Am Bahnhof 1
04938 Uebigau
Begegnungen mit Teufelchen, Felskletterern und Marionetten
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Heimatmuseum befindet sich in einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus von 1756, das einst als Seifensiederei genutzt wurde. Neben Ausstellungen zur Stadt- und zur ackerbürgerlichen Kultur- und Schulgeschichte ist eine bemerkenswerte Zinnfigurenausstellung des international bekannten Graveurs J. Frauendorf zu sehen. Im Hof befindet sich die Nachbildung einer bronzezeitlichen Siedlungsanlage mit Exponaten und Modellen. Zum Gebäudekomplex gehört auch die restaurierte „Kulturscheune“, die für Veranstaltungen und Feiern genutzt wird.
Weiter geht es entlang der Wahrenbrücker Straße zum gleichnamigen Ortsteil. Die Straße führt bald zum Wald. Waldwege bringen die Wandernden nun zum Ufer der Schwarzen Elster. Hier lädt das „Elsterstübchen“ zur Rast ein.
Das gemütliche, idyllisch gelegene Café in Neumühl an der Schwarzen Elster begrüßt seine Gäste auf das Herzlichste. Das Elsterstübchen ist ein schmuckes Häuschen in Holzbohlenbauweise und passt sich, direkt am Schwarze-Elster-Radweg gelegen, unauffällig in die Landschaft ein. Entspannen Sie auf der Terrasse neben dem Mühlgraben bei einem kühlen Bier oder stärken Sie sich von der Radtour auf dem Elster-Radweg bei Kaffee und Kuchen. Das Team organisiert Tagesausflüge, richtet Familienfeiern, Betriebs- und Klassenfeten aus und bietet Cateringservice. Weiterhin wird der Verleih von Schlauchboot und Kanus angeboten (für bis zu 50 Personen).
Der Weg vom „Elsterstübchen“ nach Wahrenbrück führt über 3 Kilometer zunächst am Ufer der Schwarzen Elster entlang und dann über die Uebigauer Straße direkt ins Zentrum. Das Ackerbürgerstädtchen Wahrenbrück war bis 1815 sächsisch und wurde erst danach preußisch. Die Kirche mit ihrem Turm in doppelter Zwiebelform und Straßenzüge mit zweigeschossigen Fachwerkhäusern des 18. Jahrhunderts prägen die Stadt. Wahrenbrück ist der Geburtsort der Komponisten-Brüder Johann Gottlieb und Carl Heinrich Graun. Beide waren Mitglieder der Hofkapelle von Preußenkönig Friedrich II.
Auf dem Graunplatz von Wahrenbrück steht vor dem Heimatmuseum eine Bronzebüste des Komponisten Carl Heinrich Graun (1704–1759). Er diente dem König Friedrich II. als Konzertmeister. Sein ein Jahr älterer Bruder Johann Gottlieb (1703–1771) war Hofkapellmeister. Zahlreiche ihrer Kompositionen wurden am preußischen Hof aufgeführt. Carl Heinrich gilt als Mitbegründer der Berliner Staatsoper Unter den Linden, die 1742 fertiggestellt wurde. Im Kreismuseum Bad Liebenwerda informiert eine biografische Ausstellung über das Leben der Komponisten-Brüder.
Wenige Schritte vom Graunplatz entfernt steht die für sächsische Städte unvermeidliche kursächsische Postsäule. Sie wurde 1730 auf Befehl von August dem Starken errichtet, stand einst auf dem Markt und diente den Postkutschern als Stundenzeiger. Seit 1928 hat sie ihren heutigen Standort.
Entlang der L65 geht es heraus aus Wahrenbrück und hinein in einen dichten Wald. Nach gut 3 Kilometern ist der Rothsteiner Felsen erreicht. Er ragt über 20 Meter aus der Erde heraus und ist doch nur die Spitze eines unterirdischen Giganten. Nachdem er lange Zeit als Baumaterial genutzt und immer kleiner wurde, kam er 1915 auf die Liste der zu schützenden Naturdenkmale. Am Fuß des Felsens wurde eine Naturbühne ausgebaut. Hier wird seit 1952 jedes Jahr im Juli das Rothsteiner Felsenfest gefeiert.
Südlich von Rothstein, im Elbe-Elster-Land, befindet sich der einzige natürliche und sogar kletterbare Felsen im Land Brandenburg. Vom Parkplatz der Felsenbühne noch nicht sichtbar erreicht man den ca. 15 m hohen Felsen nach wenigen Metern leicht bergan. Das geologische Naturdenkmal Rothsteiner Felsen gibt es in dieser Zusammensetzung nur noch dreimal: im Yellostone-Nationalpark in den USA, in Neuseeland und auf Island. Er entstand vor ca. 560 Millionen Jahren und ist damit älter als der Harz, der Thüringer Wald (etwa 250 Millionen Jahre) oder die Alpen.
Mit liegenden senkrechten und überhängenden Wänden bietet dieser Felsen, welcher aus fester, teils ordentlich polierter Grauwacke besteht, fast 30 Kletterrouten der Schwierigkeiten 1-8 sowie 7 Boulder (Felsbrocken) von 4-8. Diese bieten ausreichend Spielraum um auch im unteren Schwierigkeitsbereich klettern zu können. Alle Routen sind mit Bohrhaken oder ausreichend natürlichen Sicherungsmöglichkeiten gesichert.
Vom Felsen geht es in südlicher Richtung auf Feldwegen 4 Kilometer nach Maasdorf. Mitten im Ort steht das einstige Barockschlösschen und fordert zur Rast auf – jedenfalls freitags bis sonntags. Spezialität des Hauses sind Schnitzel in vielen Varianten. Ein paar Schritte weiter liegt das Natoureum. Hier lernen Naturinteressierte auf unterhaltsame und interessante Art und Weise Wissenswertes über die Natur der Umgebung und erfahren, wie die Menschen in der Vergangenheit lebten und arbeiteten. Im Erlebnisgarten wartet die Gartenbahnanlage mit einer Gleislänge von 320 Metern. Auf ihr verkehren verschiedene Modellzüge. Dort schreitet man wie Gulliver durch den Miniatur-Naturpark.
Natur anschauen, erleben und von ihr lernen ist das Motto des Elster-Natoureums. In einer Miniaturwelt können alle Naturbegeisterte den Elbe-Elster-Kreis hautnah erleben. Die gesamte Region wird mit seinen Sehenswürdigkeiten dargestellt. Für einheimische Besucher ist es genauso faszinierend wie für Gäste, die die Region kennen lernen wollen. Bei einer ausgedehnten Wanderung, Rad- oder Reittour lässt sich dieses Highlight als Ziel ideal einbinden. Das Betätigungsfeld in Maasdorf reicht von Führungen durch den Ausstellungs- und Besichtigungsbereich, den Erlebnisgarten bis hin zur Nutzung des Sport- und Spielplatzes.
Von Maasdorf bis nach Bad Liebenwerda sind es nur noch 3 Kilometer. Durch die Berliner Straße und dann durch die Bahnhofstraße führt der Weg zum Markt. Dort steht die obligatorische Postmeilensäule. Ringsherum bieten Cafés und Restaurants Stärkung. Das Wahrzeichen der Stadt ist der mittelalterliche Lubwartturm mitten auf dem Burgplatz. Er ist einer der ältesten Türme im Land Brandenburg und der Rest des einstigen Schlosses Liebenwerda. Wer den Bergfried mit seinen 122 Stufen und einer Höhe von 31,5 Metern auf eigene Faust erkunden möchte, kann eine Audioguide-Führung nutzen. Turm-Schlüssel und Audioguide gibt’s nebenan im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum.
Kaspers Herkunft wird hier geklärt: Tanzte er als Narr dem Teufel des Mittelalters auf der Nase herum oder kroch er aus einem Ei? In vier Kapiteln blättert das Museum die Kaspergeschichte auf und lädt zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Ergänzt werden die Ausstellungskapitel durch Film- und Hörstationen, die die Ausstellungsinhalte vertiefen und weiterführen. Originale Marionetten, historische Bühnen, asiatische Ahnenfiguren und lebensgroße Haudegen erzählen vom Spiel auf dem Jahrmarkt, im Kinder zimmer und auf großenTheaterbühnen. Besonders faszinieren: Ein 1,50 großer sizilianischer "Pupo" und Kasperfiguren aus Ost- und Mitteleuropa. Ein Museum, das Kulturgeschichte greifbar macht - mit Witz, Tiefe und Spiel-Faszination.
Am Kurpark vorbei und über die Schwarze Elster sind es jetzt nur noch 500 Meter bis zum Bahnhof Bad Liebenwerda.
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Bahnhof UebigauAm Bahnhof 1
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