Bahnhofstr. 23a
15345 Rehfelde
Quer durchs Rote Luch
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Pyramide in Garzau, die größte Feldsteinpyramide Deutschlands, ist das zentrale Wahrzeichen des ehemaligen Schlossparks. Sie wurde von Graf Friedrich Wilhelm Carl von Schmettau (1743 – 1806), einem preußischen Offizier und Landesherren, im späten 18. Jahrhundert errichtet. Die Pyramide umfasst ein Kellergewölbe, Kammern, einen Hauptsaal, ein Portal und eine Kuppel. Seit dem Jahr 2000 engagiert sich ein Förderverein für den Wiederaufbau und Erhalt des Bauwerks.
Das Gut Garzau, wurde 1779 von von Schmettau gekauft und legte nördlich des Dorfes einen weitläufigen Landschaftsgarten mit zahlreichen Staffagebauten an. Heute ist der Park größtenteils verwaldet, und die ursprüngliche Struktur ist nicht mehr vorhanden. Einige Wege verbinden jedoch noch den Park mit dem Ort und führen unter anderem zur Bergschäferei.
Die Pyramide selbst kann von außen im ehemaligen Schlosspark besichtigt werden. Über die Geschichte und den Wiederaufbau der Pyramide informiert ein Faltblatt, das in der Touristinformation Märkische Schweiz in Buckow erhältlich ist. Außerdem finden regelmäßig Führungen und Konzerte statt, die auf der Internetseite des Fördervereins "Pyramide und Schlosspark Garzau e.V." angekündigt werden.
Besonders empfehlenswert sind die Open-Air-Konzerte, die traditionell am letzten Augustwochenende an der Pyramide stattfinden.
Es folgt eine 9 Kilometer lange Wanderung durch das Rote Luch. Es ist das größte Niedermoor Ostbrandenburgs, erstreckt sich 11 Kilometer zwischen Barnimer Hochland und Lebuser Hochfläche und ist Heimat vieler gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Hier hat das Flüsschen Stobber seinen Ursprung. Seine Eigenart: Es fließt in zwei entgegengesetzte Richtungen ab – zum einen durch die Märkische Schweiz über die Oder in die Ostsee und zum anderen über Spree und Elbe in die Nordsee.
Sie überqueren den Mühlenfließ und gelangen nach gut 3 Kilometern an die Badestelle „Langer See“. Weiter geht es auf geradem Weg zur „Bergschäferei“ auf der Anhöhe Schäferberg. Hier erfolgt die ökologische Bewirtschaftung von alten, langjährig ungenutzten Obstbeständen zur Erzeugung von Keltereiobst. Die Obstflächen werden durch die Rinder und Schafe der Nachbarhöfe beweidet. Auch dienen sie als Standquartier für die Bienenvölker einer Bio-Imkerei.
Schön gelegene Hofanlage im Herzen der Märkischen Schweiz direkt am Fernradweg R1. Zwei Biobetriebe in Kooperation - Schäferei und Landwirtschaft - mit Acker-, Obst- und Waldbau sowie eigener Kelterei. Direktsäfte in Bag-in-Box, Lieferservice nach Berlin, Fruchtweine/Cidre und saisonale Angebote. Dienstleistungen im Bereich Landschaftspflege und Naturschutz, Verkauf von Holzhackschnitzeln, Scheit- und Kamin-Holz.
Im Hofladen werden neben den ökologisch erzeugten Produkten des Landwirtschaftsbetriebes Bergschäferei regionale Spezialitäten aus der Märkischen Schweiz angeboten, die sich durch Qualität, Frische und Geschmack hervorheben:
Schafs-Salami und Schinken von Schafen des Schäfereibetriebes Jörn Brieger
Damwildprodukte von Egbert Müller aus Hasenholz
Pesti, Chutneys und Sirupe der Fa. Einklang, Jahnsfelde
Brotaufstriche von der Land-Streich GbR aus Letschin
Honig der Imkerei Mohr & Müller, Trebnitz
Sauerteigbrote der Holzofenbäckerei Sarah Wiener, Berlin
Suppen der Fa. Wünsch-Dir-Mahl GmbH aus Müncheberg
Getreide & Kartoffeln vom Jahnsfelder Landhof
u.v.m.
Ein schattiger Waldweg führt über 2 Kilometer zu einem Ort der Rast auf einer guten Hälfte der Strecke. Dort erwartet Sie ein Gasthaus, das mit viel Liebe zum Detail nach alter Tradition restauriert wurde: altes Fachwerk mit Lehmverputz, eine herausgearbeitete originale Holzdecke im Jagdzimmer, eine schwarze Küche mit funktionstüchtiger Kochmaschine. Ein etwa 200 Jahre alter Berliner Kachelofen schmückt den Saal.
Das "Wickelstakenhaus" ist mit seiner Ersterwähnung im Jahr 1527 das älteste Gasthaus der Märkischen Schweiz. Nach aufwendiger Restaurierung lädt das "Alte Forsthaus" seine Gäste zu regionalen Köstlichkeiten ein. Den Schwerpunkt legt der Gastronom dabei auf Wild- und Fischgerichte mit regionalen Produkten und Kräutern aus dem eigenen Garten. Die Speisen lassen sich im gemütlich rustikalen Ambiente am Kamin oder im Sommer auf der Terrasse, welche mit einer herrlich alten Linde überdacht ist, genießen.
Nur Barzahlung möglich.
Das „Alte Forsthaus“ befindet sich am westlichen Rand der Gemeinde Waldsieversdorf. Verträumte Stille, ein gepflegtes Ortsbild und Natur pur erwarten die Wandernden im zweitgrößten Ort der Märkischen Schweiz. Sie durchqueren Waldsieversdorf auf der Wilhelm-Pieck-Straße und auf der Dahmsdorfer Straße. Von dort biegen Sie nach rechts in die Sauerkirschallee ein und gelangen zum Wasserturm.
Auf der höchsten Erhebung von Waldsieversdorf befindet sich der 11 Meter hohe Wasserturm. In diesem befindet sich ein 70.000 Liter fassendes Becken mit einem Durchmesser von 3,85 Meter und einer Höhe von 1,90 Meter. Von diesem wurden sämtliche Villen und Landhäuser mit dem Quellwasser aus der Margaretenquelle versorgt.
Heute ist der Wasserturm das Wahrzeichen von Waldsieversdorf und wurde nach einer umfangreichen Restaurierung am 24. Juli 1998 als Aussichtsturm freigegeben. Inzwischen befindet sich auch ein Fernrohr auf der Turmplattform, das einen wunderschönen Ausblick auf Teile der Märkischen Schweiz und des Ortes bietet. Desweiteren kann hier die wassertechnische Ausrüstung des Turmes besichtigt werden.
Der Wasserturm ist einer der vermutlich schönsten Aussichtspunkte in der Region Märkische Schweiz.
Tourentipp
Naturparkroute Märkische Schweiz
Gastrotipp:
Cafe Tilia
Nach dem Ausblick in die Märkische Schweiz kehren Sie auf die Dahmsdorfer Straße zurück und folgen ihr weiter in östliche Richtung. Sie kommen an einer Blumenuhr sowie am Findling vorbei, der mit einem Reliefporträt zum Denkmal für den Ortsgründer Ferdinand Kindermann (1848–1919) gestaltet wurde. Im nahen Café Tilla (Dahmsdorfer Str. 27, Tel. 033433 155377) bietet sich Gelegenheit zur Rast mit hausgebackenem Kuchen.
Sie folgen der Dahmsdorfer Straße weiter, auch wenn sie einen Schwenk nach Süden macht. Dann geht es vorbei am Strandbad Waldsieversdorf und am Haltepunkt der Buckower Kleinbahn, die seit 1897 auf einer knapp 5 Kilometer langen elektrifizierten Schmalspurstrecke Buckow mit Müncheberg verbindet. Gleich am Bahnhof beginnt der Schwarze Weg, der zum John-Heartfield-Haus führt.
John Heartfield (1891–1968), Begründer der politischen Fotomontage, hat 1957 am Großen Däbersee in Waldsieversdorf sein Sommerhaus errichtet. Nach Klärung der Eigentumsverhältnisse konnte die Gemeinde Waldsieversdorf das Grundstück 2008 erwerben, sanieren und als Erinnerungs- und Begegnungsstätte ausbauen.
Im Sommerhaus sind das original eingerichtete Kaminzimmer zu besichtigen und Ausstellungen zum Leben und Werk John Heartfields. In der ehemaligen Garage sind einige seiner bedeutenden Fotomontagen gegen Krieg und Nationalsozialismus zu sehen.
Im Spätsommer 1950 war der Fotomontagekünstler John Heartfield mit seiner Frau aus dem englischen Exil in die DDR übergesiedelt. Er arbeitete für Verlage und Theater, illustrierte Bücher, gestaltete Buchumschläge und Bühnenbilder, u.a. für Bertolt Brecht. Brecht riet dem gesundheitlich angeschlagenen Heartfield zu dem Refugium nahe Buckow. Heartfield pachtete 1957 das Grundstück Schwarzer Weg 12 am Großen Däbersee in Waldsieversdorf und erbaute dort sein Sommerhaus.
Parallel zur Bahntrasse zwischen Buckow und Müncheberg führt ein rund 2,5 Kilometer langer Waldweg zum Bahnhof Müncheberg. Von hier aus geht es mit der RB 26 wieder nach Hause.
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Bahnhof RehfeldeBahnhofstr. 23a
15345 Rehfelde