Bahnhofstr. 22
66578 Schiffweiler
Waldwanderung zu Stätten des Saarländischen Bergbaus
Eine Wandertour für Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Alt-Steigershaus ist eines der ältesten Gaststätten der Region. Bei Wandernden besonders beliebt ist der Biergarten, der sich direkt am Itzenplitzer Pingenpfad befindet und wunderbar im Grünen liegt. Hier kann neue Kraft für die zweite Hälfte der Tour getankt werden. Auf der Speisekarte stehen klassische Gerichte der gutbürgerlichen Küche.
Frisch gestärkt geht es nun durch ein Waldgebiet, auf dem sich über 300 Pingen befinden. Die Vertiefungen stammen aus der Zeit vor dem Bergbau, als Steinkohle noch oberirdisch gewonnen wurde.
Weiter geht es in Richtung Grube Itzenplitz.
Wer die Tour hier schon beenden will, kann dem Weg vom Alt-Steigershaus etwa einen Kilometer zum Bahnhof Merchweiler folgen.
Die ehemalige Staatsgrube Itzenplitz wurde 1857 gegründet und prägte die Kulturlandschaft im heutigen Naherholungsraum Itzenplitz. Benannt wurde das Steinkohlebergwerk nach dem preußischen Handelsminister und obersten Leiter des Berg-, Hütten- und Salinenwesens, Graf Heinrich Friedrich von Itzenplitz (1799-1883). Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Grube einen letzten Aufschwung, bevor sie 1958 zur Nebenanlage der Grube Reden und 1960 stillgelegt wurde.
Das gesamte Areal mit den Fördergerüsten der Schächte 2 und 3, Maschinenhaus und Schachthalle sowie die zweigeteilte Waschkaue und der Grubenbahnhof steht unter Denkmalschutz. Die umliegenden Gebäude wurden zu Wohnungen und Büroräumen umfunktioniert.
Mit Blick auf den Itzenplitzer Weiher führt der Waldweg zu einer Liegewiese und der ehemaligen Badeanstalt. Das Baden im Weiher ist heute verboten.
Via Fischerhütte geht es nun am Ufer entlang zum Pumpenhaus.
In den Jahren 1878/79 wurde am Ostufer des neu angestauten Weihers ein erstes Pumpenhaus errichtet, das die Dampfmaschinen der Gruben Itzenplitz und Reden mit Wasser versorgte. Das Pumpenhaus in seiner heutigen Form stammt aus dem Jahr 1908 und gilt als Unikat im deutschen Bergbau. Nach der Stilllegung der Grube wurde es von einem Förderverein vor dem Verfall gerettet und restauriert. Es ist ein beliebtes Fotomotiv und kann unter anderem für Trauungen gebucht werden.
Vorbei am Tennisclub Heiligenwald geht es zurück zum Erlebnisort Reden. Wer noch Zeit und Energie hat, kann das weitläufige Gelände inklusive Alm erkunden oder das Museum „Gondwana – Das Praehistorium“ besuchen, das seine Besucher:innen mit auf eine Reise in die Welt der Dinosaurier nimmt und diese mit modernster Animationstechnik audiovisuell zum Leben erweckt.
Mit vielen neu gewonnen Eindrücken wird die Heimreise vom Bahnhof Landsweiler-Reden angetreten.
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