Fritz-Hesse-Str. 47
06844 Dessau-Roßlau
Rundwanderung durch das Biosphärenreservat Mittelelbe
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Kornhaus ist eine beliebte Ausflugsgaststätte direkt an der Elbe. Der markante gläserne Wintergarten ist fast kreisrund und stellt das Markenzeichen des Baus dar. Die einzigartige Lage am Elbdamm ermöglicht einen spektakulären Blick über die Elbniederung.
Das Kornhaus gehört zu den Dessauer Bauhausbauten und wurde 1929/30 von Carl Fieger im Auftrag der Stadt Dessau und der Schultheiss-Patzenhofer Brauerei entworfen. 2012 wurde das Kornhaus umfassend instand gesetzt und in einen möglichst originalgetreuen Zustand versetzt. Das Kornhaus bietet ein Restaurant, einen Saal, die Carl Fieger Stube, die Elbterrasse sowie den Elbgarten.
Auf der Speisekarte stehen deutsche Gerichte, breite vegetarische Angebote, Ausgewähltes der mediterranen Küche sowie leckere Torten und Kuchen. Regionalität wird dabei großgeschrieben.
Seinen Namen verdankt das Kornhaus übrigens einem Kornspeicher, der an gleicher Stelle zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Nachdem der anhaltische Kornhandel Mitte des 19. Jahrhunderts zum Erliegen kam, wurde in den verbliebenen Gebäuden ein Ausschankbetrieb mit Restauration betrieben. Die Lokalität entwickelte sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel. Das zwischenzeitlich errichtete Gebäude im Schweizer Landhausstil wurde den Anforderungen nicht mehr gerecht und so entstand 1930 der heute noch erhaltene Bau.
Das Kornhaus ist barrierfrei hergerichtet.
Ab hier folgt ein Lehrpfad durch das Naturschutzgebiet Mittelelbe mit Auen, Wasserwäldern und seltenen Tiere wie Biber, Seeadler und Wildkatze. Die Tour führt weiter durch die einzigartige Elbauenlandschaft ein ganzes Stück an der Elbe entlang nach Aken (Elbe).
In der einstigen größten Schifferstadt an der Elbe ist die Verbundenheit zum Wasser und zur Elbschifffahrt an vielen Stellen sichtbar – ob am Pegelhaus, an der Gierfähre oder an den Häusern der Schiffseigner und Bootsleute in der Altstadt. In Aken gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten, z.B. „Naumann’s Schuppen“ mit Biergarten direkt an der Elbe (April–Oktober Fr–So, Tel. 0151 5064 9223). An der nächsten Station ist Erholung angesagt.
Der Kneipp Wasser- und Gesundheitspark bietet neben einer Kräuterinsel ein kühles Wassertretbecken für angespannte Waden von einer Wanderung oder Radtour. Kinder können an dem der Elbe nachempfundenen modellierten Wasserlauf experimentieren. Nebenan befinden sich Sitzplätze für ein Picknick sowie eine E-Bike-Ladestation mit Luftpumpe.
Der Rückweg führt von Aken nach Dessau durch die Innenstadt oder gleich durch die Fährstraße und rechts ab auf den Elberadweg, der parallel zur Dessauer Landstraße verläuft. Linker Hand führt die Route an der Binnendüne Aken vorbei und schließlich nach Großkühnau.
Schloss und Landschaftspark Großkühnau sind die jüngste Anlage und westlicher Abschluss des nach englischem Vorbild gestalteten Gartenreiches Dessau-Wörlitz. Das Ensemble begeistert mit seiner malerischen Lage am Südufer des Kühnauer Sees. Im Spätbarockstil für Prinz Albert von Anhalt-Dessau im Jahr 1754 erbaut, wurde das Schloss später teilweise klassizistisch verändert. Der Dessauer Prinz soll von schwieriger Natur gewesen sein – ein Grund dafür, dass er sein Schloss am äußersten Rand der Stadt errichten musste. Bis auf den Festsaal waren alle Räume solide und bescheiden eingerichtet.
Heute hat die Verwaltung der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz dort ihren Sitz, eine öffentliche Besichtigung ist nicht möglich.
Der Schlosspark ist ein klassischer Landschaftspark des frühen 19. Jahrhunderts, in dem sich naturnahe Bereiche, künstlich angelegte Inseln, Ausblicke und Kleinarchitekturen abwechseln. Das romantische Weinberg-Schlösschen auf dem Terrassenweinberg bildet den Mittelpunkt der Anlage mit Ausblick auf den See. Der Park ist ganzjährig kostenfrei zugänglich und bietet eine idyllische Umgebung zum Entdecken und Entspannen.
300 Meter nordöstlich sind Reste der slawischen Wallburg Kühnau auf einer kleinen Insel in den sogenannten Burgwallwiesen zu erkennen. Dort, wo sich heute der See befindet, floss zur Errichtungszeit der Burg die Elbe entlang. Nach Überschwemmungen und der Verlagerung des Flusses wurde die Burg in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben.
Der Rückweg führt auf dem Auenpfad am südlichen Ufer des Kühnauer Sees zum Mühlenweg und weiter über Elballee und Ebertallee zum Hauptbahnhof Dessau.
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