Bauernstrasse 14
38162 Cremlingen OT Weddel
Rundwanderung ab Weddel durch das Naturschutzgebiet Riddagshausen
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Östlich vor den Toren Braunschweigs liegt das Naturschutz- und Erholungsgebiet Riddagshausen. Seit mehr als 800 Jahren wird in den Teichen Fischzucht betrieben – die ausgedehnte Teichlandschaft legten hier schon Zisterziensermönche des Klosters Riddagshausen an.
Heute lässt sich auf dem 7 Kilometer langen Rundweg „Natur erleben“ oder von einem der Aussichtspunkte eine beeindruckend vielfältige Tier- und Pflanzenwelt aus nächster Nähe beobachten: In dem abwechslungsreichen Lebensraum aus Stauteichen, Bruchwald, Feuchtwiesen, Heckenstreifen, Magerrasen und alten Eichenbeständen sind Seeadler, Libellen, Schmetterlinge sowie unzählige Pilz- und Pflanzenarten beheimatet. In den Schilf- und Weidengürteln leben seltene Vogelarten wie Rohrweihe, Zwergtaucher und Eisvogel. Für durchziehende Vögel sind die naturnahen Teiche ein wichtiger Rastplatz.
Besonderer Anziehungspunkt ist das Freigehege mit Damwild, in dem sich wenig scheue Hirsche beobachten lassen. Eine eindrucksvolle Sammlung verschiedenster Bäume aus aller Welt ist im Arboretum zu bestaunen.
Im Naturerlebniszentrum Haus Entenfang warten Spaß und viele Informationen auf große und kleine Naturinteressierte.
Im NSG sind regelmäßig Ranger mit dem Fahrrad unterwegs, die auch als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen bereitstehen.
Der Weg führt weiter vorbei an der Natur-Erleben-Station „Libellen – Flugkünstler über dem Wasser“.
Gleich gegenüber dem ehemaligen Schapener Bahnhof lädt das traditionsreiche Gasthaus „Schäfer‘s Ruh“ zum Einkehren und Entspannen ein. Seit 1907 hat sich das gemütliche Ausflugslokal zu einer Braunschweiger Institution für Gäste des Naturschutzgebietes Riddagshausen und der Buchhorst entwickelt. Serviert werden hausgemachte Flammkuchen, süße Strudel, Eis, Getränke und Kuchen frisch aus der Backstube. Am Wochenende wird vormittags eine beliebte Frühstückskarte angeboten.
Auf dem Dr.-Berndt-Weg – benannt nach dem Ornithologen Rudolf Berndt, der sich für den Erhalt des Naturschutzgebietes nach dem 2. Weltkrieg einsetzte – geht’s weiter bis zum Fischerweg, hindurch zwischen Mittelteich und Schapenbruchteich.
In den Teichen rund um das Kloster Riddagshausen wird seit mehr als 800 Jahren Fischzucht betrieben. Heute werden in den noch immer bewirtschafteten Teichen mehr als 20 verschiedene Fischarten gezüchtet. Mitten im Naturschutzgebiet zwischen Mittelteich und dem nicht mehr für die Fischzucht zugelassenen Schapenbruchteich liegt das Fischgut Riddagshausen mit dem denkmalgeschützten Fischerhaus. Ganzjährig wird hier frischer Speise- und Räucherfisch zum Verkauf angeboten. Der Fang stammt hauptsächlich aus den Riddagshäuser Teichen.
Von der Beobachtungsplattform eröffnen sich fabelhafte Ausblicke auf das Riddagshäuser Naturschutzgebiet und die Teiche. Bevor der Spaziergang weiter in den sehenswerten Ortsteil Riddagshausen führt, können im Nehrkornweg 1 im Café „Teetid“ 31 Teesorten in ländlichem Ambiente genossen werden.
Im Jahr 1145 gründeten Mönche des Zisterzienser-Ordens vor der Stadt Braunschweig, auf dem historischen Jakobsweg nach Santiago de Compostela, ein Kloster an der Wabe. Sie machten das sumpfige Gelände urbar und legten Fischteiche an – die Vorgänger des heutigen Naturschutzgebietes Riddagshausen. Den Namen übernahmen sie von dem benachbarten Dorf "villam qui dicitus Ritdageshvsen", das ihnen geschenkt wurde.
Die im Jahr 1275 geweihte Klosterkirche St. Mariae zählt nach dem Magdeburger Dom zu den ältesten gotischen Bauwerken Deutschlands. Die schlichte dreischiffige Basilika beeindruckt mit ihrer großartigen Akustik, deren Nachhallzeit sogar die des Kölner Doms übertrifft. Im Hohen Chor befindet sich das Grab des Abtes Jerusalem, dessen Geschichte Goethe zu seinem Werk "Die Leiden des jungen Werther" inspirierte. Die heutige Ausstattung stammt hauptsächlich aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Seit der Reformation wird das Gotteshaus als evangelische Gemeindekirche genutzt.
Erhalten sind von der ursprünglichen Klosteranlage neben der Klosterkirche auch das mittelalterliche Torhaus mit dem heutigen Zisterzienser-Museum, ein Stück Klostermauer, sowie die Frauen- bzw. Fremden- und Siechenkapelle.
Wie perfekter Landbau mit Heilkräutern, Obst und alten Gemüsesorten geht, wird anschaulich im kostenfrei zugänglichen Klostergarten gezeigt.
Auf dem Rückweg bietet sich ein Abstecher zur Baumsammlung des Arboretums und zum Damwild im Schaugehege an. Wer zum Wanderausklang zünftig speisen möchte, findet an der Buchhorst, dem früheren Jagdrevier der Braunschweigischen Herzöge, im Landgasthaus „Grüner Jäger“ in der Ebertallee 50 eine passende Adresse. Von hier geht es zurück zum Bahnhof Weddel.
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