Bahnhofstraße 1
56254 Moselkern
Besuch auf einer echten Ritterburg
Eine Wandertour für Familien und Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Ringelsteiner Mühle liegt direkt am Traumpfad zur Burg Eltz und bietet gutbürgerliche Küche mit vielen Spezialitäten und eine eigene Konditorei. In der warmen Jahreszeit wird auf der großen Sonnenterrasse serviert.
Im Verlauf der Rundwanderung führt die Route noch einmal an der Ringelsteiner Mühle vorbei.
Weiter geht es durch das Tal des Eltzbaches zur Burg Eltz. Nachdem die Eltz auf einer Fußgängerbrücke überquert wurde, zeigt sich die Burg in ihrer märchenhaften Schönheit. Sie erhebt sich auf einem bis zu 70 Meter hohen Felsplateau über dem Bach, der sie auf drei Seiten umfließt. Burg Eltz ist vollständig umschlossen von Wald, liegt fernab von jeder Straße und entspricht dem Traum des hellen Mittelalters. Mit ihren ineinander verschachtelten acht bis zu 35 Metern hohen Wohntürmen, ihren Erkern, Dächern, Fachwerken und Spitzen ist sie der Inbegriff einer deutschen Ritterburg. Daher wurde sie auf dem einstigen 500-DM-Schein abgebildet. Der Weg auf die Burg führt über eine gemauerte Brücke durch das Burgtor.
Die erste Erwähnung der Burg Eltz stammt aus dem Jahr 1157, als in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Friedrich Barbarossa ein gewisser Rudolfus von Eltz als Zeuge aufgeführt wird. Im Laufe von fünf Jahrhunderten ließ die in drei Familienstämmen lebende Adelsfamilie mehrere Wohnhäuser auf dem Burggelände errichten. Dazu zählen das spätgotische Haus Rübenach und die Rodendorfer Häuser. Die Kempenicher Häuser vollendeten im 17. Jahrhundert den Bau der Burg im Stil der Renaissance und des frühen Barock. Die Burgherren sorgten dafür, dass die Anlage vor Zerstörung verschont blieb und heute zu den wenigen niemals zerstörten Burgen in Europa gehört. Noch immer ist sie im Besitz der Familie.
Obwohl sich die Burg in 33. Generation in Privatbesitz befindet, kann sie im Rahmen einer 45-minütigen Führung besichtigt werden. Die Führungen finden täglich alle 15 Minuten zwischen 9:30 und 17:30 Uhr statt. Um den größten Andrang zu vermeiden, sollte man am besten vor 11 Uhr oder nach 15 Uhr kommen.
Die Burg zeigt in zahlreichen Prunkräumen Kunst und Kunsthandwerk von europäischem Rang sowie Waffen und Gegenstände des täglichen Gebrauchs aus acht Jahrhunderten. Zu sehen sind ein Schlafgemach von 1531, ein mit barockem Mobiliar eingerichtetes Kaminzimmer, ein Kinderzimmer von 1525, eine von ursprünglich drei Küchen sowie der Rittersaal, der als Verhandlungs- und Festsaal aller drei Familienstämme diente. Der Besuch führt in die Kellergewölbe der Burg, die eine bedeutende private Schatzkammer beherbergen. Hier können die Sammlungen aus Gold- und Silberschmiedearbeiten sowie Schmuck, Porzellan, Waffen und Rüstungen bewundert werden.
Die Burg und die Schatzkammer sind nicht barrierefrei.
Der Rückweg schlägt einen größeren Bogen, um die Panorama-Ausblicke aus der Höhe genießen zu können. Gleich hinter der Steinbrücke beginnt der Aufstieg in Richtung der Haltestelle des Shuttlebusses. Eine verwitterte Steintafel am Weg lässt die Ritterzeit lebendig werden. Es folgt der atemberaubende Blick hinab auf die Burg. Weiter geht es auf der Burgstraße zur kleinen Kapelle St. Antonius, die allerding nicht zugänglich ist.
Im großen Bogen geht es nun bergab durch den Eltztaler Wald zurück zur Ringelsteiner Mühle. Unterwegs ergeben sich weite Blicke über das Moselplateau. Nun ist es sicher die beste Zeit für eine ausgiebige Rast. Von der Ringelsteiner Mühle führt die Route auf dem bereits bekannten Weg durchs Eltztal zurück zum Bahnhof Moselkern.
Wer allerdings die Wanderung um zwei Kilometer abkürzen möchte, nutzt den Weg durch das Eltztal und folgt dem Bergbach diesmal in Fließrichtung.
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Bahnhof MoselkernBahnhofstraße 1
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