Bahnhofsplatz. 14
04626 Schmölln (Thür)
Unterwegs auf einem der schönsten Wanderwege Thüringens
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die kühne Stahlkonstruktion steht auf dem 260 Meter hohen Pfefferberg und bringt es zusätzlich auf 30 Meter. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein wunderbarer Blick über die grüne Stadt Schmölln und ihre Umgebung. Der Fernblick reicht bei klarem Wetter bis zum Leipziger Völkerschlachtdenkmal oder ins Erzgebirge. Die Einweihung des Turmes erfolgte am 28.04.1893 anlässlich des 40. Hochzeitstages des Sachsen-Altenburger Herzogspaares Ernst I. und Agnes von Anhalt-Dessau, weshalb er den Namen „Ernst-Agnes-Turm“ erhielt. Heute gilt er als technisches Denkmal.
Vom Aussichtsturm aus geht der Weg zurück bis zur Ronneburger Straße. Biegen Sie in die Bachstraße ein und folgen Sie ihr bis zur Puschkinstraße. Dann sind Sie am Markt, dem Mittelpunkt der sehenswerten Altstadt.
Der weitläufige mittelalterliche Markt mit seinem Stilmix aus historischen Häusern ist stets belebt. Blickfang ist das spätgotische Rathaus mit seinem Uhrturm und dem prächtigen Portal. Die „Kleine Galerie“ im Rathaus bietet Künstlern Gelegenheit, ihre Arbeiten in der Sprottestadt vorzustellen. Der Ratskeller lädt ein zur Rast und bietet eine originale Schmöllner Spezialität: Mutzbraten.
Der Brunnen vor dem Rathaus zeigt eine Mutter mit Kind, in der Umfassung des Brunnens ist die Geschichte der Stadt dargestellt. Gegenüber dem Rathaus steht die nach einem Stadtbrand 1772 wieder aufgebaute Stadtkirche St. Nicolai.
Nun geht es zur Sprotte. Den ersten Teil des Weges kennen Sie bereits, denn er führt erneut durch die Bachstraße. In der Nähe der überdachten Franz-Bartzsch-Brücke machen Sie noch einmal Station, um sich über die Schmöllner Knopfmacher-Tradition schlau zu machen. Am Sprottenanger steht ein imposantes Haus, in dessen Erdgeschoss die Museumsschenke gute thüringische Küche bietet. Darüber ist das Knopf- und Regionalmuseum beheimatet.
Das 1997 eingerichtete Knopf- und Regionalmuseum bietet einen umfangreichen Überblick über die Geschichte der Schmöllner Knopfindustrie, die bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Ein Perlmutknopfdrechsler war es, der 1863 den Grundstein für die Schmöllner Knopfindustrie legte. Auf der Suche nach neuen Rohstoffen für die Knöpfe entdeckte er die Samen der Früchte der Steinnusspalme und begann kurz darauf mit der Produktion von Steinnussknöpfen. Bis zur Jahrhundertwende entstanden in Schmölln 29 Knopffabriken, heute gibt es noch zwei. Eine der Fabriken produziert ausschließlich Knöpfe aus echtem Hirschhorn. Das Museum zeigt vielerlei Knöpfe und die Maschinen zu ihrer Herstellung. Einen separaten Teil der Ausstellung nehmen die Altenburger Bauerntrachten und ein vollständig eingerichtetes Bauernzimmer ein.
Vom Knopf- und Regionalmuseum sind es nur wenige Schritte bis zur Sprotte, die hier am Stadtpark und ein Stück weiter am Freizeitbad Tatami entlangfließt. Das Flüsschen Sprotte wird begleitet vom Wasser-Erlebnispfad. Nahe dem Bad befinden sich die Stationen 9 und 10 der insgesamt 13 Stationen. Auf die Besucher warten dort ein Matsch-Platz sowie ein Kneipp- und Tastpfad. Die Wanderer werden begleitet vom kleinen „Dickköpfchen“ – einem Weidenbaum –, der auf Schautafeln viel Wissenswertes und Besonderes am, im und um das Thema Wasser vermittelt. Der Weg ist durchweg asphaltiert und hat nur geringe Steigungen. Daher ist er auch gut für Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen sowie für Radfahrer und Skater geeignet.
Der Sprotte-Erlebnispfad lädt spielerisch dazu ein, mehr über das Leben am Wasser zu erfahren. Entlang des Flusses Sprotte werden dabei verschiedene Mitmachstationen angesteuert, wie zum Beispiel der Aktionspunkt „Brücke und Furten“, bei der die eigene Geschicklichkeit auf dem Prüfstand steht. Dabei kann der Fluss per Seilbrücke oder auf im Wasser liegenden Steinen überquert werden. Weitere Stationen wie der Weidebaum „Dickköpfchen“ vermitteln auf Schautafeln Informationen über die Umgebung und Sehenswürdigkeiten entlang des Erlebnispfades.
Der neun Kilometer lange Lehrpfad beginnt offiziell an der Burg Posterstein und führt über die Rothenmühle und Nöbdenitz nach Schmöllin. Der asphaltierte Weg hat nur geringe Steigungen und ist daher auch für Radler und Rollstuhlnutzer gut geeignet.
An der 1000-jährigen Eiche in der Ortsmitte von Nöbdenitz endet diese Tour.
Laut Guinness-Buch der Rekorde steht in Nöbdenitz die älteste Stieleiche Europas. Obwohl innen hohl, wurde sie zum geschützten Naturdenkmal erklärt. Bei einem Gewittersturm 1819 verlor die Eiche die Baumkrone und mehrere starke Äste. Seit 2019 stützen zwei Stahlsäulen die Eiche, um die Standfestigkeit zu gewährleisten. Über dem Boden beträgt ihr Umfang rund 12,5 Meter. Der Baum wird auch Grabeiche genannt, da sich in seinem hohlen Stamm eine Grabstätte befindet. Die Gruft beherbergt den Leichnam des 1824 verstorbenen Rittergutsbesitzers Hans Wilhelm von Thümmel. Er legte als Naturliebhaber u.a. in Gotha, Altenburg und Nöbdenitz Parks und Gärten an.
An der 1000-jährigen Eiche schließt die App-Tour „Burg Posterstein – Salon statt Social Media“ an. Wer nicht den Weg zur Burg nehmen will, ist entlang der Dorf- und dann der Bahnhofstraße in ca. 10 Minuten am Bahnhof, dessen Gebäude zu einem Ärztehaus umfunktioniert wurde.
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Bahnhof Schmölln (Thür)Bahnhofsplatz. 14
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