Mannheimer Str. 14
67098 Bad Dürkheim
Von Bad Dürkheim nach Neustadt an der Weinstraße
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Ruine Wachtenburg ist das Wahrzeichen der Stadt Wachenheim. Sie wird auch „Balkon der Pfalz“ genannt – wer einmal den Burgturm erklommen hat, versteht warum. Der atemberaubende Ausblick reicht weit über die Rheinebene, bei klarer Sicht sogar bis zum Odenwald.
Auf der Burg gibt es eine gemütliche Weinschänke mit Aussichtsterrasse und Pfälzer Küche. In dem kleinen Museum ist neben einer Sammlung von Fundstücken auch ein Modell der Burg zu sehen, das ihr mutmaßliches Erscheinungsbild vor der Zerstörung zeigt.
Die 1257 erstmals urkundlich erwähnte Wachtenburg war das Hochzeitsgeschenk des ersten römisch-deutschen Königs aus dem Hause Habsburg, Rudolf I., an seine Tochter Mathilde. 1375 wurde sie im Krieg zwischen Graf von Leiningen und den Städten Mainz, Worms und Speyer stark beschädigt und 1470 von Kurfürst Friedrich I., dem Siegreichen, endgültig zerstört. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg sprengten 1689 französische Truppen den Bergfried – die Hälfte des Turmes blieb jedoch erhalten und ermöglicht heute den schönen Ausblick. Seit 1984 gehört die Wachtenburg der Stadt Wachenheim, um ihre Sanierung und Pflege kümmert sich der Förderkreis zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg e.V.
Das Burggelände ist ganzjährig und durchgehend geöffnet, der Eintritt ist kostenfrei.
Der Weg führt wieder hinunter nach Wachenheim und weiter zum Aussichtspunkt „Schönste Weinsicht der Pfalz“ (Odinstalweg, 67157 Wachenheim). Durch die Weinberge geht es nun Richtung Deidesheim. Kurz nach Überqueren des Moosbachs verlässt man den Mandelpfad, um auf dem Pfälzer Weinsteig via Marktplatz zum Deidesheimer Schloss zu gelangen.
Das ehemalige Schloss Deidesheim liegt im historischen Stadtkern nahe des Marktplatz, auf dem jedes Jahr im August die Deidesheimer „Weinkerwe“ gefeiert wird.
Im Restaurant Schloss Deidesheim lädt eine bezaubernde Gartenterrasse zum Verweilen ein. Umgeben von mittelalterlichen Mauern und unter schattenspendenden Bäumen, lässt es sich hier in der warmen Jahreszeit bei einem Riesling oder einem Winzertraubensaft wunderbar entspannen. Auf der Speisekartestehen Klassiker wie Pfälzer Handkäs’ mit Musik, Wurstsalat und Elsässer Flammkuchen. Ab Mai gibt es bei schönem Wetter auch einen Ausschank im Schlosspark.
Im Dezember findet auf dem Gelände ein Weihnachtsmarkt statt und die gemütliche
Weinstube ist geöffnet.
Das ehemalige Schloss Deidesheim ging aus einer im 12. Jahrhundert errichteten Wasserburg hervor. Sie war Besitz der Bischöfe von Speyer und Verwaltungssitz des Amtes Deidesheim. Nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde ihre Ruine 1689 teilweise mit einem Barockschloss überbaut. 1794 wurde das Schloss von französischen Truppen geplündert, seine Überreste Anfang des 19. Jahrhunderts mit Bürgerhäusern überbaut. In einem der Gebäude befindet sich heute die Weinstube & Gartenterrasse Schloss Deidesheim.
Auf dem Pfälzer Weinsteig führt der Mandelpfad nun via Königsbach nach Gimmeldingen, der Hochburg der Mandelblüte.
Die Mandelblüte ist das Pfälzer Pendant zur japanischen Kirschblüte. Wie im Land des Lächelns wird die kurze Phase der Blüte zum Feiern und Fotografieren genutzt. Jeden März zieht das Mandelblütenfest in Gimmeldingen Tausende in seinen Bann. Rund 2500 Mandelbäume tauchen den kleinen Weinort und die Landschaft drumherum in ein zauberhaftes Zartrosa.
Ein Besuch des ganzjährig zugänglichen Mandel-Lehrpfads lohnt sich besonders zur Blütezeit. Der Eingang ist am rosa Tor vis-à-vis von „Blumen Schupp“. Hier erfährt man Wissenswertes über die Kulturgeschichte und den Anbau des Mandelbaums. Die unterschiedlichen Bäume sind mit Infotafeln versehen, die über die jeweilige Mandelsorte und ihre Beschaffenheit Auskunft geben.
Die Mandel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde und stammt wahrscheinlich aus Südwestasien. Von dort kam sie mit Händlern in den Westen. In die Pfalz brachten sie vor circa 2000 Jahren die Römer: Im milden Klima der heutigen Deutschen Weinstraße bauten sie neben Weinreben auch die ersten Mandelbäume an.
Der 1929 gegründete Verkehrs- und Verschönerungsverein Gimmeldingen pflanzte weitere zahlreiche Mandelbäume und rief 1934 das Mandelblütenfest ins Leben. Als dessen Höhepunkt wird seit 1950 jedes Jahr die Mandelblütenkönigin gekrönt.
Das Hambacher Schloß im Blick, ist das letzte Etappenziel Neustadt an der Weinstraße in 3,5 Kilometern erreicht. Den krönenden Abschluss bildet einen Abstecher zum malerischen Marktplatz.
Auf dem historischen Marktplatz herrscht jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 7 bis 14 Uhr reges Markttreiben. Neben Backwaren, Blumen, Feinkost und Kaffee werden auf dem Neustadter Wochenmarkt Gemüse, Käse und Honig aus der Region angeboten. Da es dabei recht kommunikativ zugeht – also viel „gebabbelt“ wird –, kann man so auch die Pfälzer Mundart kennenlernen.
Charmante Cafés und Fachwerkbauten wie das Scheffelhaus prägen die Marktplatz-Kulisse ebenso wie das Rathaus und die Stiftskirche, das Wahrzeichen Neustadts. Sie wurde 1383 geweiht und ist die größte gotische Kirche der Pfalz. Seit 1705 ist sie Simultankirche; der evangelische Teil ist durch eine Mauer vom katholischen Teil getrennt. Eine weitere Besonderheit sind die zwei ungleichen Türme. Im Nordturm mit spitzem Helm hängt die „Kaiser-Glocke“, die größte freischwingend läutende Gussstahlglocke der Welt.
Tipp: Auch im Winter lohnt sich ein Besuch, wenn der „Weihnachtsmarkt der Kunigunde“ den Marktplatz in vorweihnachtlichen Glanz hüllt.
Der Hauptbahnhof Neustadt an der Weinstraße ist vom Marktplatz aus in zehn Minuten zu erreichen.
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Bahnhof Bad DürkheimMannheimer Str. 14
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