Bernd-von-Arnim-Str.
16303 Schwedt/Oder OT Criewen
Wanderung durch die Densenberge
Eine Wandertour für Familien und Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Zugvogel überquert mit kräftigen Flügelschlägen die geheimnisvollen Auenlandschaften und nimmt uns mit auf eine virtuelle Reise über Deutschlands einzigen Auennationalpark. Am Unterlauf der Oder zieht unter uns eine glitzernde Wasserwunderwelt aus Wald, großflächiger Überflutungsaue, Altarmen und stillen Poldern vorbei. Diesen virtuellen Flug erleben wir im Nationalparkhaus Criewen, wo wir außerdem die Unterwasserwelt der Oder kennenlernen können. Ein riesiges Aquarium mit vielen Bewohnern gewährt einen Blick in die Lebenswelten des großen Stroms.
Der ehemalige Gutshof Criewen beherbergt das Nationalparkzentrum des einzigen Auennationalparks Deutschlands. Die Ausstellung informiert auf anschauliche Weise über die Natur im unteren Odertal. Anfassen und Mitmachen sind im Besucherzentrum ausdrücklich erwünscht. Die Multimediashow widmet sich dem Thema Wildnis. Attraktion ist das 15.000-Liter Aquarium mit über 20 heimischen Fischarten.
Tipp:
4 Wanderwege starten direkt am Nationalparkzentrum, u. a. der neue Wildnis-Erlebnispfad!
Spazieren Sie anschließend durch den Lenné-Park, vorbei an Schloss und Kirche. Im Frühling singen Ihnen Nachtigall, Sprosser und Pirol ein Ständchen.
Um 1822 ließ sich der damalige Besitzer des Rittergutes Otto von Arnim an der Stelle des alten Dorfes einen Landschaftspark anlegen. Er beauftragte dazu keinen Geringeren als den preußischen Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné, das Terrain zur Oder hin neu zu ordnen.
Lenné bezog die Kirche und den Patronatsfriedhof mit in die Gestaltung ein. Neben geschwungenen Wegen, Teichen und Brücken findet man hier alle typischen Elemente eines englischen Landschaftsparks. Sichtachsen verbinden die beiden Schlösser miteinander und geben den Blick frei in die entfernten Hügelketten am Rande des Odertals. Einheimischen Bäumen wechseln sich ab mit Eiben, Linden, der Schwarzkiefer, Sumpfzypressen.
Das ehemalige von Arnimsche Gutshaus - „das Schloss Criewen“ - wurde neu renoviert. Hier hat inzwischen die Brandenburgische Akademie Schloss Criewen ihren Sitz.
Vom Park aus kommen Sie in Richtung der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße auf den wildesten Teil Ihrer Wanderung zu, den Wildnis-Erlebnispfad. Wer hier wohnt, kürzt die Wasserstraße mit „HoFriWa“ ab oder bezieht sich einfach auf den „Kanal“. Dieser wurde 1926 für die Schifffahrt fertiggestellt und begleitet die Oder auf einer Länge von 43 Kilometern, von Hohensaaten bis Friedrichsthal, bis er über die Welse in die Westoder mündet.
Jetzt geht’s über Stock, Baum und Stein, rund einen Kilometer lang. Am Ende des Wildnis-Erlebnispfads folgt gleich ein weiterer, jedoch viel kürzerer: Über Bohlenstege führt Sie der 135 Meter lange Quellerlebnispfad zur Fuchsquelle, mit interessanten Hinweisen zum Mikrokosmos Quelle.
Sie passieren, nun auf dem Wilden Waldweg angelangt, weitere Quellen und überqueren einige schmale Fließe. In diesem feuchten, tiefer gelegenen Waldgebiet drängen sich Erlen, Eschen und Ulmen. Im Frühling bedecken Gelbe Windröschen, Scharbockskraut und Sumpfdotterblume den Boden. Nach und nach kommen Sie in höher gelegenen, trockeneren Mischwald, wo die Rotbuche sich behauptet. Den Weg säumen Springkraut, Sauerklee und Waldveilchen.
Spitzen Sie die Ohren, denn die verschiedensten Vogelarten zwitschern, trillern und piepsen hier. Das laute Klopfen stammt vermutlich vom Schwarzspecht, der unter der Baumrinde nach fetten Maden sucht oder gerade ein Loch für sein Nest schafft. Sie werden sicherlich auch Spuren des Biber zu Gesicht bekommen, ob Fraßspuren oder Dämme. Schließlich sind Sie mitten in den Densenbergen angelangt. Berge? Nun ja, sie sind immerhin bis zu 30 Meter über Normalnull „hoch“.
Die runden Hügel der Densenberge, südwestlich des Nationalparkdorfs Criewen im Nationalpark Unteres Odertal gelegen, erreichen am höchsten Punkt 30 Meter über NN. Vor rund 14.500 Jahren stauchten eiszeitliche Gletscher das Land zu Endmoränen auf. Hier lag damals die Eisrandlage des Angermünder Halts während des Pommerschen Stadiums der Weichseleiszeit. Durch den mehrfachen Wechsel von Vorstoß und Rückzug zogen die Gletscher die obersten, ungefrorenen Sedimentschichten zusammen. Bis heute zeugen davon der auffällig gelbe Sand an den Wegböschungen, der überwiegend aus Quarzkörnchen besteht, sowie Kiesel und bis zu kopfgroße Steine.
Der Bereich der Densenberge gehört zur Wildniszone des Nationalparks. Das bedeutet, der Mensch greift nicht mehr ein in das, was die Natur vorhat, er stört nicht mehr den natürlichen Kreislauf. Abgestorbene Bäume bleiben liegen, das Totholz dient unzähligen Insektenarten als Nahrung und Lebensraum. Pilze wie Zunderschwamm und Lackporling entwickeln sich. Die Insekten sind wiederum Nahrung für Vögel. Klein-, Schwarz-, Bunt- und Grünspecht, Gartenbaumläufer, Pirol, Schwarz- und Rotmilan brüten hier. Raschelt es im Unterholz, könnte das ein Wildschwein, ein Reh oder in den Abendstunden ein Fuchs oder Dachs sein.
Wanderer können die Densenberge auf dem rund 7 Kilometer langen Wilden Waldweg ab Criewen erkunden. Nach Criewen fahren die Busse der Nationalparklinie, die in Angermünde Anschluss an die Regionalzüge aus Berlin haben.
Schließlich öffnet sich die Landschaft wieder, über den Feldern kreisen Bussarde und Milane. Sie kommen am Wisentgehege vorbei und über eine Linden-, Mirabellen- und Pflaumenallee zurück nach Criewen. Vor der Rückfahrt laden Anitas Eisstube oder die Gaststätte „Zur Linde“ zur Stärkung ein.
In Criewen, einem Ortsteil der Stadt Schwedt/Oder, direkt am Oder-Neiße.Radweg liegt die Pension & Gaststätte "Zur Linde". Der Ort befindet sich nahe der polnischen Grenze, direkt angrenzend an den Nationalpark Unteres Odertal. Alle Speisen des Restaurants, von der Hausmannskost bis zu Fischgerichten, werden frisch zubereitet. Im Restaurant liegt umfangreiches Prospektmaterial über den Nationalpark Unteres Odertal aus.
Der Nationalparkbus bringt Sie von der Haltestelle am Nationalparkzentrum wieder zum Bahnhof Angermünde zurück.
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Criewen, NationalparkzentrumBernd-von-Arnim-Str.
16303 Schwedt/Oder OT Criewen