Bahnhofstr. 4
01558 Großenhain
Wanderung zu grünen Oasen
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Stadtpark Großenhain wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Volkspark angelegt. Weitverzweigte Alleen und ein streng geradliniger Kanal prägen die Anlage. Gepflegte Wege führen durch Rhododendronhaine und Anpflanzungen mit Blumen, vorbei an seltenen Gehölzen wie Sumpfzypressen, Ginkgos und Tulpenbäumen.
Anziehungspunkt für Kinder ist der große Abenteuerspielplatz. Freizeitsportler:innen finden auf einem Fitnesspfad und auf Nordic-Walking-Wegen Möglichkeiten, aktiv zu werden.
Im Ausflugsrestaurant „Mücke“ lässt sich der Blick auf den Park bei deutscher und mediterraner Küche genießen. Es finden sich aber auch viele schöne Plätze für eine Rast oder ein Picknick, wie am Pavillon auf dem Aussichtshügel neben dem Teich.
Im Jahre 2010 raste ein Tornado mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h über Großenhain und seinen Stadtpark hinweg und richtete immensen Schaden an. Heute ist die Anlage nach historischem Vorbild wiederhergestellt und präsentiert sich im neuen Glanz. Wie zerbrechlich die Idylle sein kann, daran erinnert ein Tornadodenkmal, das 2012 im Park errichtet wurde.
Verlassen Sie den Park und die Stadt Großenhain über den Ortsteil Kleinraschütz. Auf halber Strecke nach Zabeltitz passieren Sie Kleinthiemig und Walda. Letzteres war einst ein Rittergut und verfügt über einen hübschen Dorfkern mit Kirche, Mühle und Schloss, indem heute ein Kinderheim untergebracht ist.
Der Schlosspark ist frei zugänglich und einen Abstecher wert. Etwas außerhalb des Nachbarortes Bauda führt Sie der Weg an einer Wassermühle vorbei. Ihr Ursprung soll bereits im 16. Jahrhundert liegen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Baudaer Mühle jedoch umgebaut und vergrößert. Sie ist noch heute in Betrieb.
In dem kleinen Waldstück, das Sie als Nächstes erreichen, überqueren Sie das Flüsschen Röder, das sich hier an einem Wehr gabelt.
Folgen Sie dem Wanderweg, der Sie bald aus dem Wald heraus und direkt zum Palais und Barockgarten Zabeltitz führt.
Seine heutige Form erhielt das Palais von Zabeltitz ab 1728 durch Baumeister Johann Christoph Knöffel, der das bestehende Renaissance-Wohnschloss im Auftrag des Reichsgrafen von Wackerbarth umbauen ließ. Die Ursprünge der Anlage gehen auf eine Wasserburg zum Schutz der alten Salzstraße zurück.
Auch den Garten entwarf Johann Christoph Knöffel ab 1728. Die Anlage ist streng symmetrisch angelegt. Alleen und Heckensäume, kleine Wäldchen und Rondelle mit Sandsteinskulpturen laden zum Lustwandeln ein – ganz, wie es einst die sächsischen Kurfürsten und ihre Jagdgesellschaft taten. Sehr hübsch sind auch die vom Wasser der Großen Röder gespeisten Teichanlagen.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stellte man im Barockgarten repräsentative Sandsteinskulpturen auf, darunter die Brunnenanlagen Riesenkinder, Diana und Apollon. Später ließ Prinz Xaver von Sachsen den Garten um eine „Wildnis“ im englischen Stil erweitern.
Die Dauerausstellung im Foyer des Palais informiert über die Geschichte des Ortes und der Anlage.
Das Palais-Café öffnet vom 1. Mai bis 30. September sonntags von 14-17 Uhr.
Jetzt haben Sie sich eine Stärkung redlich verdient. Wenn Ihnen der Sinn nach traditioneller sächsischer Landhausküche steht, dann kehren Sie am Nordrand des Barockgartens in die Parkschänke ein.
Die Parkschänke in Zabeltitz ist sowohl ein Hotel als auch ein Speiselokal. Übernachtungsgäste und Ausflügler können sich an deftigen Fisch- und Fleischgerichten wie gebackenem Welsfilet, Sächsischem Sauerbraten oder Wildgulasch mit Rotkohl und Klößen laben. Auch vegetarische Spezialitäten stehen auf der Karte. Gemüse und Kräuter kommen überwiegend aus hauseigener Produktion.
In der warmen Jahreszeit werden die Speisen und Getränke auch auf der Sonnenterrasse serviert. Die jüngsten Gäste können sich über den kleinen Spielplatz mit Schaukel freuen. Die Parkschänke verfügt über mehrere Gaststuben und richtet auch Feiern aus.
Im Frühjahr und im Sommer können hier auch Fahrräder ausgeliehen werden. Interessenten sollten sich allerdings mindestens einem Tag im Voraus dafür anmelden.
Eine weitere Restaurant-Empfehlung ist das Wiener Schnitzelhaus. Der Name ist Programm, denn das Lokal bietet vor allem eine Spezialität: Wiener Schnitzel, und zwar traditionell vom Kalb.
Ob im urigen Gastraum oder auf der Terrasse – hier können Sie Ihre Wanderung durchs Sachsenland mit einem kulinarischen Kurztrip nach Wien beschließen.
Sollte Ihnen die Wanderung nach Zabeltitz dann doch etwas zu lang sein, genießen Sie einfach mit allen Sinnen den Stadtpark Großenhain, der wie Phönix aus der Asche zu neuem Leben erwachte und schöner denn je strahlt.
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