Am Bahnhof 6
14827 Wiesenburg
Durch den Hohen Fläming auf der Nordroute des Kunstwanderwegs
Eine Wandertour für Familien, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Schlosspark Wiesenburg - wichtigstes Gartendenkmal zwischen Potsdam und dem Dessau-Wörlitzer-Gartenreich - ist ein bedeutendes Zeugnis der Gartenkunst des 19. Jahrhunderts.
Seine besondere Prägung erhielt der Park, neben der Einbeziehung der Landschaft des Flämings, durch die Verwendung seltener Gehölze, vor allem Koniferen, die noch heute einen wesentlichen Wert des Parks darstellen. Es entstanden ab 1863 ein Parterre, schöne Gehölzformationen, Teiche und ein vielfältiges Wegesystem, außerdem verschiedene Sichtachsen sowie eine Fasanerie im Waldteil des Parks. Einige Anzeichen deuten darauf hin, dass Gustav Meyer, Gartendirektor Berlins und Schüler Lennés, bei der Errichtung des Parterres mitwirkte.
Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung begann die Kommune als Eigentümerin 1986 mit der Restaurierung des schlossnahen Parkteils. Bis heute sind so ein Großteil der Gesamtanlage restauriert. 2016 wurde das Erbbegräbnis im Waldteil wiederhergestellt, 2018 der Tennisplatz im zentralen Park abgebrochen. Ein Besuch Wiesenburgs lohnt nicht nur wegen des Parks, sondern auch wegen des sanierten und umgestalteten Schlosses. In den Jahren 2022 und 2023 wurde das Schlossumfeld barrierei umgestaltet.
Führungen werden über die Touristerei im Rathaus Wiesenburg vermittelt. Hier ist auch ein Buch mit wunderschönen Bildern und interessanten Texten über den Schlosspark Wiesenburg erhältlich.
Das prachtvolle Schloss kann nur von außen besichtigt werden, heute befinden sich darin Eigentumswohnungen. Öffentlich zugänglich sind jedoch das Torhaus mit der Tourist-Information sowie der Aufstieg zum Burgturm. Wenn Sie sich für die nächste Wanderetappe stärken möchten, empfehlen sich beispielsweise Simones Café am Schloss oder die Schlossschänke „Zur Remise“.
Gleich hinter Wiesenburg kommt es zu einer „unverhofften Begegnung zweier Stiefel mit der Großen Rummel“, so der illustre Titel des Kunstwerks, auf das Sie hier treffen. Weiter geht es über Felder und durch ein Waldstück nach Schlamau. Die Route verläuft nun durch die reizvollen Schlamauer Berge mit den „Sieben Bögen“ und durch so genannte „Rummeln“, das sind tiefe Trockentäler aus der letzten Eiszeit. Durch den Wald geht es dann weiter Richtung Schmerwitz zur Töpferei Königsblau. Im Töpfer-Café ist Zeit für eine Rast.
In der Königsblau-Töpferei in dem kleinen Ort Schmerwitz können Sie das Töpferhandwerk erleben. Die Gefäße werden hier auf der Töpferscheibe gedreht und in Handarbeit bemalt und glasiert. Ein Blick in die Werkstätten auf dem Gutshof Schmerwitz ist möglich. Im Töpferladen finden Sie eine reichhaltige Auswahl an Geschirr und viele Geschenkideen zu jedem Anlass. Nebenan in der Gutsküche kann man sich bei Kaffee, Kuchen oder eine kleinen, feinen Auswahl regionaler Gerichte stärken.
Von Schmerwitz führt die Route durch Wald und über die Felder, vorbei am „Wasserfall-Kunstobjekt“, in den Nachbarort „Hagelberg“. Die herrliche Aussicht vom gleichnamigen, 200 m hohen eiszeitlichen Hügel lohnt unbedingt den Aufstieg.
Gleich hinter Hagelberg lauert eine Schlange aus Stein - ein weiteres Kunstobjekt wie auch ein paar Kilometer weiter die Holzskulptur „Unter Kiefern“. Von Hagelberg bis Bad Belzig verläuft die Route überwiegend durch Wald und nach etwa 5 km erreichen Sie den pittoresken Kurort. Hier geht es noch einmal hoch hinaus, auf den Turm der Burg Eisenhardt, wo Sie wieder mit einer fantastischen Aussicht belohnt werden. Nehmen Sie sich anschließend noch etwas Zeit für eine Burgbesichtigung. Tipp: die Schokostube und das Café in der Chocolateria.
Die Burg Eisenhardt befindet sich auf einem spornartig auslaufenden Höhenrücken des Flämings im Südwesten Bad Belzigs. Auf dem Burgberg finden sich Spuren der 3000jährigen Baugeschichte. Ab 1993 wurde z.B. die romanische Burgkapelle ausgegraben. Zur Mitte des 15. Jahrhunderts errichteten die Kurfürsten von Sachsen eine Festung (1465 „Eisenhardt“). Zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Anlage zu einer wehrhaften Schlossanlage umgebaut. Das Torhaus stellt mit seinem Zellengewölbe eine einzigartige Verbindung sächsischer Festungs- und Schlossbaukunst dar. Die „Eisenhardt“ wurde 1636 von Schweden zerstört. Umfangreiche Sanierungen sind für das Ende des 17. Jahrhunderts bezeugt. Nach einem Besuch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. 1849 wurden auf dessen Anweisung hin umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Burg ausgeführt. Vom Winter 1989 bis 2008 wurde die Anlage umfassend saniert.
Das Heimatmuseum befindet sich im spätgotischen Torhaus der Burg Eisenhardt. Sie finden z.B. Informationen über die Geschichte der Burg und der Landwehrschlacht bei Hagelberg 1813. Zur Ausstellung gehört auch die Darstellung der Reichsschule der Technischen Nothilfe und des Frauenkonzentrationslagers „Roederhof“ Belzig.
Der Burgturm bietet eine schöne Aussicht auf die Stadt und die Fläminglandschaft.
Das Heimatmuseum bietet neben Führungen auch Erlebnisprojekte für jeden Anlass an. In voller Kampfrüstung geht es in ein besonderes Mittelaltererlebnis.
Wenn Sie noch Zeit haben, bummeln Sie ein wenig durch die Altstadt, wo Sie auch zahlreiche Restaurants vorfinden, so z. B. das "Cascada" (Steakhaus, Pizzeria & Cocktailbar) in der Straße der Einheit 30 oder das indische Restaurant „Anokha“ in der Wiesenburger Straße 16.
An der sehenswerten Postmeilensäule aus sächsischer Zeit südlich der Altstadt in der Bahnhofstraße lädt das Eiscafé „Zur Postmeile“ zu selbstgemachten Eiskreationen ein.
Das Café "Zur Postmeile" in Bad Belzig bietet eine Auswahl von bis zu 24 verschiedenen hausgemachten Eisspezialitäten, selbstgebackenen Kuchen, Kaffee- und Teespezialitäten im Eiscafé und naturbelassenes Bier aus dem Burgbräuhaus nebenan - so kann man den Besuch von Bad Belzig genussvoll abschließen. Seit Dezember 2015 ist der erste selbstgebrannte, in Fässern gereifte Whiskey erhältlich.
Um zum Bahnhof Bad Belzig zu gelangen, können Sie nun einfach der Bahnhofstraße folgen. Aussichtsreicher ist aber der Kunstwanderweg, der sich hinter den Bahngleisen noch mal hinaufschwingt und eine herrliche Aussicht auf Bad Belzig gestattet. Sie kommen am Roger-Loewig-Haus vorbei, einem Schweizerhaus, das ein Museum zu Leben und Werk des Malers, Zeichners und Dichters beherbergt, der sich hier häufig aufhielt. Dann führt die Route wieder hinab zum Bahnhof.
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Bahnhof Wiesenburg (Mark)Am Bahnhof 6
14827 Wiesenburg