Schopenhauerstr. 2
99423 Weimar
Geh wohin Dein Herz dich trägt.
Eine Wandertour für Kulturliebhaber, Entdecker und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Posecksche Garten gehörte zum Stadtpalais eines Kammerherren am Weimarer Hof. Das dazugehörige Wohnhaus dient heute als Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens. Dieses Wissenschaftsgebiet erregte auch Goethes besonderes Interesse. Er besaß in seinem Haus eine große Sammlung urzeitlicher Fundstücke.
Im Garten befindet sich die erste von zwölf interaktiven Stationen entlang des Goethe-Erlebnisweges, der unter dem Motto „Liebe, Freundschaft und Verbundenheit“ steht. Man kann hier der längst vergangenen Liaison Goethes folgen und dazu noch seine eigene Beziehung zu anderen Menschen ausprobieren.
Die erste Station ist das „Kugelspiel“, bei dem eine Kugel durch Bewegung des Spieltisches durch ein Labyrinth ans Ziel gebracht werden muss.
Am Ortsausgang von Weimar befindet sich der „Liebenskompass“: Eine drehbare Sitzbank bietet Ausblicke auf verschiedene Orte im Weimarter Land. Es folgt südlich von Vollersroda die Silhouettenwand, bei der Schattenschnitte der Goethezeit nachgebildet werden können. Im Zick-ZacK-Kurs geht es anschließend nach Buchfart.
Die 200-Seelen-Gemeinde Buchfart ist reich an Sehenswürdigkeiten. Die markanteste ist die 1818 erbaute überdachte Holzbrücke über die Ilm. Der denkmalgeschützte Flussübergang ist 43 Meter lang, 3 Meter breit und besitzt inzwischen eine betonierte Fahrbahn. Unmittelbar neben der Brücke steht eine historische Wassermühle. Sie wurde 1613 erbaut und war bis 1968 im regulären Betrieb. Nachdem sie in den 1980er-Jahren von Mühlenfreunden reaktiviert wurde, ist sie heute eine mahlfähige Kleinstmühle.
Der angeschlossene Mühlenladen neben der alten Backstube bietet selbstgebackenes Brot und Kuchen vom Blech. An Sommertagen kann der Imbiss unter freiem Himmel eingenommen werden. Das handgebraute Bier stammt aus dem nahen Dorfbrauhaus. Eine Sehenswürdigkeit sind auch die „Felsenburg“ genannten Klippen außerhalb des Ortes.
Südlich von Buchfart wartet die nächste Station auf dem Goethe-Erlebnisweg: „Herzsprung“ – ein Trampolin. Die Idee ist, dass beim gemeinsamen Sprung vielleicht auch das Herz hüpft. Es folgt kurz vor Saalborn die „Tafelbuche“. Eine lange Tafel lädt zur Rast, und ein überdimensionales „Buch“ fordert dazu auf, Botschaften ins Holz zu ritzen.
Gleich hinter der „Tafelbuche“ zweigt der Weg nach Bad Berka vom Goethe-Erlebnisweg ab. Unterwegs zum Bahnhof wartet ein buchstäblicher Höhepunkt der Wanderung: der Paulinenturm auf dem Adelsberg.
Ein Wahrzeichen von Bad Berka ist der Paulinenturm vor den Toren der Stadt. Der 26 Meter hohe Turm aus Kalkstein wurde 1884 auf dem 416 Meter hoch gelegenen Adelsberg errichtet. Aus Ergebenheit gegenüber der Herzogsfamilie in Weimar wurde er nach der Erbgroßherzogin Pauline von Sachsen-Weimar-Eisenach benannt. Wer die 143 Stufen im Turm geschafft hat, wird mit einem fantastischen Blick über das mittlere Ilmtal belohnt.
Am Fuß des schlanken Bauwerks sorgt die Gaststätte „Zum Paulinenturm“ (Am Adelsberg, 99438 Bad Berka, Mi–So 11-16 Uhr) für das leibliche Wohl. In der warmen Jahreszeit ist der große Außenbereich geöffnet.
Vom Paulinenturm zum Bahnhof Bad Berka sind es 2 Kilometer. Der Weg verläuft durch den Kurpark mit dem Goethebrunnen. Im Jahr 1814 hat der Dichter mit seiner Frau Christiane in Berka eine Kur genommen. Erst zwei Jahre zuvor hatte er die neu entdeckten Berkaer Schwefelquellen für einen Kuraufenthalt als würdig befunden. Goethe war es auch, der die Anregung zum Anlegen eines Kurparks im Ort gab. "Bad Berka" hieß er allerdings erst ab 1911. Die Häuser, in denen Goethe und seine Frau in Berka wohnten, sind heute mit Gedenktafeln versehen.
Für eine abschließende Rast empfiehlt sich das Restaurant „Altes Brauhaus“ mitten in der Stadt.
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Bahnhof WeimarSchopenhauerstr. 2
99423 Weimar