Wentorf-Insel
14548 Schwielowsee OT Caputh
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Fährhaus Caputh ist eines der bekanntesten und beliebtesten Ausflugslokale in Schwielowsee. Bei stimmungsvollem Ambiente und wunderschöner Aussicht auf die Havel lassen sich die frisch zubereiteten, regionalen Gerichte genießen – auf dem Steg direkt über dem Wasser, im Gartenlokal und in den Gasträumen mit den großen Fenstern.
Vom Sauerbraten nach havelländischer Art und kräftigen Fischtopf bis zu kleinen süßen Sünden wie dem hausgemachten Hefekloß mit Blaubeeren – unsere Karte überrascht mit exquisiten und stets selbstgemachten Leckerbissen.
Die Ruhe, die Spaziergänge, die Fähre, der Blick zum Templiner See – das ist es, was diesen Ort so liebenswert macht und schon Albert Einstein und Max von Laue hierher führte.
Vom Fähranleger aus geht man auf der Straße der Einheit etwa 500 Meter nach Südosten Richtung Uferpromenade. Die Straße der Einheit zieht sich fast durch den gesamten Ortskern, streckenweise gesäumt von altem Baumbestand. Auffallend zu Beginn der Route, die über 100-jährige Fabrikanten-Villa Bergmann. Gegenüber befand sich vor dem Krieg das Café Sotschek. Das erst in den letzten Jahren eröffnete Café Heimath greift die Nutzungsgeschichte des Gebäudeensembles wieder auf. Bei selbstgebackenem Kuchen kann der Besucher hier einiges über die Geschichte der Villa, der Remise am See und des Cafés erfahren.
Gegenüber der Albert-Einstein-Grundschule geht es linker Hand in die Ziegelstraße, die nach 250 Metern auf die Weberstraße trifft. Rechter Hand führt der Weg knapp 50 Meter weit bis zur Havelstraße. Nach nur weiteren 100 Metern steht man im Krughof vor der Hausnummer 28, dem Heimathaus Caputh.
Im Heimathaus Caputh im Krughof 28 wird die Dorfhistorie noch gelebt. Es ist eines der ältesten Häuser im Dorfkern von Caputh in der Nähe des Schlosses. Fast originalgetreu eingerichtet ist es mit vielen Leihgaben und Geschenken der Einwohner. Im Heimathaus sind historische Gegenstände des täglichen Lebens wie Wäsche, Kleidung, Möbel, Küchengeräte usw. zu sehen. Weiterhin werden anhand von alten Fotos und Dokumenten die Menschen, die um 1900 in Caputh gelebt haben, vorgestellt. Zwei Originalbilder des Malers Magnus Zeller werden in der Ausstellung gezeigt. Im hinteren Teil des Gebäudes können Werkzeuge des alten Handwerks und der Obstbauern besichtigt werden. Der Hof und die einstige Sommerküche werden für wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.
Engagierte Mitglieder des Heimatvereins geben ihr Wissen an die Besucher weiter und erzählen unter dem Nussbaum auf dem Hof oder in der "Guten Stube" bei Kaffee und Kuchen Geschichten aus dem Caputh von früher und verraten alte Rezepte.
Eine kleine Brücke führt vom Krughof über den Wasserlauf, der den Caputher See mit der Havel verbindet, direkt in die nach Zeichnungen von Lenné gestaltete Parkanlage am Ufer des Templiner Sees. In den Park integriert ist das Kavalierhaus. Alle Parkwege führen schließlich zum Schloss Caputh, dem ältesten Barockschloss des Landes Brandenburg. Hier finden übers Jahr verteilt zahlreiche Veranstaltungen statt, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen.
Schloss und Park Caputh liegen malerisch am Ufer der Havel, nur wenige Kilometer von Potsdam entfernt. Die frühbarocken Deckengestaltungen mit Gemälden und Stuckaturen prägen das Landschloss von Dorothea, der zweiten Gemahlin des Großen Kurfürsten. Die heute ausgestellten Kunstwerke, wie z. B. Lackmöbel, Porzellane, Fayencen, Skulpturen und über 100 Gemälde, vermitteln einen Eindruck von höfischer Kunstentfaltung und fürstlicher Wohnkultur um 1700. Besonders sehenswert ist der Sommerspeisesaal mit ca. 7500 niederländischen Fayencefliesen im Souterrain des Hauses. Neben der musealen Nutzung finden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen statt. Es besteht auch die Möglichkeit für standesamtliche Trauungen. Zum Schloss gehört ein kleiner, Anfang des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an einen Plan von Peter Joseph Lenné geschaffener Landschaftsgarten.
Bereits auf dem Weg aus dem Schlosspark zeigt sie sich die an italienische Baukunst erinnernde und mit ihrem Backsteingemäuer zugleich ganz brandenburgisch anmutende Evangelische Kirche Caputh. Sie wurde 1850 von August Stüler erbaut.
Die Kirche in Caputh steht direkt in der Ortsmitte, unmittelbar gegenüber dem Schloss Caputh. Sie wurde auf Anordnung Friedrich Wilhelm IV. von Friedrich August Stüler (Schüler Schinkels) 1850-52 erbaut und ist eine im neoromanischen italienischen Stil errichtete Pfeilerbasilika mit abgesetzten Campanile. Die von Schinkel inspirierten Sternenhimmel an der Kassettendecke und im Altarraum, die klassizistische Innenausstattung und die Schinkel-Taufschale sind beeindruckend.
Die Kirche bildet den sichtbaren Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde und ist trotz schwerer Bauschäden immer wieder liebevoll instandgesetzt worden. Sie besticht durch ihre schlichten und klaren Formen. Sie bietet den Gästen am Schwielowsee einen besonders schönen Ort der Besinnung und der inneren Einkehr.
Die Gemeinde lädt jeden Sonntag um 10 Uhr zum Gottesdienst ein.
Öffnungszeiten: von Ostern bis Erntedank täglich 9.00 - 18.00 Uhr
Das letzte Ziel der Tour, das Sommerhaus Albert Einsteins, ist mit einem Spaziergang von einem Kilometer Länge über die Straße der Einheit, die Lindenstraße, linker Hand und hügelaufwärts in die Rosenstraße und Am Waldrand nach etwa 15 Minuten erreicht.
Das Sommerhaus von Albert Einstein bewohnte der große Wissenschaftler in den Jahren 1929-1932 mit seiner Familie. Hier konnte er konzentriert arbeiten und sich beim Wandern und Segeln erholen. Das Haus in Caputh nannte er ein Paradies, sein "Häusle", einen Ort, an dem man, wie er es ausdrückte, auf die Welt pfeifen könne. Obwohl der Bau ursprünglich als Sommerhaus konzipiert worden war, lebte Einstein dort bis auf die kältesten Monate fast das ganze Jahr über. Von April bis November verließ er Caputh nur, um an Vorträgen teilzunehmen oder öffentlich aufzutreten. Er begab sich auf Wanderungen durch die Wälder oder segelte mit seinem Boot auf dem Templiner See. Auch heute noch kann man dem Geist Einsteins nachspüren: in dem von Konrad Wachsmann erbauten Sommerhaus.
Etwa 600 Meter vom Einsteinhaus entfernt, in der Schumannstraße, befindet sich eine Haltestelle der Buslinie 607, die stündlich direkt zum Hauptbahnhof Potsdam fährt.
Der Weg per Pedes zurück ist der bereits vertraute, durch die Straßen Am Waldrand, Rosenstraße, Lindenstraße und Straße der Einheit. Im Restaurant Portofino kann man sich noch einmal stärken, bevor man mit der Fähre zum Bahnhof Caputh-Geltow zurückkehrt.
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