oder kräht ein Hahn. Am Anger angekommen, erhebt sich auf der linken Seite eine frisch sanierte Fachwerkkirche. Sie hat eine spannende Geschichte. 

Dorfkirche Fretzdorf

Der barocke Fachwerkbau mit Turmaufbau sowie sechseckiger Kanzel und Patronatsloge im Innenraum stammt aus dem Jahre 1704. Bauherr war Ulrich Christoph von Stille, einst Kommandant der Festung Magdeburg. Er wurde 1728 unter der Kirche in einer Gruft bestattet. Der einbalsamierte Leichnam konnte zu besonderen Anlässen besichtigt werden, eine Attraktion, ähnlich dem „Ritter Kahlbutz“ in Kampehl. Doch der Zustand der knapp 300 Jahre alten Mumie lässt dies inzwischen nicht mehr zu. Gruft und Sarg bleiben nun verschlossen. 
Nach der Wende erlangte die Kirche erneut eine besondere Bedeutung. Sie war der Ausgangspunkt zahlreicher Ostermärsche. Die Menschen protestierten damals gegen die Weiternutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz. 2011 gab die Bundeswehr die Pläne für das Bombodrom auf.

Dorfstr. 8
16909
Wittstock/Dosse OT Fretzdorf
Telefon: 033964 50324
Blick auf die blühende Heidelandschaft, Foto: Steffen Lehmann, Lizenz: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg
Blick vom Heideturm, Foto: Jannika Olesch, Lizenz: Tourismusverband Ruppiner Seenland
Wiedehopf , Foto: Helmut Lammertz, Lizenz: piclease
Argus-Bläuling, Foto: Nora Künkler

Wegbeschreibung

Wer den Dorfplatz überquert und geradeaus weitergeht, gelangt zum ehemaligen Gutshaus von Fretzdorf. Die Adelsfamilie von Stille bewohnte das von 1835 bis 1840 nach Plänen von Friedrich August Stüler umgebaute Gebäude. Heute befindet sich das hübsche Schlösschen in Privatbesitz. In unmittelbarer Nachbarschaft versprühen leerstehende Fabrikgebäude aus rotem Backstein ihren maroden Charme. Ein Stück weiter an der Dorfstraße können sich Wandernde in der Bäckerei Hausbalk dienstags bis samstags mit Proviant eindecken. Über Wald- und Feldwege geht es weiter nach Rossow.

Dorfkirche Rossow

Das kleine Gotteshaus aus Feldstein entstand um 1500. Im Jahre 1684 wurde ein Holzturm angebaut, in dem sich ein Geläut mit zwei Glocken befindet. Um zu verhindern, dass die bronzenen Glocken in einem der zahlreichen Kriege eingeschmolzen und zu Kanonen verarbeitet werden, vergruben findige Bürger sie in der Umgebung. Im Kircheninneren sind - nach Anmeldung im Pfarrhaus nebenan - Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert sowie ein Hochaltar des Havelberger Doms zu bestaunen. Rossow gehörte damals der Adelsfamilie von Rohr, die ihren Sitz in Havelberg hatte.

Rossower Dorfstr. 1
16909
Wittstock/Dosse OT Rossow
Telefon: 033964 60875
Hirsebratlinge mit grünen Bohnen & Mandel-Kartoffelbällchen, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Burger vom Rägeliner Galloway Rind mit Steakhouse Pommes, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Mousse au Chocolat mit Schattenmorellen, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Außenbereich Restaurant "Clavis", Foto: Roland Horn, Lizenz: Roland Horn
Bar im Restaurant "Clavis", Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Kürbiscreme-Suppe, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Restaurant "Clavis", Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Außenbereich Restaurant "Clavis", Foto: Roland Horn, Lizenz: Roland Horn
Frühstücksbuffett (nur für Hotelgäste), Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Frühstücksbuffett (nur für Hotelgäste), Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Frühstücksbuffet (nur für Hotelgäste), Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Eingang vom Restaurant, Foto: Eingang vom Restaurant, Lizenz: Roland Horn
Restaurant "Clavis", Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Frischer Kuchen , Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis

Wegbeschreibung

Es geht vorbei an verträumten Bauernhäusern entlang der Dorfstraße. Ein Feldweg führt hinter dem Ort links in die Stille und Abgeschiedenheit der Heide. Wer möchte, kann zuvor noch einen Abstecher zum Kiessee machen. An der Südseite gibt es einen Strand, der sich für ein Picknick eignet.
Wem der rund zwei Kilometer weite Hin- und Rückweg zum See zu viel ist, der läuft weiter zum Rastplatz „Ziegenmelker“. Er liegt unmittelbar am Beginn des Wanderwegs durch die Heide. Hier sind die schönsten Pausen lila oder gelb, denn im Frühjahr blüht der Ginster. Im Spätsommer leuchtet überall das Violett der Besenheide. Ein Höhepunkt ist die Aussicht vom 15 Meter hohen Heideturm.

Heideturm in Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide

Der rund 15 Meter hohe Heideturm erhebt sich auf dem Sielmann-Hügel im Süden der Kyritz-Ruppiner Heide.
Der hölzerne Aussichtsturm liegt direkt am Heide-Erlebnisweg und eröffnet einen eindrucksvollen Rundblick über eines der größten zusammenhängenden Heidegebiete Deutschlands. Besonders in den Blühmonaten August und September bleibt der Blick in die Weite lange in Erinnerung – dann verwandelt sich die Heidefläche in ein violettes Blütenmeer, das sich bis zum Horizont zu erstrecken scheint.

Vom Turm aus wird die charakteristische Struktur der Heide sichtbar: offene Flächen, vereinzelte Gehölze und eine Stille, die nur selten von Naturgeräuschen unterbrochen wird. Mit Geduld lassen sich sogar typische Bewohner der Heide beobachten, darunter Seeadler oder Wiedehopf. Ein besonderes Highlights sind auch die robusten Konikpferde, die durch ihre Beweidung zwischen Juni und Oktober zur Pflege der Flächen beitragen.

Die Kyritz-Ruppiner Heide gehört zum Naturpark Stechlin-Ruppiner Land und ist als Nationales Naturerbe geschützt. Als Internationaler Sternenpark bietet sie zudem außergewöhnlich dunkle Nächte fernab künstlicher Lichtquellen – ideale Bedingungen, um den Sternenhimmel in seiner vollen Klarheit zu erleben.

Die Geschichte der Heide verleiht dem Areal eine besondere Tiefe:
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet über Jahrzehnte als militärisches Sperrgebiet genutzt. Erst durch das Engagement der Initiative „Freie Heide" wurde die Fläche schrittweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Bereits beim Aufstieg zur Aussichtsplattform geben Hinweistafeln im Treppenaufgang detaillierte Einblicke in diese bewegte Geschichte der Landschaft – so wird der Weg nach oben selbst zu einer kleinen Zeitreise.
Der Heide-Turm macht diesen Wandel erlebbar: Der Blick reicht über eine Landschaft, die sich von einem abgeschlossenen Militärgelände zu einem offenen Naturparadies gewandelt hat – ein Ort, der zum Innehalten einlädt.

Sielmann-Hügel
16818
Pfalzheim
Blick auf die blühende Heidelandschaft, Foto: Steffen Lehmann, Lizenz: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg
Blick vom Heideturm, Foto: Jannika Olesch, Lizenz: Tourismusverband Ruppiner Seenland
Wiedehopf , Foto: Helmut Lammertz, Lizenz: piclease
Argus-Bläuling, Foto: Nora Künkler
Konikpferde am Heideturm, Foto: Florian Amrhein, Lizenz: Heinz Sielmann Stiftung

Wegbeschreibung

Über Pfalzheim und das urige Rägelin mit seinem malerischen Dorfkern geht es nach Netzeband. Im Restaurant „Clavis“ erwartet die Wandersleute noch ein kulinarisches Highlight. Und das rustikale Bauernhaus aus Backstein auf dem Kemper Hof ist ein stilvoller Ort um diese ländliche Tour zu beenden.

Restaurant "Clavis" auf dem "Kemper Hof"

Im Restaurant "Clavis" werden Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten der gehobenen deutschen und insbesondere der vielseitigen, regional-märkischen Küche verwöhnt. Schwerpunkt auf der Karte sind Wildgerichte, aber auch eine Auswahl an vegetarischen und veganen Speisen wird angeboten. Die Zutaten stammen frisch und vorzugsweise von Produzenten und Manufakturen aus der Region. An urigen Holztafeln, im verwunschenen Innenhof oder auf lauschigen Sesseln vor dem Kamin wird in ganz besonderer Atmosphäre Platz genommen.

Das Restaurant bietet bis zu 90 Innenplätze und bis zu 50 Außenplätze. Anfragen für Familienfeiern und Catering werden entgegengenommen.

Dorfstraße 7 und 11
16818
Netzeband
Telefon: 033924-8980
E-Mail Adresse: info@maerkischehoefe.com
Freitag: 17:00 - 20:30 Uhr
Samstag: 12:00 - 20:30 Uhr
Sonntag: 12:00 - 19:30 Uhr
Hirsebratlinge mit grünen Bohnen & Mandel-Kartoffelbällchen, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Burger vom Rägeliner Galloway Rind mit Steakhouse Pommes, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Mousse au Chocolat mit Schattenmorellen, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Außenbereich Restaurant "Clavis", Foto: Roland Horn, Lizenz: Roland Horn
Bar im Restaurant "Clavis", Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Kürbiscreme-Suppe, Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Restaurant "Clavis", Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Außenbereich Restaurant "Clavis", Foto: Roland Horn, Lizenz: Roland Horn
Frühstücksbuffett (nur für Hotelgäste), Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Frühstücksbuffett (nur für Hotelgäste), Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Frühstücksbuffet (nur für Hotelgäste), Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Eingang vom Restaurant, Foto: Eingang vom Restaurant, Lizenz: Roland Horn
Restaurant "Clavis", Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis
Frischer Kuchen , Foto: Franziska Kouidis, Lizenz: Franziska Kouidis

Tourende am Bahnhof Netzeband

Wegbeschreibung

Geschafft? Gut, dass es zur Bahnstation in Netzeband nur noch rund 400 Meter sind. Und die führen leicht bergab. Von der Bahnstation bringt der RE6 die Wandernden mit vielen schönen Bildern im Kopf nach Hause.

Tourenkarte

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Start

Bahnhof Fretzdorf

Bahnhofstr. 1

16909 Wittstock/Dosse OT Fretzdorf

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