Ernst-Thälmann-Str. 2
18551 Sagard
Eine Wanderung von Sagard über Jasmund zum Kreidemuseum
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Ein Wäldchen bei Sagard wird „Brunnenaue“ genannt. Es erinnert an elf Jahre munteres Kur- und Badeleben. Pastor Heinrich Christoph von Willich eröffnete hier 1795 den ersten Kurort Rügens. Ein Gelände mit mehreren Quellen war als malerische Parkanlage hergerichtet. Spazierwege führten entlang des Bachs mit kleinen Wasserfällen und vorbei an Sitzmöglichkeiten und Lauben. Es fanden sich Spieltische und ein Karussell, Schaukeln und Wippen, auch an einer Kegelbahn konnte man sich versuchen.
Im Badehaus waren verschiedene warme und kalte Bäder für ein medizinisches Therapie-Programm eingerichtet. Musik und Tanzveranstaltungen rundeten den Besuch ab. Heute ist nur noch wenig da, was aus der Zeit zwischen 1794 und 1806 stammt, als hier sommers Hunderte Gäste zur Heilbehandlung und Erholung weilten. Lediglich der Flurname "Brunnenaue" ist geblieben. Das Wäldchen mit dem sich hindurch schlängelnden Bach vermittelt noch eine vage Ahnung von dieser kurzen Ära.
Folgen Sie nun der August-Bebel-Straße und biegen Sie hinter dem Friedhof rechts auf eine Straße ein, die Sie entlang von Feldern nach Neddesitz führt. Ein straßenbegleitender Fuß- und Radweg bringt Sie sicher in den Sagarder Ortsteil, der für Urlaubsgäste viele Ferienwohnungen und das Precise Resort Rügen mit dem Gutshaus Neddesitz als Schmuckstück bietet. Die Gummanzer Straße führt Sie zum Kreidemuseum. Nach der Besichtigung der interaktiven Ausstellung sollten Sie unbedingt noch die rund 500 Meter hoch (60 Meter Höhenunterschied) zum „Kleinen Königsstuhl“ laufen.
Lüften Sie bei uns die Geheimnisse der "Rügener Schreibkreide". Das Kreidemuseum Gummanz befindet sich an einem Originalschauplatz des Kreideabbaus auf der Insel Rügen. Es ist in der ehemaligen Werkhalle des Gummanzer Kreidewerks untergebracht. In der interaktiven Ausstellung erfahren Sie viel Interessantes und manches Geheimnisvolle über die Geologie, die Fossilien und die Nutzung der Rügener Kreide.Der zum Museum gehörende Kreide- und Naturlehrpfad gewährt Ihnen einen Einblick in die Technologien des historischen Kreideabbaus, informiert Sie über die charakteristische Tier- und Pflanzenwelt aufgelassener Kreidebrüche und bietet Ihnen mit der Aussichtsplattform auf dem sogenannten Kleinen Königsstuhl einen Blick über weite Teile der Insel Rügen bis nach Stralsund und Hiddensee. Der Lehrpfad ist ca. 2 km lang.Die Rügener Heilkreide ist ein reines allergenfreies Naturprodukt, das aus den natürlichen Keidevorkommen der Insel Rügen gewonnen wird. Sie besteht zu mehr als 90% aus reinem Calciumcarbonat (CaCO3) und hat einen
pH-Wert von 8,5 und mehr, ist also stark basisch.
Die Rügener Heilkreide gehört zu den Peloiden, die von Natur aus sehr feinkörnig sind oder zerkleinert für schlamm- oder breiförmige Anwendungen verwendet werden.
In Mecklenburg-Vorpommern gehört die Rügener Heilkreide zu den ortsgebundenen HeilmittelnAnwendungen mit Rügener Heilkreide können zur Aktivierung des Organismus beitragen. Zu den möglichen Effekten zählen:Anregung sowie des Stoffwechsels und der Entsäuerung,Stärkung des Immunsystems,Anregung des Herz- und Kreislaufsystems sowie die Förderung der Durchblutung.Je nach Anwendung wirkt die Kreide kühlend, wärmend, durchblutungsfördernd, stoffwechselanregend, entspannend, entsäuernd oder entzündungshemmend!
Bei Indikationen wie Muskelverspannungen und Rückenschmerzen, verschiedenen Hautproblemen bis hin zu den vielfältigen Beschwerden bei Übersäuerung, können positive Effekte mit Heilkreide-Anwendungen erzielt werden.
Sind Sie mit der Familie unterwegs, freuen sich die Kids bestimmt über die „Buddelkiste“ im Freigelände des Museums, in der sie mit etwas Glück Fossilien finden können. Auf dem Gelände sind auch originale Maschinen und Geräte des historischen Kreideabbaus zu besichtigen, die aus stillgelegten Brüchen geborgen und aufgearbeitet wurden.
Weiter geht es erst auf dem Lehrpfad, dann auf der Gummanzer Straße, vorbei an der Jasmund-Therme Neddesitz, die zum Precise Resort Rügen gehört, zur L30. Ein straßenbegleitender Fuß- und Radweg führt Sie entlang der Felder. Überqueren Sie die Straße und laufen Sie nach Polchow. Hunger? In dem kleinen Ferienort, der zu Glowe gehört, gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten wie Cafés und die Fischgaststätte am Jasmunder Bodden in der Dorfstr. 8 (aktuelle Öffnungszeiten bitte erfragen unter Tel. 038302-53003) oder ein Stück weiter in der Nummer 38 Peters Fisch Hofladen (www.peters-fisch.de). Nach wenigen Schritten stehen Sie am Ufer des Jasmunder Boddens mit weitem Blick über das Wasser auf die Banzelvitzer Berge. Folgen Sie nun linker Hand der Uferstraße, kommen Sie an einer schönen Badestelle und ein Stück weiter am Strand der Kitesurfer vorbei. Dann passieren Sie Neuhof mit seinen schmucken Ferienhäusern und dem Hafen.
Inmitten der reizvollen Landschaft des Großen Jasmunder Boddens auf der Halbinsel Jasmund mit flachen schilfbewachsenen Ufern zur einen Seite, zur anderen Seite mit einer aufragenden Steilküste liegt der kleine Hafen von Sagard. Derzeit gibt es 130 Liegeplätze für Angler und Segler, die jedoch überwiegend Festliegern vorbehalten sind. Der Martinshafen verfügt über ca. 10 Gastliegeplätze auf 2 - 2,50 m Wassertiefe. Es gibt hier keine Versorgungsmöglichkeiten. Der Ort Sagard ist 3 Kilometer entfernt. Heute ist er Heimat ca. 130 Segel- und Angelbegeisterten. Der Hafen liegt am Ost-Ufer des Großen Jasmunder Bodden und kann nur bei Tag angelaufen werden.
Vom Hafen führt ein schnurgerader Weg nach Sagard zurück. Sie überqueren die L30/Glower Straße und laufen gleich rechts und ein Stück weiter dann links die Schulstraße entlang. In der Nummer 56 können Sie sich noch im Bäckerei-Café Mario Arndt stärken, bevor Sie dann rechter Hand in die August-Bebel-Straße einbiegen und ein gutes Stück weiter links auf der Ernst-Thälmann-Straße zum Bahnhof Sagard gelangen. Sie haben ein gutes Stück Rügen unter die Füße genommen, Meeresluft geschnuppert, viel gesehen und Neues erfahren – beispielsweise, dass die Schulkreide gar nicht aus der teuren natürlichen Kreide, sondern vor allem aus Gips hergestellt wird …
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