Bahnhofstr.
04910 Elsterwerda
Unzählige kleine Flussläufe, rauschende Baumwipfel, rastende Reiher und bauwütige Biber
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das unter Denkmalschutz stehende Schloss Elsterwerda ist eine im 17. Jahrhundert errichtete Schlossanlage. Sie wurde anstelle einer bis dahin bestehenden Burg, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, erbaut. Das Schloss wird als Gymnasium genutzt und ist nur von außen zu besichtigen.
Besonderheit des Schlosses: etwa 400 Jahre alte Platane
Architekturprägende Epoche: Barock (1737)
Zustand des Schlosses: saniert
Grundfläche des Schlosses: 3220 m²
zum Schloss gehören:
- Parkanlage
- Brunnen „Gottes Brünnlein“
- Gärtnerhaus (Fachwerk)
- Offiziumhaus
derzeitige Nutzung:
- Gymnasium
Ihr Weg führt Sie durch eine Grünanlage, weg vom Ufer der Schwarzen Elster und am Sportplatz Holzhof kurz auf die Großenhainer Straße, von der Sie gleich wieder rechts abbiegen und dem Radweg entlang des Floßkanals folgen.
Der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal ist eine künstliche Wasserstraße, welche die Elbe bei Grödel mit der Pulsnitz bei Elsterwerda verbindet. Der Kanal wurde 1748 eröffnet und diente dazu, Dresden und Meißen mit Holz zu versorgen. Der Kanal ist durchschnittlich zwischen sieben und neun Meter breit. Entlang des Kanals befinden sich sechs verbreiterte Ausweichstellen, an denen sich die Kähne begegnen konnten. Das Gewässer weist einen reichen Fischbestand auf und ist ein beliebtes Revier für Angler. Nördlich von Prösen, gegenüber dem Sport- und Freizeitzentrum Holzhof führt ein Weg am südlichen Ufer des Kanals entlang.
Fakten zum Gewässer:
Länge des Kanals insgesamt: 18 km, der Abschnitt in Brandenburg zwischen Prösen Waldfrieden und der Mündung in die Pulsnitz bei Elsterwerda hat eine Fläche von 7,87 ha und trägt die Gewässerbezeichnung C 01-209.
Fischarten: Aal, Barsch, Hecht, Schlei
Pächter / Betreiber: KAV EE Bad Liebenwerda e. V.
Angelkartenverkauf:
Angel- und Sport Shop, Bahnhofstraße 57, 04924 Bad Liebenwerda, Tel. 035341-2203
Angeltreff am Schloss, Schlossplatz 2, 04910 Elsterwerda, Tel. 03533-161728
Angel- und Zoohandlung, Luckauer Straße 30, 03253 Doberlug Kirchhain, Tel. 035322-4449
Am Ende des Kanals, in Gröditz, laufen Sie kurz rechts auf die Großenhainer Straße und gleich wieder links in die Hauptstraße, die in die Riesaer Straße übergeht.
Am Gewerbering biegen Sie links ab und halten sich wieder links Am Stahlwerk. Nun folgen Sie immer dem mit einem gelben Balken auf weißem Grund gekennzeichneten Wanderweg.
Wenn Sie die Schmiedewerke Gröditz hinter sich gelassen haben, durchqueren Sie das Örtchen Pulsen, ursprünglich eine Siedlung für die Arbeiter des Stahlwerks. Auf einmal finden Sie sich auf dem idyllischen Uferweg wieder, der zwischen Großem Teich und dem Lauf der Großen Röder durch das Waldgebiet Ochsenbusch führt.
Ganz in der Nähe liegen die Koselitzer Teiche, wo sich Folgendes zugetragen haben soll: Ein fremder Knappe trug dem Müller der Koselitzer Mühle an, über Nacht bis zum ersten Hahnenschrei einen Graben zu ziehen, so dass der Mühle niemals das Wasser ausgehen sollte. Als Lohn wollte er die Müllerstochter zur Frau. Nachts hörte man lautes Getöse, und dem Müller wurde angst und bang. Er gestand seiner Tochter und seinem treuen Knecht, was er versprochen hatte. Der Knecht fasste sich ein Herz und schreckte den Haushahn auf, der lauthals krähte. Der Fremde, der eigentlich der Teufel war, zerstörte aus Wut über den Betrug sein begonnenes Werk und machte sich davon. Dennoch ging der Mühle nie wieder das Wasser aus, und der treue Knappe heiratete die Müllerstochter.
Die Erinnerung an alte Sagen, Blätterrascheln, Vogelzwitschern und der Duft nach Baumrinde und Moos begleiten Sie, bis Sie den kleinen Ort Raden erreichen.
Raden ist mit 300 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Gemeinde Röderauen. Die noch funktionstüchtige Getreidemühle und das Sägewerk, die Backscheune und das "Grüne Klassenzimmer" sind beliebte Ausflugsziele der Gegend. Immer am Pfingstmontag wird zünftig der Mühlentag gefeiert, im Mai und September kommen die Bewohner zum Backofenfest zusammen.
Zum Wochenendspaziergang zieht es Einheimische und Gäste in die Radener Runze, ein geschütztes Quellmoor, in dem viele seltene Pflanzenarten heimisch sind, wie der fleischfressende Sonnentau.
Nun geht es noch rund 3 Kilometer durch den wirklich zauberhaften, von den Flussläufen der Großen Röder durchzogenen Auwald, bis Sie den Barockgarten und das Schloss Zabeltitz erreichen.
Seine heutige Form erhielt das Palais von Zabeltitz ab 1728 durch Baumeister Johann Christoph Knöffel, der das bestehende Renaissance-Wohnschloss im Auftrag des Reichsgrafen von Wackerbarth umbauen ließ. Die Ursprünge der Anlage gehen auf eine Wasserburg zum Schutz der alten Salzstraße zurück.
Auch den Garten entwarf Johann Christoph Knöffel ab 1728. Die Anlage ist streng symmetrisch angelegt. Alleen und Heckensäume, kleine Wäldchen und Rondelle mit Sandsteinskulpturen laden zum Lustwandeln ein – ganz, wie es einst die sächsischen Kurfürsten und ihre Jagdgesellschaft taten. Sehr hübsch sind auch die vom Wasser der Großen Röder gespeisten Teichanlagen.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stellte man im Barockgarten repräsentative Sandsteinskulpturen auf, darunter die Brunnenanlagen Riesenkinder, Diana und Apollon. Später ließ Prinz Xaver von Sachsen den Garten um eine „Wildnis“ im englischen Stil erweitern.
Die Dauerausstellung im Foyer des Palais informiert über die Geschichte des Ortes und der Anlage.
Das Palais-Café öffnet vom 1. Mai bis 30. September sonntags von 14-17 Uhr.
Schlendern Sie vielleicht noch über den Naturlehrpfad, der südlich vom Palais beginnt, und stärken Sie sich mit einer Kleinigkeit im Palais-Café. Anschließend wenden Sie sich auf die Hauptstraße und kommen, vorbei an der St.-Georgen-Kirche und dem Bauernmuseum, zum Bahnhof Zabeltitz, wo Ihre Wanderung für heute endet.
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