Willy-Brandt-Platz 1
34131 Kassel
Schlösserschau und Wasserspiele
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
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Der Bau des Schlosses wurde 1796 unter Landgraf Wilhelm dem IX. begonnen. Die weit ausgreifende Dreiflügelanlage bestand ursprünglich aus drei separaten Gebäuden. Kurfürst Wilhelm II. ließ diese später miteinander verbinden.
Noch bis 1918 nutzte die Kaiserfamilie Wilhelmshöhe als Sommersitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss stark zerstört und nach 1945 wieder aufgebaut. Heute ist es ein Museum und beherbergt bedeutende Kunstwerke.
Im Mittelbau können die Antikensammlung und die Gemäldegalerie Alter Meister besichtigt werden. Im rechten Teil des Schlosses, dem Weißensteinflügel, ist noch die historische Ausstattung der Räume der Landgrafen zu sehen, darunter Möbel aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Der linke Flügel ist Sitz der Verwaltung. Schloss und Bergpark Wilhelmshöhe sind seit 2013 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Vom Weißensteinflügel aus führt ein Weg nach Süden zur Löwenburg.
Landgraf Wilhelm IX. ließ das Schloss 1793 – 1801 im Bergpark Wilhelmshöhe im Stil einer Burgruine errichten. Damit wollte er die Bedeutung des regierenden Hauses Hessen seit dem Mittelalter herausstellen. Das Gebäude gilt als gelungenes Beispiel der Neogotik in Deutschland. Die Löwenburg war einst als fürstliches Lustschloss eingerichtet und reich ausgestattet. Im Zweiten Weltkrieg erlitt vor allem der Bergfried starke Schäden. Nach einer umfassenden Sanierung von 2005 bis 2022 können sämtliche Räume und die historische Ausstattung wieder besichtigt werden. Die Anlage verfügt auch über eine Bergkapelle. Hier befindet sich die Grabstätte Wilhelms.
Von der Löwenburg geht es nun durch den Wald, vorbei am Steinhöfer Wasserfall, der sich später noch in Aktion erleben lässt. Am Neptunbassin gerät das nächste Highlight in Sichtweite. Die Großen Kaskaden, ein terrassenförmig angelegter Wasserfall. Von hier führen beidseitig Treppen zum Herkules hinauf – etwa 535 Stufen.
Die kupferne Statue thront auf der mit 500 Metern höchsten Stelle des Bergparks Wilhelmshöhe. Sie wurde im frühen 18. Jahrhundert erschaffen und misst etwas mehr als acht Meter. Auftraggeber war Landgraf Carl, der mit diesem Symbol der Stärke seine Macht ausdrücken wollte. So ist Herkules in der antiken Mythologie für übermenschliche Kräfte und Heldentaten bekannt. Die Figur samt Sockel steht auf der Spitze einer steinernen Pyramide, die wiederum dem Dach eines achteckigen Gebäudes, genannt Riesenschloss, aufgesetzt wurde. Das gesamte Monument ist 70 Meter hoch.
Im unteren Teil des Oktogons starten die Wasserspiele, für die der Park berühmt und beliebt ist. Im oberen Teil befindet sich eine Aussichtsplattform. Die Statue bildet eine Sichtachse mit dem Schloss Wilhelmshöhe, die bis in die Innenstadt reicht. Das Herkules-Monument ist ein Wahrzeichen der Stadt Kassel.
Nun immer dem Wasser nach! Von Mai bis Oktober sind die Wasserspiele mittwochs, sonn- und feiertags zu sehen – jeweils 10 bis 15 Minuten pro Station.
Das kühle Nass ergießt sich von der höchsten Stelle des Bergparks am Herkules-Denkmal (14:30 Uhr) und stürzt dann über die Großen Kaskaden (14:35 Uhr) und den einem Steinbruch nachempfundenen Steinhöfer Wasserfall (15:05 Uhr) in die Tiefe, um sich an der Teufelsbrücke in den Höllenteich (15:20 Uhr) zu ergießen. Weiter geht es über ein nachgebautes Aquädukt (15:30 Uhr). Hier fällt das Wasser 30 Meter tief und fließt über die Peneuskaskaden am Jussowtempel vorbei in den Fontänenteich, westlich von Schloss Wilhelmshöhe. Durch den hohen Druck schießt dort die „Große Fontäne“ das Wasser über 50 Meter hoch (15:45 Uhr).
Nun ist Zeit für eine Stärkung. Vielleicht im edlen Restaurant Alte Wache? Es liegt nördlich von Schloss Wilhelmshöhe, nahe des Großen Gewächshauses.
Das klassizistische Ziegelbau mit den dorischen Säulen am Eingang entstand 1824 – 26 unter Kurfürst Wilhelm II. von Hessen und diente zunächst als Wachhaus. Heute befindet sich in den Räumen ein Restaurant und Café, in dem gehobene italienische Küche mit regionalen Zutaten serviert wird, darunter fleischhaltige wie vegetarische Gerichte. Bei schönem Wetter lassen sich die Speisen im Terrassengarten vorm Haus einnehmen.
Wer nach dem sprudelnden Spektakel gern seine eigenen Wasserspiele erleben möchte, kann noch einen Abstecher in die Kurhessentherme unternehmen und dort der Wellness frönen. Die Therme liegt rechts von der Wilhelmshöher Allee – nur einen Katzensprung vom Ausgang des Parks entfernt. Über die Wilhelmshöhe Allee geht es dann immer geradeaus zum Bahnhof.
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Bahnhof Kassel-WilhelmshöheWilly-Brandt-Platz 1
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