Landauerstraße 124
66482 Zweibrücken
Ein Bilderbuch-Spaziergang in Zweibrücken
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Ruine Ehrwoog liegt auf einem Bergsporn und gibt bis heute Rätsel auf. Erst 1975 wurde sie freigelegt, noch sichtbar sind die Reste der Grundmauer und zwei Zisternen. Bei den Ausgrabungen wurden mittelalterliche Keramik, Fenstergläser und Eisenreste gefunden. Vermutlich handelt es sich bei dem Bauwerk um eine hochmittelalterliche Turmburg, die von Ende des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts bewohnt war. Es könnte sich um das Kloster Marienstein vom Orden der Magdalenerinnen handeln, das sich in diesem Gebiet befunden haben soll.
Die Anlage ist ganzjährig geöffnet.
Durch den Wald geht es nun zum Trompetenhügel, der einen schönen Ausblick auf den Höhepunkt des Spaziergangs bietet.
Die Ruine Tschifflik bildet mit ihren Kaskaden und Weihern die barocke Gartenanlage der Fasanerie. Erbaut wurde die Schlossanlage für den polnischen König Stanislaus I. Leszczyński, der aus Polen fliehen musste. Der schwedische König Karl XII., der zu dieser Zeit auch Herzog von Pfalz-Zweibrücken war, gewährt ihm Asyl und beauftragte seinen Hofarchitekten Jonas Erikson Sundahl 1714 mit dem Bau des idyllisch im Wald gelegenen Lustschlosses. Der Name leitet sich vom türkischen Wort çiftlik für „Landhaus“ ab, in Anlehnung an Stanislaus’ vorheriges Exil im Osmanischen Reich. Bis dieser nach Karls Tod Zweibrücken wieder verlassen musste, wurden hier rauschende Feste mit Musik- und Theaterdarbietungen gefeiert.
1757 wurde die Anlage von dem Saarbrücker Gartenarchitekten Johann Ludwig Petri zu einem Landschaftspark erweitert. Die dabei entstandene Fasanerie gab dem Areal seinen heutigen Namen.
Der Zutritt ist ganzjährig kostenfrei möglich.
Am Kneippbecken neben dem Fasanerieweiher besteht die Möglichkeit, die müden Füße zu erfrischen, Kinder können sich auf dem Spielplatz austoben.
Das Restaurant „Landhaus“ befindet sich im ehemaligen Stallgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Die Küche ist geprägt von Südtiroler Spezialitäten wie Backhendl mit Kürbiskern-Rösti und Gerichten aus der Region. Neben herzhaften Suppen, knackigen Pfälzer Salaten und Vesperplatten gibt es Elsässer Flammkuchen in vielen Variationen.
Auch Vegetarier*innen werden hier fündig. In den Sommermonaten kann man wunderbar auf der Sonnenterrasse speisen.
Um Reservierung wird gebeten.
Weiter führt der Weg zum angrenzenden Wildrosengarten.
Der Wildrosengarten ist Teil der historischen Gartenanlage Fasanerie und ein lebendiges Rosenarchiv mit vielen alten Rosenarten und -züchtungen, die es heute nicht mehr auf dem Markt gibt. In den 1970er-Jahren wurde auf einer Streuobstwiese oberhalb der Ruine Tschifflik hunderte Arten Wild-, Park- und Strauchrosen angepflanzt. Von Mitte Mai bis Ende Juni kann man sich an ihrer Blütenpracht erfreuen und auf einer Liegebank den herrlichen Anblick genießen.
Der Wildrosengarten ist ganzjährig geöffnet, der Zutritt kostenfrei.
Vom Wildrosengarten geht es zurück zur Ruine Ehrwoog und auf dem Meisenwinkel zurück Richtung Bahnhof Rosengarten. Wer noch mehr Blumenpracht sehen möchte, kann weiter zum Rosengarten Zweibrücken spazieren. Die 5 Hektar große und familienfreundlich gestaltete Parkanlage wartet mit mehr als 2000 verschiedenen Rosensorten auf.
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Bahnhof Zweibrücken RosengartenLandauerstraße 124
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