Bahnhofstraße 2
78224 Singen
Rundwanderung durch das Vulkan- und Burgenland in Singen
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der 690 Meter hohe Hohentwiel war vor Millionen von Jahren ein aktiver Vulkan. Er ist der Hausberg von Singen, auf dem sich die Festungsruine Hohentwiel befindet. Mit neun Hektar Fläche ist die Festungsruine eine der größten Burganlagen in Deutschland.
Eine erste Befestigung des Berges ist um das Jahr 915 nachgewiesen. Seitdem wurde die mittelalterliche Burg ständig erweitert und wechselte über die Jahrhunderte immer wieder ihre Besitzer und Funktion. So war sie lange Zeit Residenz der Herzöge von Schwaben und ging später dann in den Besitz der Württemberger über, die sie zu einer Landesfestung ausbauten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Festung fünfmal belagert – jedes Mal erfolglos!
Heute bieten die Ruinen den Besuchern spannende Entdeckungsmöglichkeiten durch die Jahrhunderte. Beeindruckend sind besonders die Schanzen und Bastionen des 18. Jahrhunderts, die an vielen Stellen im Gelände zu sehen sind.
Von der Burgruine Hohentwiel bis zum Hohenkrähen sind es ungefähr 5 Kilometer.
Hierfür am Wegweiser Alte Landesgrenze rechts abbiegen und die Autobahn durch den hierfür gebauten Tunnel unterqueren.
Mit Blick über Singen und den Untersee geht es auf dem Waldweg weiter zum Ettenberg. Ein Wiesenpfad führt rechts neben der Straße aufwärts. Links liegt das Hegau-Haus, in dem es sich gut einkehren lässt und man einen großartigen Blick zum Hohentwiel und über den Hegau hat. Über den Parkplatz Hohenkrähen gelangt man dann zum gleichnamigen Berg. Der Aufstieg ist steil und schmal, doch die Rundumsicht entschädigt im Handumdrehen.
Ebenso wie die Festung Hohentwiel befindet sich die Burg Hohenkrähen auf einem alten Vulkankegel. Wegen seiner insgesamt neun Vulkankegel wird der Hegau auch als „des Herrgotts Kegelspiel“ bezeichnet.
Der Hohenkrähen ist mit einer Fläche von 50 mal 70 Metern wesentlich kleiner als der Hohentwiel und erinnert optisch an einen Hut. Erstmals erwähnt wurde die Anlage im 12. Jahrhundert. Eine Ringmauer umgibt noch heute das Burggelände. Da der Berg verwildert, beherbergt er an seinen Bergflanken nicht nur den derzeit größten Lindenwald in Westdeutschland, sondern auch eine der größten Siebenschläfer-Populationen in Deutschland.
Die kleinen Nagetiere sind übrigens nicht die einzigen Burg-Bewohner: Einer Legende nach soll der Geist „Poppele“, ein damit bestrafter Raubritter, hier sein Unwesen treiben.
Vom Hohenkrähen geht es zumMägdeberg und zur gleichnamigen Burg, die nach ungefähr 2 Kilometern erreicht wird. Die Wegmarkierung führt nach links eine Halde hoch, bis man eine Hochebene erreicht. Es geht weiter Richtung Norden, durch Schüsselbühl und Offerenbühl hindurch, bis zur Weggabelung Mägdeberger Hof.
Wer merkt, dass er genug gewandert ist, hätte hier die Möglichkeit, nach rechts über die Duchtlinger Steige nach Mühlhausen-Ehingen zu gelangen und hier in die Regionalbahn zu steigen. Die anderen folgen der Landstraße wenige Meter nach links und nehmen dann den Pfad nach rechts zum Waldrand, an dem eine Informationstafel zur Burg Mägdeberg steht. Durch den Wald und auf teils felsigen Pfaden geht es weiter zur Burganlage.
Auf dem 660 Meter hohe Mägdeberg befindet sich die gut erhaltene Ruine der Burg Mägdeberg. Auch beim Mägdeberg handelt es sich um einen Vulkankegel.
Die Burg stammt aus der Zeit zwischen 1235 und 1240. Der Festungsbau gliedert sich in eine Oberburg, der Hauptburg, und eine Unterburg, der Vorburg. Die Burg Mägdeberg veranschaulicht dabei die Bauweise der verschiedenen Abschnitte des Mittelalters: Die Burg besitzt mehrere Burgtore. Im dritten Burgtor stand das noch zuletzt genutzte Gebäude, die Ursulakapelle, bis ihr Dach einstürzte.
Die Burg Mägdeberg wurde bis ins 17. Jahrhundert insgesamt dreimal zerstört. Nach ihrer Aufgabe Ende des 17. Jahrhunderts kam es zur Ausschlachtung der Burg und Nutzung als Steinbruch.
Von der Burganlage geht es zurück zum Abzweig. Von hier folgt man der bisherigen Markierung bis zum Hegaukreuz. Vom Kreuz, das sich auf dem 660 Meter hohen Sickerberg befindet, hat man eine tolle Panoramasicht – ideal für eine Pause.
Von hier geht es hinunter zur Lochmühle. Die Fernwanderwege biegen hier rechts ab. Nun folgt man stattdessen der gelben Raute bis zum Ort Duchtlingen, der bekannt ist für seine Kartoffeln.
Ab hier geht es über die Tannenbergstraße Richtung Süden, vorbei am Hof Römersberg und dem Krützenbüherhof. Kurz hinter dem Staufenhof erreicht man die Weggabelung Staufen. Von hier kann man entweder einen Abstecher zu den Resten der Burg Staufen machen oder dem Weg Richtung Süden weiter nach Gönnersbohl folgen.
Auf der „Himmelsliege von Gönnersbohl“ kann man wunderbar eine letzte Pause einlegen und wohlverdient die Beine hochlegen. Von hier hat man einen wunderbaren Weitblick über die Landschaft des Hegau und die Burgruine Staufen.
Die Burganlage, die um 1269 entstanden ist, war lange im Besitz der Herren von Homburg, bis sie später in den Besitz der Herzöge von Österreich überging. 1499 brannten die Eidgenossen im Schweizerkrieg die Burg jedoch nieder. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie dann endgültig zerstört.
Von Gönnersbohl geht es auf befestigtem Weg nach links zum Rennweg. Oberhalb des Twielfeldes verläuft der Weg zum Weinberg Elisabethenberg. Hier passiert man das „Weingut Vollmayer“, das ökologische Weine kultiviert und sich auf der höchsten Weinlage Deutschlands befindet!
Von hier geht es auf der „Hegauer Vulkan Tour“ zurück zum Ausgangspunkt, vorbei am „Staatsweingut Meersburg“ und dem Olgaberg, bis man in die bereits bekannte Hohentwielstraße einbiegt. Von hier folgt man derselben Strecke wie auf dem Hinweg zur Haltestelle Landesgartenschau und von dort mit dem Bus zum Bahnhof Singen.
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Bahnhof Singen (Hohentwiel)Bahnhofstraße 2
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