15537 Erkner
Nobel, nobel und filmreif
Natur, Aussichten und ungeahnte Schätze in Erkner und Woltersdorf
Erkner
3 h
13 km
Diese Tour wird bunt und bietet jede Menge neuer Sichten: Sie kommen in Erkner vorbei an der Villa eines Nobelpreisträgers, wandern entlang der Löcknitz durch die Natur und beobachten Wasservögel, erklimmen in Woltersdorf einen Aussichtsturm, der ungeahnte Schätze birgt, schauen Yachten und Kanus beim Schleusen zu, fahren ein Stück mit einer nostalgischen Straßenbahn und können unterwegs sogar shoppen gehen.
Die reine Lauf-Strecke ist mit rund 8 Kilometern nicht allzu weit. Dennoch sollte sie als Tagestour geplant werden, denn für die Besichtigung des Heimatmuseums in Erkner und des Aussichtsturms sollte man entsprechende Zeit einkalkulieren. Zudem gibt es in Erkner und Woltersdorf viele Cafés und Restaurants, die zur genussvollen Rast einladen. Bis auf den Aussichtsturm auf dem Kranichsberg ist die Tour auch für Ausflügler mit leichter Gehbehinderung und für Familien mit Kinderwagen geeignet.
Eine Wandertour für Kurztrip, Familien, Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Start- und Endbahnhof
Bahnhof Erkner
13 km / 3 Stunden
Woltersdorf b Erkner, Schleuse
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Ablaufplan
Tourstart am Bahnhof Erkner
Wegbeschreibung
Museumshof am Sonnenluch - Heimatmuseum Erkner
Der unter Denkmalschutz stehende Museumshof am Sonnenluch mit seinem Kräuter- und Obstgarten beheimatet das Heimatmuseum Erkner. Letzteres ist der zentrale Punkt des Hofes und befindet sich im ältesten mitteldeutschen Ernhaus aus Zeiten der friderizianischen Binnenkolonisierung (um 1760).
Das Museum beherbergt eine ständige Ausstellung, die einen Überblick über die wesentlichen Epochen, Ereignisse und Persönlichkeiten der Stadtgeschichte Erkners von der Bronzezeit bis zur Gegenwart gibt. So kann beispielsweise eine traditionelle Schwarze Küche in Augenschein genommen werden. Aber auch eine Entdeckungsreise durch die DDR wird geboten: Stöbern Sie durch ein vollständig eingerichtetes Wohnzimmer und eine Küche mit typisch ostdeutschen Produkten.
Auf dem Gelände des Museumshofs befinden sich in einer ausgebauten Scheune weitere Ausstellungen, zum einen über Handwerk und Gewerbe in Erkner, zum anderen über die Anfänge des ersten vollsynthetischen Kunststoffs der Welt, Bakelit, und somit der Entwicklung der Chemieindustrie in Erkner. Auch wechselnde Sonderausstellungen finden hier ihren Platz.
Die Außenanlage mit Kräutergarten, Streuobstwiese, Insektenhotel und historischem Holzbackofen lädt zum Verweilen ein. Hier findet man auch eine kleine Ausstellung von landwirtschaftlichen Geräten. Auf dem Museumshof finden ergänzend regelmäßig verschiedene Feste und Veranstaltungen statt, wie der Osterbasar oder das Kolonistenfest.
Der Museumshof befindet sich etwas südlich des Stadtzentrums, ist vom Regional- und S-Bahnhof aber in einer knappen halben Stunde per Fuß zu erreichen. Die nächstgelegenen Haltestellen sind Erkner Buchhorster Straße oder Bergstraße.
Hinweis: Da die Menschen zur Zeit der Erbauung des Hauses wesentlich kleiner waren, sind die Türen sehr niedrig gehalten!
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Erkner
- Erwachsene: 2,00 €
- Reduziert: 1,50 €
- Gruppen: 1,50 € pro Person
- Andere: 10,00 € Führung nach Voranmeldung
Wegbeschreibung
Nach dem Museumsbesuch geht es ein paar Meter zurück zum Kreisel auf die Fürstenwalder Straße. Sie unterqueren Gleise, überqueren das Flüsschen Löcknitz und biegen links ein auf den Parkplatz Fangschleusenstraße. Hier beginnt der Theodor-Fontane-Weg, der Sie in rund einer Stunde Richtung Norden immer am Hochufer der Löcknitz und des Flakensees nach Woltersdorf führt. Unterwegs passieren Sie idyllische Rastplätze direkt am Wasser oder ein paar Meter höher im Wald. Denn das Gelände hier ist leicht hügelig. Es geht vorbei an einem Campingplatz, an Badestellen und einem Bootsverleih. Woltersdorf empfängt Sie mit prächtigen Villen entlang der Strandpromenade. Wer verschnaufen und sich stärken möchte, hat hier beste Möglichkeiten. Weiter geht es auf der Woltersdorfer Landstraße zur Liebesquelle. Der Woltersdorfer Verschönerungsverein ließ die natürliche Quelle 1886 über Rohre in ein Becken laufen. Denn dem Quellwasser sagte man eine geheimnisvolle Wirkung nach. Leider versiegte die Liebesquelle 2005. Einige Woltersdorfer gaben sich damit jedoch nicht zufrieden und machten aus dem historischen Ort eine öffentliche Trinkwasserstelle.
Jetzt geht es auf dem ausgeschilderten Waldweg hinab zur Buchhorster Straße. Sie führt Sie direkt zur berühmten Woltersdorfer Schleuse.
Woltersdorfer Schleuse
Durch die Woltersdorfer Schleuse wird die Berliner Wasserstraße mit den Rüdersdorfer Gewässern verbunden. Das erste Stauwerk wurde 1556 erbaut.
1640 gab es den Umbau zu einer Kammerschleuse. Besonders für das Rüdersdorfer Kalksteinlager war diese Schleuse von großer Bedeutung.
Um das Jahr 1850 passierten 15.000 bis 16.000 Schiffe die Woltersdorfer Schleuse, um bis zu 216.000 Kubikmeter Kalkstein zu transportieren.
Der Bau der heutige Schleusenanlage wurde 1884 beendet.
Bis 1959 bestand die Straßenbrücke aus einer zweiteiligen Klappkonstruktion mit mechanischem Hubantrieb mit vorgelagerter Fußgängerbrücke. Ersetzt wurde diese Holzbrücke dann durch eine einfache Klappbrücke mit hydraulischem Antrieb und einer Fußgängerbrücke aus Stahl.
So können jetzt auf der hohen Fußgängerbrücke die Schleusungen der Boote beobachtet werden, während die hochgeklappte Brücke die Autos warten lässt.
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Woltersdorf
Wegbeschreibung
Nur wenige Meter sind es von hier zur nächsten Attraktion des Ortes: die Woltersdorfer Straßenbahn, die von der Woltersdorfer Schleuse bis zum S-Bahnhof Rahnsdorf fährt.
Woltersdorfer Straßenbahn
1911 beschlossen die Gemeindevertreter, den langgestreckten Ort Woltersdorf mit einer Straßenbahn zu verbinden und einen Anschluss an die Berliner Vorortzüge zu schaffen. Denn Woltersdorf entwickelte sich zunehmend zum beliebten Ausflugsziel der Berliner. Schon 1913 fuhren die ersten Straßenbahnen auf der 5,6 Kilometer langen Strecke.
Die Fahrt ist auch heute noch ein echtes Vergnügen, denn sie führt durch den Ort und durch ein großes Waldgebiet. Und - die Linienfahrzeuge sind echte Oldtimer, sie stammen aus den Jahren 1959 bis 1961. Im Straßenbahndepot stehen auch noch historische Fahrzeuge aus den Jahren von 1910 bis 1944, die zu besonderen Anlässen auf die Schienen kommen.
Nach telefonischer Voranmeldung sind Führungen für Gruppen bis max. 15 Personen durch den Betriebshof möglich.
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Woltersdorf
Tourende am Woltersdorf b Erkner, Schleuse
Wegbeschreibung
Die Fahrt mit der Woltersdorfer Straßenbahn Tram 87 dauert viel zu kurze 16 Minuten und schon ist der S-Bahnhof Rahnsdorf erreicht. Von hier fährt die S3 Richtung Erkner zurück oder nach Berlin-Ostkreuz.
Tourenkarte
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Bahnhof Erkner