Bahnhofstr.
16727 Schwante
Wandern in Schwante
Eine Wandertour für Kurztrip, Familien, Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
An der Milchtankstelle in Schwante kann täglich von 4 bis 20 Uhr frische Kuhmilch aus Kremmen "getankt" werden. Wer keine Flasche dabei hat, kann sich vor Ort eine kaufen.
Neben der schmackhaften Milch können auch frische Eier und Fleischwaren aus der Region aus einem Automaten erworben werden. Im Sommer hat dann auch der Eis-Pavillon geöffnet und bietet eine große Auswahl an. Das Eis wird ebenfalls im Spargelhof Kremmen verkauft.
Nun sind es nur noch ca. 300 m bis zur Bockwindmühle Vehlefanz.
Eine hölzerne Leiter führt hinauf, dicke Seile hängen von den mächtigen Holzbalken, der große Mahlstein thront im Zentrum der Mühle und leichter Getreidestaub hängt in der Luft. Man kann die Geschichte der 1815 erbauten Vehlefanzer Bockwindmühle förmlich riechen!
Doch gewerblich mahlen tut sie heute nicht mehr - nur zu Anschauungszwecken werden ihre Flügel mit 17,50 Meter Spannweite noch in Bewegung gesetzt. Denn als letzte Windmühle des Kreises Oranienburg wurde sie in den vergangenen Jahrzehnten zu einem interessanten, technischen Denkmal alter Handwerkskunst restauriert und damit der Nachwelt erhalten. Das Mühlenmuseum im Inneren der Mühle beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte des Müllerhandwerks in der Region.
Denn das märkische Landschaftsbild wurde einst von Mühlen aller Art geprägt: Kaum zu glauben, dass man noch im Jahre 1852 allein in der Provinz Brandenburg 2198 Bock- und 139 Holländerwindmühlen zählte. Das große "Mühlensterben" setzte dann im 20. Jahrhundert ein.
Die Bockwindmühle in Vehlefanz wurde bis 1945 als Getreidemühle und noch bis 1965 als Schrotmühle genutzt, bevor sie 1977 als technisches Denkmal alter Handwerkskunst unter Denkmalschutz gestellt wurde. 1979 kaufte sie der Landkreis Oberhavel. Von 1982 bis 1991 wurde die Mühle durch den Mühlenbaumeister Hans-Jürgen Zecher aus Wittenberg/Mecklenburg restauriert. Von 1991 bis 2007 diente sie als Ausstellungsort zur Geschichte der Windmühlen unserer Region und unterstand dem Kreismuseum Oranienburg als Schauobjekt. Von 2007 bis 2010 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt.
Nur wenige Meter von der Mühle führt ein kleiner Steg zum idyllischen Mühlensee, der mit seiner Flora und Fauna zum Spaziergang einlädt.
Laufen Sie den Wanderweg in Richtung Süden weiter, rechts geht es den See entlang und auf die ca. 180 m lange Steganlage.
Hier können Sie in aller Ruhe viele Vögel beobachten. Ein paar Meter weiter auf dem Wanderweg erstreckt sich links der Weinberg, der bis 1715 zum Weinanbau diente. Einst gab es hier auch eine Wassermühle. Nach ein paar Schritten erreichen Sie einen weiteren Steg.
Da eine Rundwanderung z.Z. noch nicht möglich ist, geht es hier zurück Richtung Bockwindmühle.
Am ersten Steg halten Sie sich nun links und laufen vorbei an Koppeln, auf denen Rinder weiden. Nach einem weiteren Steg kommen Sie zum nördlichsten Teil des Mühlensees und gelangen zum Gutshof Schwante, der im Jahre 1904 errichtet wurde.
Die Dorfstraße bringt Sie zum Wasserturm, der seinerzeit den Hof mit Wasser einer nahen Quelle versorgte. Im Jahre 1997 wurde der verfallene Turm zu einer kleinen Wohnung umgebaut. Von hier laufen Sie nun auf einem neuen Wanderweg zum Schloss Schwante.
Das Restaurant am Backsteinhaus ist das Herzstück des Schlossgut Schwante. Hier wird gegessen, getanzt, gefeiert. Hier können Gäste nach einem Spaziergang durch den Park in der Nachmittagssonne einen Aperol trinken und die Kinder können Federball, “Mensch ärgere Dich nicht” oder Verstecken spielen.
Die Karte ist klein, aber fein. Es gibt Salate, etwas Warmes und Kuchen – in den Sommermonaten in Selbstbedienung aus der Gartenküche, im Herbst à la carte im Restaurant. Alles hausgemacht und jedes Gericht mit einem kleinen ‚Twist‘. Die Cocktails sind mit Zutaten aus dem Garten gemixt, und die Schnäpse und Weine werden von befreundeten Manufakturen bezogen.
Der Schlossweg führt Sie in den Dorfkern von Schwante. An der Dorfstraße angekommen, geht es zur Linken (ca. 200 m) zum Holzbackofen und zur Bäckerei Plentz.
Die Backtradition der Familie Plentz besteht seit 1877 und wächst gerade in die 5. Generation. Gern werden die Kunden mit einem umfangreichen Sortiment an Brot, Brötchen und Kuchen nach überlieferten Familienrezepten verwöhnt. Getreu dem Motto "... frisch gebackene Ideen!" werden immer wieder neue Produkte angeboten, die u.a. auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt werden. Darüber hinaus gibt es zahlenreiche Aktionen und Veranstaltungen, wie z.B. der Saisonstart am Holzbackofen oder das Erdbeerfest, um der Holzofenbäckerei Plentz zu begegnen.
Gern werden Reisende auf ihrem Weg durchs Ruppiner Seenland bei einem Zwischenstopp zum Frühstück oder Kaffee auf dem gemütlichen Dorfplatz begrüßt. Live kann man dabei immer freitags und samstags verfolgen, wie knusprige Holzofenbrote und Blechkuchen im historischen Holzbackofen gebacken werden.
Tipp: Wohnmobilreisende finden 4 gut ausgestattete Stellplätze gegenüber der Bäckerei und sind herzlich willkommen!
Beim Besuch des Geschäftes in Schwante und der Filialen im Umland können sich die Kunden von der Qualität der Produkte selbst überzeugen.
Rechter Hand gelangen Sie zur Kulturschmiede, einer über 100 Jahre alten Schmiede. Auf dem Schornstein thront das älteste Storchennest Oberhavels.
Jedes Jahr brütet dort ein Storchenpaar, das Sie mittels Kamera und Monitor im Fenster der Schmiede gut beobachten können.
Der Weg zurück führt wieder über die Dorfstraße, am Kreisverkehr nach rechts.
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