Philippsruher Allee 24
63457 Hanau
Spaziergang vom Schloss Philippsruhe zum Staatspark Wilhelmsbad
Eine Wandertour für Familien, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das märchenhafte Schloss Philippsruhe ist eines der bedeutendsten Kultur- und Baudenkmäler Hessens. Das barocke Landschloss wurde nach französischem Vorbild um 1700 errichtet. Direkt am Main gelegen und umgeben von einem wunderschönen Schlosspark mit Orangerie, Skulpturenpark und Amphitheater, ist es eine stilvolle Kulisse für Veranstaltungen und ein beliebtes Ausflugsziel. Das Amphitheater wird jedes Jahr im Sommer zur Open-Air-Spielstätte der Brüder-Grimm-Festspiele. In den prunkvollen Räumen des Hauptgebäudes befinden sich heute das Historische Museum der Stadt Hanau und das Papiertheatermuseum. Im rechten Seitenflügel des Schlosses präsentiert das Mitmach-Museum "GrimmsMärchenReich" die Märchenwelt der weltberühmten, in Hanau geborenen Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. In der Schlossgastronomie können verschiedene Köstlichkeiten genossen werden. Im Sommer wird zudem die große Außenterrasse mit Blick auf den Main bewirtschaftet.
Durch das prunkvolle Eingangstor verlasst Ihr die Schlossanlage, um kurz danach in die Gassen des Hanauer Stadtteils Kesselstadt einzutauchen. Hier liegt auch das Restaurant „Zum Rothen Löwen“, das mit dem roten Fachwerk und den grünen Fensterläden ein echter Hingucker und auch das älteste Gasthaus in Hanau ist. Weiter geht es durch den Ort und in den schön angelegten Bürgerpark Hofgericht, mit zahlreichen Sitz- und Spielmöglichkeiten. Anschließend führt der Weg an drei idyllisch gelegenen Waldseen und dem Herbert-Dröse-Stadion vorbei in Richtung Staatspark Wilhelmsbad.
Der Staatspark Hanau-Wilhelmsbad ist ein ehemaliges Kurbad im Nordwesten Hanaus. Angelegt wurde es zwischen 1777 und 1785 von Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel, der hier seine Vision einer ganzheitlichen Erholung realisierte. Trink- und Bäderkuren sollten die Gebrechen der vornehmen Gesellschaft lindern und heilen. Zur Bewegung an frischer Luft lud der nach englischer Gartenkunst gestaltete Park ein. Nach 1785 verlor Wilhelmsbad an Attraktivität für die feine Gesellschaft, und die Hanauer eroberten sich den Park als Naherholungsgebiet. Bis heute hat sich der Park fast vollständig in seinem damaligen Zustand erhalten. Die spätbarocken Gebäude entlang der Promenade beherbergen zwar keine Kureinrichtungen mehr, jedoch immer noch das 1781 eröffnete Comoedienhaus und seit 1983 das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum. Eine Attraktion ist das 1779 errichtete weltweit älteste feststehende Karussell, das heute wieder zu bestimmten Gelegenheiten fährt.
Das Außengelände ist frei zugänglich.
Von April bis Oktober finden an Sonn- und Feiertagen jeweils um 14:00 Uhr und um 15:30 Uhr öffentliche. Führungen statt. Tickets sind im Museumsshop erhältlich.
Auf verschlungenen Wegen geht es durch den historischen Kurpark vorbei am Wilhelmsbader Teich und dem Schneckenberg, über eine kleine Brücke bis hin zur Parkpromenade. Hier befindet sich das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum.
Unter dem Motto "Weltgeschichte im Kleinformat" wird im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum die Entwicklung des Spielzeugs von der Antike bis heute auf unterhaltsame Art und Weise dargestellt. Die Ausstellung des Museums basiert auf der Sammlung von Gertrud Rosemann und umfasst ein großes Spektrum an menschlichen Abbildern: von einfachen Holzfiguren über Ton, Wachs und Papiermaché bis hin zu aufwendig bemaltem Porzellan. Dank der Ausweitung der Sammlung sind mittlerweile insbesondere Blechspielzeuge zu bewundern. Ein gemütliches Museumscafé zum Genießen und Verweilen rundet das Angebot ab.
Es ist nur ein kurzer Weg durch den Park zurückzulegen, um zum letzten Highlight der Tour zu gelangen. Anmutig thront es auf einer kleinen Erhebung – das historische Karussell.
Aufwendig verzierte Pferde und Kutschen aus Holz, die sich wie von Geisterhand bewegen – damals wie heute ist das historische Karussell im Staatspark Wilhelmsbad ein faszinierendes Bauwerk, das die Fantasie beflügelt und zum Träumen einlädt. Im Jahre 1779 ließ der Erbprinz das Karussell unter der Leitung des Architekten Franz Ludwig von Cancrin auf einem künstlich angelegten Hügel im Kurpark errichten. Es ist wohl das einzige Bauwerk seiner Art überhaupt und damit ein wichtiges Kulturdenkmal. Lange verzauberte es zu seiner Zeit die Gäste im Kurpark, bevor es in einen Dornröschenschlaf versank. Ein eigens gegründeter Förderverein hat dieses Relikt 2016 wieder zum Leben erweckt. Seither werden Führungen und Fahrten im Karussell angeboten. Spannend ist auch der Blick in den Gewölbekeller.
Die Fahrzeiten des Karussells sind der Webseite des Fördervereins (www.karussell-wilhelmsbad.de/fahrzeiten/) zu entnehmen. Termine für Führungen können auch individuell vereinbart werden. Ansprechpartnerin ist Claudia Schwabe: fuehrung@karussell-wilhelmsbad.de oder telefonisch unter 0151-560 679 35.
Die letzte Etappe der Tour verläuft noch ein Stück durch den Kurpark. Über schöne Waldwege gelangt Ihr zur Burgallee, die direkt zum Bahnhof Wilhelmsbad führt, dem Zielort der Tour.
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Bahnhof Hanau WestPhilippsruher Allee 24
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