Bahnhofstrasse
58556 Kierspe
Umschau im Sauerland
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Wienhagener Turm steht auf der mit 479 m über NN höchsten Stelle des Fortes namens Wienhagen. Das war schon immer ein markanter Punkt an der Grenze Westfalens zum Rheinland. Der Wienhagener Turm ist ca. 16,32 m hoch, die Aussichtsplattform über 76 Stufen erreichbar. Zunächst stand auf dem Gelände ein Aussichtsturm aus Holz, der 1929 durch einen Betonturm ersetzt wurde. Er diente als Aussichtsturm und als Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Nach einer Renovierung im Jahr 2000 bemalte der Kiersper Künstler Werner Baumgart den Turm von innen nach dem Motto „Lauf durch die Zeit“. Jährlich zu Himmelfahrt wird zum Turmfest geladen. Der Turm ist ganzjährig geöffnet und kann auf eigene Gefahr jederzeit bestiegen werden. Tipp: Bei einem „Kiersper Lauschpunkt“ unweit des Wienhagener Turms erfährt man per QR-Code viele Informationen zum Aussichtspunkt. Geschichte lebendig zu erzählen, ist das Ziel dieser Lauschpunkte.
Vom Wienhagener Turm geht es in Richtung Norden durch den Wald nach Elbringhausen. Von dort führt die Tour in Richtung Osten und auf der Pulverstraße im Norden an Kierspe vorbei und weiter auf der Lindenstraße zur Bundesstraße B 54. Von dort zweigt der Schleiper Weg ab. Er führt durch den Wald zum Industriedenkmal „Schleiper Hammer“. Der wird nach ca. 7 km erreicht.
Mit seiner Lage im Seitenbachtal der Volme und seinen zwei Betriebsteichen repräsentiert der Schleiper Hammer eine wichtige Periode der Eisenerzeugung und Eisenverarbeitung im Märkischen Sauerland. Im einstigen Schmiedehammer befindet sich ein Museum, das die Tradition der Breitewarenschmiederei im oberen Volmetal in den 1930er-Jahren präsentiert. Als Breitewaren werden z. B. Spaten, Schaufeln und Hacken bezeichnet.
In einer zweiten Abteilung wird die Anfangszeit des Bakelitepressens dargestellt. Diese Fabrikation hat sich ebenfalls seit den 1930er-Jahren im oberen Volmetal entwickelt. Bakelit war der erste synthetische Kunststoff, der weltweit in großen Mengen produziert wurde.
Direkt neben dem Schleiper Hammer kann man ein Hörspielerlebnis entdecken. Dort gibt es die Hörspielstation zu „Das Erdmännlein und der Schleifer“ aus der zauberhaften Sagenwelt oben an der Volme. Einfach mit dem Smartphone den QR-Code abscannen und schon geht der sagenhafte Hörspielspaß los.
Der Schleiper Hammer ist von April bis Okt. jeden 1. Mi im Monat 10 – 15 Uhr geöffnet sowie am Mühlentag (Pfingstmontag) und am Tag des offenen Denkmals (am zweiten Sonntag im September). Außerdem kann er nach Anmeldung besichtigt werden. Vom 1. November bis 31. März ist die Anlage geschlossen.
Vom Schmiedehammer führt ein Feldweg zum Bauerngehöft der Schrievers. Es ist nicht einmal einen Kilometer dorthin.
Die Familie Schriever betreibt auf einem Höhenrücken oberhalb der Stadt Kierspe einen Bauernhof mit 70 Milchkühen und ihren Kälbern. Auf dem Hof gibt es frische Milch, Butter und Käse zu kaufen. Außerdem leben auf den Weiden und in den Ställen Fleischrinder, Schweine, Puten und Hühner. Die Tiere werden hier geschlachtet und die Produkte direkt vermarktet. Im Bauernladen finden sich neben Erzeugnissen aus der eigenen Herstellung auch solche von anderen Höfen der Umgebung.
Vom Bauernladen sind es noch rund 2 km bis zum Bahnhof Kierspe. Wer eine abschließende Rast einlegen will, nimmt noch eine kleine Wanderung von 1,5 km zur Gaststätte „Axel’s Rauk“ auf sich.
Die Kultkneipe in Kierspe unweit des Rathauses lädt zu einem deftigen Mahl und einem kühlen oder auch heißen Getränk ein. Hier gibt es die Klassiker aus der deutschen Küche.
Jetzt aber auf direktem Weg zum Bahnhof.
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