Am Bahnhof 2
16259 Falkenberg (Mark)
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Schon seit 1838 ist die Carlsburg als Panoramarestaurant bekannt und seit 1991 wiedereröffnet. Bei gutbürgerlicher Küche mit hausgemachten Spezialitäten aus der Region genießen Sie einen wundervollen Ausblick über die nähere Umgebung.
Zurück auf der Karl-Marx-Straße geht es, vorbei an der Roten Mühle, am Fontaneplatz hoch auf den Fontaneweg und hinein in den Wald. Hier führt links ein Kammweg Richtung Bad Freienwalde. Zum Teil geht es steil bergauf – gerade wie in einem Mittelgebirge. An einer Wegkreuzung, mit 120 Metern zugleich höchsten Punkt der Strecke, bringt ein Abstecher Neugierige zum Bismarckturm. Dieser 20-Minuten-Weg ist vor allem im Herbst ein Muss, wenn die Buchenwälder in schönste Rottöne getaucht sind – „Indian Summer“ made in Brandenburg!
Zwischen Bad Freienwalde und Falkenberg gelegen, wurde der Bismarckturm 1895 erbaut und war einer der ersten der in Deutschland zu Ehren des "Eisernen Kanzlers" errichtete Türme. Von dem rund 28 Meter hohen Turm (112 Stufen) sehen Sie Hügel und Schluchten des Oberbarnim, das Schiffshebewerk Niederfinow, Teile des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, die Insel Neuenhagen und auch die Bad Freienwalder Altstadt mit der Stadtkirche St. Nikolai.
Der Bismarckturm ist Bestandteil des Bad Freienwalder Turmdiploms.
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Wenige Meter hinter der Kreuzung erreichen die „Gipfelstürmenden“ das ungewöhnliche Etappenziel: den Märkischen Watzmann mit riesigem Gipfelkreuz und Bank zum Ausruhen. Wer mag kann obendrein an der Slackline-Station seinen Gleichgewichtssinn testen.
Der Name „Watzmann“ der 106 Meter hohen Erhebung bei Bad Freienwalde hat seinen Ursprung in der Geschichte der Region: Schon vor rund 120 Jahren wiesen Wanderkarten einen „Watzmann-Berg“ aus. Sein Name soll auf historische Begebenheiten zurückgehen. Um 1180 heuerten Landsknechte aus Bayern auf der Burg Malchow an. Sie stand dort, wo sich heute der Bismarckturm erhebt. Damals fiel den Landsknechten das Berglein auf, von dem sie Feinde gut ausmachen konnten. Von Heimweh nach dem Alpenpanorama geplagt, nannten sie den Hügel einfach „Watzmann“. Die witzige Höhenangabe von 1.062 Dezimetern allerdings ließen sich findige Touristiker einfallen. Als Attraktion wurde beim Ausbau des Bergwanderparks auch das drei Meter hohe Gipfelkreuz aus Lärchenholz mit einer Rundbank errichtet.
Und weiter geht’s. Unterhalb des Berges an der Wanderhütte erwartet die Playnetic-Erlebnisstation alle, die sich schon auf ein kleines Hörspiel freuen. Dann führt der Weg in einem kurvenreichen Auf und Ab zum Teufelssee. Trotz seines diabolischen Namens glitzert der See ruhig in der Sonne. Deutlich zu erkennen sind die Spuren der Biber, die sich hier angesiedelt haben. An der Hütte am See heißt es wieder „Kurbel drehen“, um das Kurzhörspiel zu starten.
Wir folgen nun dem Wanderweg und gelangen zu einer Wegkreuzung. Von hier aus sind es noch zwei Kilometer zum „Thüringer Blick“, einem idyllischen Aussichtspunkt hoch über dem Oderbruch. Nun weisen die Markierungen „Turm-Weg“ (Turm-Symbol) bzw. „Oderland-Weg“ (roter Punkt auf weißem Quadrat) die weitere Route. Bald schon ist der Schau- und Lehrgarten „Haus der Naturpflege“ mit dem Eulenturm erreicht.
Das mit diesem Garten verbundene Symbol der schwarzen Waldohreule auf gelbem Grund kennen alle Besucher, denen Naturschutz am Herzen liegt. Das Haus der Naturpflege in Bad Freienwalde würdigt die Arbeit der Schöpfer dieses Symbols Erna und Kurt Kretschmann, Pioniere des Naturschutzes im Osten Deutschlands.
Umweltbildung und -erziehung sind die Schwerpunkte, die im angeschlossenen Schau- und Lehrgarten mit Naturschutzmuseum und Aussichtsturm, Mulchgarten, Vortrags- und Gästehaus mit Erna- und Kurt-Kretschmann-Archiv vermittelt werden sollen. Wer länger an diesem Ort bleiben möchte, kann im Heuhotel mit Lehrküche übernachten
und eine romantische Erfahrung machen. Der Schau- und Lehrgarten beheimatet über 1000 Pflanzenarten.
Im Museum des Vereins „Haus der Naturpflege e. V.“ wird das jahrzehntelange Wirken der Kretschmanns dokumentiert, denn in dem Blockhaus befand sich der Wohn- und Arbeitsraum der beiden Naturschützer. Der Eulenturm gehört übrigens zu einem der vier Türme, die man besteigen muss, wenn man ein Turmdiplom bekommen möchte.
Baujahr: nach 1946
Anfahrt: Auto: B158; Bahn: RE3 oder RB24 bis Eberswalde, weiter mit RB60 bis Bad Freienwalde
Weiter geht es über die Berliner Straße in den Papengrund zur nördlichsten Sprungschanzenanlage Deutschlands. Die größte der vier Schanzen trägt den Namen des Olympiasiegers Helmut Recknagel. Hier wird der Nachwuchs trainiert, finden Wettkämpfe statt.
Bis ins Jahr 1923 reicht die Wintersporttradition in Bad Freienwalde zurück. Dem damals gegründeten Wintersportverein verdankt die Stadt Schanzenanlagen und die Tradition der Wintersporttage, die allerdings seit Ende der 1950er-Jahre ruhte und fast in Vergessenheit geriet. Der Verein gründete sich 2001 neu und baute, anfangs von Vielen belächelt, die Schanzen neu auf. Nach einer 10-, einer 20- und einer 40-Meter-Schanze wurde 2008 dann eine Anlage errichtet, die Sprünge bis zu 70 Metern zulässt. Der Turm ist 32 Meter hoch; 161 Stufen müssen bezwungen werden, ehe sich ein atemberaubender Blick auf die Sparkassen-Skiarena und das wald- und hügelreiche Umland Bad Freienwaldes bietet.
Der Schanzenturm ist Bestandteil des Bad Freienwalder Turmdiploms.
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Restaurant Stadtmitte
Bergab führt der Weg nun am Jahn-Stadion vorbei ins Brunnental zum Gesundbrunnen. Bis ins Jahr 1684 reicht die Geschichte der wohltuenden Quelle und des heilenden Moores zurück – Bad Freienwalde ist die älteste Kur- und Badestadt der Mark Brandenburg. Neben der historischen Kurfürstenquelle auf dem Areal der Fachklinik entstand eine Kneipp-Strecke und es wurden Trimm-Dich-Geräte installiert. Einen interessanten Exkurs in die Geschichte bietet die geologische Schaustelle mit Findlingen unterschiedlicher Herkunftsländer.
Schon der alte Fontane beschrieb in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg, dass Bad Freienwalde seinen Bergen alles verdanke. Denn aus ihnen entsprangen die Quellen, die eine heilende Wirkung gegen Fieber, Gicht und Augenleiden hatten.
Schon 1683 beschrieb dies der ortsansässige Apotheker Gensichen, was dem Großen Kurfürsten aus dem „fernen“ Berlin nicht verborgen blieb. Er schickte daraufhin seinen Hofalchimisten zur Prüfung nach Bad Freienwalde, bevor er sich selbst auf den Weg machte, um als erster Kurgast von dem wohltuenden Wasser zu kosten. Der Ruf als älteste märkische Kurstadt war so geboren. War es damals das Heilwasser, das für die Genesung der Gäste sorgte, so ist es inzwischen das Moor, das als ortsgebundenes Heilmittel gegen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie Rheuma angewandt wird. Heute fließt auf dem Gelände nur noch eine Quelle, die ehrfürchtig „Kurfürstenquelle“ genannt wurde. Sie wurde um 1900 in roten Sandstein gefasst, um der Gesundheitsquelle ein standesgemäßes Aussehen zu verleihen.
Der Landschaftspark im Brunnental ist Ende des 18. Jahrhunderts nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt worden. Ab 1816 wurde er im Stil der englischen
Landschaftsgärten umgestaltet. Von der Kapelle oberhalb der angrenzenden Fachklinik und Moorbad Bad Freienwalde hat man eine schöne Aussicht über die kurhistorischen Anlagen mit dem Alten Kurhaus, der Kurfürstenquelle am Rande des Parks und dem Kurmittelhaus. Der Baumeister Carl Gotthard Langhans erbaute es als Bade- und Logierhaus für den Adel, der darin eine Abwechslung zum Kuralltag suchte. Heute verbindet das aufwändig sanierte und liebevoll restaurierte Haus Historie und Moderne.
Die Papenmühle, als Haus im klassizistischen Stil errichtet, steht mitten im Kurpark direkt neben dem Papenteich. Der Teich diente früher der Mühle als Mühlteich, um diese anzutreiben. Seit 1864 ist Bad Freienwalde durch seine wirkungsvollen Mooranwendungen als Kurort staatlich anerkannt. Schon ein Spaziergang durch den schön angelegten Kurpark hat auf jeden Fall beruhigende Wirkung.
Baujahr: Ende des 18. Jahrhunderts
Anfahrt: Auto: B158; Bahn: RE3 oder RB24 bis Eberswalde, weiter mit RB60 bis Bad Freienwalde
In der langgestreckten Gesundbrunnenstraße, vorbei am Denkmal für Theodor Fontane, ist Villen-Gucken angesagt, bis es hineingeht in den kleinen Schlosspark mit dem Schloss Freienwalde. Ein Pfad führt linker Hand vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) über die Berliner Straße/B 158 in das königliche Paradies.
Schloss Freienwalde ein Preußisches Königsschloss wurde 1798/99 von David Gilly für die preußische Königin Friederike Luise als Sommerrefugium im klassizistischen Stil errichtet.
1909 erwarb es der Industrielle, Zeitkritiker, Schriftsteller und Außenminister der Weimarer Republik, Dr. Walther Rathenau, und ließ es restaurieren. Der jüdische Politiker wohnte und arbeitete hier zeitweise bis zu seiner Ermordung im Jahre 1922. Die Gedenkstätte in der oberen Schlossetage stellt Leben und Werk eines der bedeutendsten deutschen Politiker des 20. Jahrhunderts vor.
In der Beletage des Schlosses wird, neben wechselnden Sonderausstellungen, die Geschichte des einst königlichen Sommerschlosses Freienwalde gezeigt.
Die Rathenaustraße mündet in die Königstraße. Hier schlägt das Herz von Bad Freienwalde: Es gibt kleine Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten. Im Stadtzentrum steht auch die Konzerthalle in St. Georg, ein Hingucker-Fachwerkbau aus dem Jahre 1696. Die Königstraße führt direkt auf den Marktplatz mit der beeindruckenden Stadtkirche St. Nikolai. Ein Katzensprung ist es zur Tourist-Information und zum Oderlandmuseum. Rechter Hand bringt die Karl-Marx-Straße die müden Gipfelstürmenden schließlich zum Bahnhof Bad Freienwalde (Oder). Museum, Schloss, Kirche – einfach vormerken für den nächsten Ausflug ins Oderbruch nach Bad Freienwalde!
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Bahnhof Falkenberg (Mark)Am Bahnhof 2
16259 Falkenberg (Mark)