Dorfstr.
17268 Temmen-Ringenwalde
Eine Wanderung von Ringenwalde nach Neu Temmen
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Lutz Kommallein arbeitet schon seit einigen Jahren mit Schiefer und ist von dem Material fasziniert.
Als Bildhauer und Künstler schuf er zuerst Stabfiguren und Wand-Objekte aus Schiefer, ehe er sich 2006 der Entwicklung von Möbelobjekten aus dem Material zugewandt hat. Die Möbelobjekte aus Schiefer sind von kommalleindesign entwickelt und konstruiert. Jedes Produkt ist ein Unikat, ein Prototyp oder editiert. Die unbegrenzte Haltbarkeit des Schiefers, die zeitlose Eleganz und Ästhetik des Materials, die Reduziertheit und Klarheit der Form machen die Möbel besonders und unverwechselbar.
weiteres Arbeitsspektrum:
Bildhauerische Werke aus verschiedenen Materialien: Granit, Blech ,Draht ,Holz
Wandbezogene Arbeiten auf Eisen und Holzflächen
Druckgrafik : größere Linoltiefdrucke , Prägungen, Aquarellmalerei bis 1,90 m
Nun geht es zurück über die Kreuzung der Landstraße L23. Gut 100 Meter weiter an der Dorfstraße steht das Fachwerkhaus der alten Bäckerei. Hier haben der Infoladen und die Heimatstube von Ringenwalde ein schönes Domizil. Gäste können auf eine kleine Zeitreise gehen und allerhand Utensilien aus Urgroßmutters Zeiten kennenlernen.
Einen Einblick in das häusliche Leben auf dem Dorf und eine Reise in die Vergangenheit bieten die Einrichtungsgegenstände aus dem 19./20. Jahrhundert im Dorfmuseum Ringenwalde. Mit einer Küche, einem Wohnzimmer und einem Schlafzimmer.
Wenige Schritte sind es zur 1280 geweihten Feldsteinkirche; das Kirchenschiff stammt noch aus dieser Zeit. Werfen Sie einen Blick in die offene Kirche, können Sie drei wertvolle Glasgemälde aus dem Jahr 1599 entdecken, der Kanzelaltar stammt von 1759. Gegenüber der Kirche steht die überlebensgroße Holzskulptur „Friedensgöttin“. Sie wurde aus der „Friedenseiche“ geschnitzt, die Ringenwalder 1870 anlässlich des Sieges im Deutsch-Französischen Krieg pflanzten.
Von der Dorfstraße führt linker Hand ein Weg in den Schlosspark. Der Ort hatte einmal ein Schloss, das der Grafenfamilie Saldern-Ahlimb gehörte, einem Adelsgeschlecht, dessen Wurzeln sich bis in die Raubritterzeit zurückverfolgen lassen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Lazarett genutzt, doch kurz vor dem Einrücken der Roten Armee 1945 sprengten die Nazis das Gebäude. Überdauert hat der Schlosspark.
Der Ringenwalder Schlosspark der Grafenfamilie Saldern-Ahlimb wurde um 1850 nach Plänen von Peter Joseph Lenné neu gestaltet. Noch heute ist die Handschrift des großen preußischen Gartenkünstlers zu erkennen mit verschlungenen Wegen, einzelnen Baumgruppen, Sichtachsen und künstlichen Wasserläufen. Im Park hat sich die Grafenfamilie 1904 auch eine Erbbegräbnisstätte im neogotischen Stil errichten lassen.
Am Ende des Parks steht ein Riesenfindling, der in vorchristlicher Zeit zu Opferzwecken gedient haben soll. Im Volksmund „Teufelsstein“ genannt, gibt es über den etwa 66 Tonnen schweren Findling eine Sage: Ursprünglich sollte das Kloster von Chorin in Ringenwalde errichtet werden. Die Mönche hatten bereits die Kirche fertig. Der Teufel aber wollte den Klosterbau verhindern, griff einen riesigen Stein und schleuderte ihn auf die Kirche. Der Brocken verfehlte zwar sein Ziel, doch die aufgeschreckten Mönche verließen den Ort Richtung Chorin.
Im Juni 2025 wurde der Park durch ein Unwetter stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufräumarbeiten dauern an.
Nun geht es am Ende des Parks auf der Templiner Straße hinaus aus dem Ort – leider ein Stück auf der Landstraße. Etwa 1,6 Kilometer sind es, bevor Sie rechts nach Hohenwalde abbiegen können. Ein schöner Weg durch Wald und Flur bringt Sie in den kleinen Ort mit Kunstgenuss.
Entlang von Feldern geht es nun Richtung Neu Temmen vorbei am „Schlafenden Riesen“. Das ist ein Findling, der ebenfalls mit dem Teufel zu tun hat. Seine Geschichte wird im Uckermärkischen Mythengarten erzählt, wo Sagen und Legenden der Uckermark an vielen Plätzen lebendig werden: Der rund 24 Tonnen schwere Stein sei ein eingeschlafener Riese, der im Auftrag des Teufels auf einen Schäfer wartet …
Zum Dorf gehört das Gut Temmen, das einst derer von Arnim zu Groß Fredenwalde gehörte und heute ein moderner Landwirtschaftsbetrieb mit Hofladen ist.
In der südlichen Uckermark, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, wirtschaftet
der Betriebsverbund Gut Temmen im ökologischen Landbau. Das Gebiet umfasst
sieben Seen und beherbergt eine Vielfalt an seltenen Tieren und Pflanzen, die durch
die Art der Bewirtschaftung erhalten und gefördert werden.
Rund 1500 Rinder leben ganzjährig im Freien. Die Schlachtung erfolgt per Weideschuss – ohne Lebendtransporte, in vertrauter Umgebung. Das sorgt für mehr Tierwohl und höchste Fleischqualität. Die Nachzucht von 15 Muttersauen und einem Eber wächst in tiergerechten Ställen heran. Durch den Anbau von vielfältigen Getreidesorten, Klee und Luzerne wird die ökologische Produktion vervollständigt.
Im Hofladen des Gut Temmen werden, neben einer Auswahl an Bio-Produkten des täglichen Bedarfs, auch hauseigene Wurst- und Fleischspezialitäten vom Temmener Edelschwein und Weiderind angeboten. Besonders geschätzt ist das Weideschussfleisch vom Rind und die Temmener Stracke, eine luftgetrocknete Mettwurst vom Schwein. Kleine Snacks, Getränke und Kaffee werden ebenfalls angeboten.
Tipp:
Klassiker wie die Temmener Stracke und der Temmener Feldkieker lassen sich bequem über den Onlineshop bestellen. Die Lieferung erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands via DHL.
Im einstigen Gutshaus von Neu Temmen laden heute Ferienwohnungen zum Bleiben ein. Gleich daneben zieht auf der höchsten Erhebung des Gutsdorfes die hübsche Fachwerkkirche von 1749 alle Blicke auf sich. Sie ist etwas ganz Besonderes und einmalig in Deutschland: eine Naturschutzkirche. In der bisher einmaligen Kooperation von Naturschutzbund Deutschland NABU und evangelischer Kirche werden hier der Dialog zwischen Religion und Naturschutz gepflegt und Projekte angestoßen. Ging es anfangs um die Gestaltung von Fledermausquartieren, Feuchtwiesen und Wanderwege, bringt die Kirche heute Menschen zusammen zu solchen Themen wie u.a. nachhaltige Landwirtschaft und Energie, Artenvielfalt, inklusive und hochwertige Bildung für alle.
Mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gelegen, eingebettet in Hügel, Wälder und Seen besitzt Neu Temmen eine alte Fachwerkkirche – und viel Natur.
Die Pforten der Kirche öfnen sich regelmäßig für Veranstaltungen und Gottesdienste rund um die Themenfelder Natur-Mensch-Gott. In einer deutschlandweit einmaligen Kooperation von NABU und evangelischer Kirche werden in der NABU-Kirche Neu Temmen Diskussionen angestoßen, Fakten vermittelt und Argumente getauscht zu wichtigen Themen der Entwicklung unserer Region. Oft wird aber einfach nur gemeinsam gesungen, gebetet und Kaffee getrunken.
Hinter dem Ort Richtung Süden in einem Buchenwaldstück erhebt sich der 109 Meter hohe Kienberg mit dem Funkmast, der lange militärisch genutzt wurde. Ein Feuchtgebiet schließt sich an, rechts mit kleinem Tümpel, links mit der „Teufelsposse“, einem mit Erlen bewachsenen Moor. Es geht nach Poratz rein, einem von liebevoll sanierten Fachwerkbauten geprägten, einstigen Köhlerdorf. Es wurde bereits 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Eine Kopfsteinpflasterstraße führt zur Weggabelung Poratzer Kreuz, an der Sie sich rechts halten. Sie wandern vorbei am Kleinen Kelpinsee mit seinen Seerosenteppichen, an 200 Jahre alten Linden und erreichen schließlich wieder Ringenwalde.
Jetzt haben Sie sich eine Stärkung verdient! Beste Gelegenheit für eine Rast bietet sich gleich an der Kreuzung Dorfstraße/Templiner Straße mit dem Landgasthof „Zum Grünen Baum“.
Hier erwarten Sie 40 Plätze in zwei individuell eingerichteten gemütlichen Räumen, einer davon mit Kamin. Zubereitet wird eine feine Landhausküche mit saisonalen und regionalen Produkten aus der Region, hausgemachter frischer Blechkuchen und köstliches Bauernhofeis aus der Käserei Wolters in Bandelow. Die kreative Verwendung von Wildkräutern je nach Saison macht unsere Gerichte bunt und beliebt. Zusätzlich gibt es einen Infoladen mit Informationen (Wanderungen, Radtouren etc.) rund um die Uckermark und ein hauseigenes "Kaufmannslädchen" im Gasthof, auch mit vielen regionalen und Bioprodukten, sowie Produkte des täglichen Bedarfs und regionales Kunsthandwerk.
Tipp: Catering bis zu 200 Personen nach individueller Absprache möglich
Von hier sind es nur ein paar Schritte zurück zur Bushaltestelle Ringenwalde, Dorf.
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Bushaltestelle Ringenwalde, DorfDorfstr.
17268 Temmen-Ringenwalde