Bahnhofstr.
51503 Rösrath
Relikten des Bergbaus auf der Spur
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Abenteurer
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Franziska-Schacht ist eine der letzten sichtbaren Spuren der Bergbautradition auf dem Lüderich. Die Gruben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts hatte so fantasievolle Namen wie Bergsegen, nahe Hoffnungsthal, Grube Aurora, Grube Wallenstein oder Grube Peter. Der noch vorhandene filigrane Förderturm von 1892 nimmt sich gegenüber den riesigen Fördertürmen im Ruhrgebiet wie ein Zwerg aus. Allerdings sorgte er für den Zugang zu einem Schacht in 237 Metern Tiefe. Dank einer umfangreichen Restaurierung im Jahr 2001 wird der Turm noch auf lange Zeit erhalten bleiben und kann jederzeit besichtigt werden. Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus suchten Römer Blei- und Silbererz an diesem Ort, der immer wieder mit den jeweils neuesten technischen Mitteln erschlossen wurde. 1978 wurde die Grube endgültig geschlossen. Infotafeln geben Auskunft über die Bergbaugeschichte an diesem Ort.
Weiter führt die Wanderung in Richtung Norden durch den Wald bis zu einem Punkt, an dem der Weg endet. Hier befinden sich kurz hintereinander zwei symbolische Orte, die eng mit dem Bergbau verbunden sind.
Man muss genau hinschauen, um die Marienhöhle auf dem Lüderich zu entdecken. Das liegt daran, dass es sich hierbei um keine natürliche Höhle handelt. Vielmehr war es ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg nutzte die Grubenwehr den Bunker als Übungs- und Trainingsraum. Mit dem Aus für den Erzbergbau am Lüderich 1978 geriet auch der Bunker in Vergessenheit. Auf dem einstigen Gelände des Bergwerks entstand dann der Golfplatz - der Bunker blieb. Der massive Betonbau trotzte einem Abriss. So kam die Idee auf, nach dem Vorbild des Pilgerortes Medjugorje in Bosnien-Herzegowina einen Ort der Marienverehrung zu schaffen, zu dem auch ein Kreuz auf einem benachbarten Berg gehört. Im vorderen Raum des Bunkers befindet sich eine Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Die Marienstatue steht in einem lichtdurchfluteten Schacht, der früher als Notausstieg diente. Hier kann man innere Einkehr halten.
Wenige Meter oberhalb der Marienhöhle steht als ein Symbol des Glaubens und Gedenkens auf der nördlichen Kante der Bergwerkhalde, nahe dem Hauptschacht der Erzgrube Lüderich, das 15 Meter hohe Barbarakreuz als "Zeichen des Heils und der Hoffnung". Einmal im Jahr zieht eine Prozession hinauf zum Gottesdienst am Kreuz.
Vom Barbarakreuz geht es wieder zurück zur Straße Am Hauptschacht. Hier befindet sich der Eingang zum Golfplatz „Der Lüderich“.
Das Gelände des heutigen Golfplatzes „Der Lüderich“ war einst ein Bergbaugelände. Der Platz bietet eine 18-Loch-Anlage mit Driving Range und Indoor-Halle. Von hier bietet sich eine schöne Aussicht auf das Sülztal. Im Areal des Golfplatzes befindet sich auch ein Bistro, auf einer Sonnenterrasse kann man etwas trinken und den Ausblick genießen (Di - So 12.00 – 18. Uhr). An dieser Stelle befand sich einst der Hauptbetriebspunkt des Grubenfeldes Lüderich. Zeitweise war hier der Sitz einer der größten deutschen Erzgruben. Als Zeuge aus dieser Zeit steht am Eingang zum Golfclub ein Förderturm, dessen Seilscheiben andeuten, wo es in die Tiefe ging. Er wurde 1936 als Ersatz für einen veralteten Vorgänger errichtet und war bis 1978 in Betrieb. Daneben sind auch Teile einiger Gebäude der Aufbereitungsanlage erhalten.
Für den Rückweg bietet sich zur Abwechslung ein Wanderweg entlang des Flüsschens Sülz an. Er trifft am Rathausplatz auf die Hauptstraße, und die wiederum auf die Rotdornallee zum Bahnhof. An warmen Tagen bietet sich zum Abschluss ein Sprung ins Wasser des Freibades von Hoffnungsthal am Hovwer Weg (siehe Hinweg zum Franziska-Schacht) an.
Im Zentrum von Hoffnungsthal bietet sich das „Brauhäuschen“ für eine abschließende Rast an. Hier gibt es Schnitzel in verschiedenen Variationen und andere Gerichte der deutschen Küche.
Ein kurzer Weg die Straße entlang, kommt der Bahnhof auch schon in Sicht.
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Bahnhof HoffnungsthalBahnhofstr.
51503 Rösrath