Bahnhofstr. 1
78098 Triberg
Durch das Tor zum Naturpark Schwarzwald
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Im Triberg-Land gibt es Modellbahn-Anlagen zu bestaunen. Beeindruckend ist vor allem der originalgetreue Nachbau des Triberger Bahnhofs zum Zeitpunkt der Schwarzwaldbahn-Tage. Die Anlagen orientieren sich vorwiegend am Thema Schwarzwald. Aber auch weitere Regionen, wie das Allgäu oder eine Strandszene des Bodensees, sind dargestellt. Das Highlight ist der originalgetreue Nachbau des Triberger Weihnachtszaubers, der stets nach Weihnachten am Wasserfall veranstaltet wird.
Von der einen Attraktion zur nächsten sind es nur 400 Meter. Auf dem Weg dahin geht es vorbei am Souvenirladen „Haus der 1000 Uhren“ in der Hauptstraße 79-81. Hier gibt es Kuckucksuhren verschiedenster Art, die eines gemeinsam haben: Sie stammen alle von qualitätsbewussten Herstellern in und um Triberg. Das Geschäft ist täglich von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Zu jeder Viertelstunde kann man über dem Eingang die „Tribären“-Familie in musikalischer Aktion erleben. Der Kuckuck ruft zur halben und vollen Stunde.
An der Dreieckskreuzung vorbei folgt nun das im regional- typischen Baustil gehaltene Schwarzwaldmuseum.
Im Schwarzwaldmuseum kann man die Besonderheiten der Region in einer beeindruckenden Vielseitigkeit bewundern. Hier wird das kulturelle und wirtschaftliche Leben im Schwarzwald in Vergangenheit und Gegenwart gezeigt. Dazu gehören Ausstellungen von Schwarzwalduhren aus vier Jahrhunderten, Schwarzwälder Trachten, Holzschnitzereien, Strohflecht-Arbeiten und alte Handwerksstätten wie z. B. eine originale Uhrmacherwerkstatt. Besonders sehenswert sind die bunten Musikautomaten, Drehorgeln und die Bauernkapelle, der Bergwerksstollen mit seinen seltenen Mineralien. Hingucker sind auch die Fastnachtsfiguren und die historischen Bob- und Rennschlitten.
Nur wenige Schritte hinter dem Schwarzwaldmuseum öffnet sich der Haupteingang zu den Triberger Wasserfällen.
Die Triberger Wasserfälle gehören mit 163m Fallhöhe und sieben Fallstufen zu Deutschlands höchsten Wasserfällen. In Zeiten des Schmelzwassers oder nach starkem Regen sind die Wassermassen besonders imposant. Von einem Steg samt Plattform aus ist ein eindrucksvoller Ausblick auf die Kaskaden möglich. Auch in den Abendstunden lohnt sich ein Besuch: Bis 22 Uhr werden die Wasserfälle beleuchtet, was eine außergewöhnliche Atmosphäre schafft.
Auch im Winter bei eisigen Temperaturen lohnt sich ein Besuch, denn dann zeigen sich die Wasserfälle mit Eiszapfen und erstarrten Wassermassen. Im Rahmen der Winteröffnung ist nur der untere Teil der Wasserfälle von der Hauptkasse bis zur Hauptplattform begehbar.
Das Ausflugsziel kann von drei Wegen aus, dem Naturweg, dem Kulturweg und dem Kaskadenweg, bewundert werden. Sie führen entlang des Naturereignisses und informieren auf speziellen Tafeln über Tiere, Pflanzen und die Geschichte der Wasserfälle.
Auf dem Kulturweg geht es nun hinauf zum Bergsee. Es handelt sich dabei um ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Vereisungsgrenze im Schwarzwald noch bis 800 Meter hinabreichte. Neben dem See befindet sich auch ein idyllisch gelegener Kleinkinder- und Abenteuerspielplatz. Die Ausflugsgaststätte am See ist dauerhaft geschlossen.
Maria in der Tanne ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche, die auf mehrere Wunderheilungen im 17. Jahrhundert zurückgeht. Die Wurzeln der Wallfahrt reichen zurück bis ins Jahr 1644, als die kleine Barbara Franz durch das Wasser einer nahegelegenen Quelle von einem Augenleiden geheilt wurde. Nur ein Jahr später wurde der Schneidermeister Friedrich Schwab durch die Waschung mit dem Quellwasser von einem Aussatz erlöst. Aus Dankbarkeit stellte er eine kleine Marienstatue in die Höhlung einer Tanne - daher der Name der Kirche: "Maria in der Tanne".
Um das Jahr 1700 wurde die Wallfahrtskirche errichtet. In der Kirche bietet sich eine barocke Pracht. Dazu gehören einer der bedeutendsten Barockaltäre Südwestdeutschlands, ein Reliquienschrein und eine kunstvoll verzierte Kanzel. Neben der Wallfahrtskirche befindet sich in reizvoller Lage das Messnerhäuschen. Das kleine Fachwerkhäuschen ist das zweitälteste Gebäude Tribergs und stammt aus dem Jahr 1697.
Von der Wallfahrtskirche geht es noch einmal zurück zum Bergsee und von dort ein kurzes Stück entlang der Bundesstraße 500 zum Kroneckweg, der bald in die Waldstraße übergeht. Die führt am Wandrand entlang zu einer Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Stadt. Es handelt sich um einen 23 Meter hohen Turm aus Triberger Granit. Während der Sommermonate kann der Turm in exponierter Lage über der Stadt bestiegen werden. Oben genießt man, direkt neben der großen Denkmalsglocke, einen herrlichen Ausblick über den Schwarzwald.
Vom Aussichtsturm bieten sich zwei Möglichkeiten, um zurück zum Triberger Bahnhof zu gelangen. Entweder auf dem Panoramaweg fast 2 Kilometer durch den Wald zum Bahnhof, allerdings ohne Möglichkeit zur Einkehr.
Oder man nimmt den Faulbergweg hinunter zur Hauptstraße. In der Hausnummer 53 erwartet das Wirtshaus „Alt-Tryberg“ seine Gäste (Mo und Di Ruhetag, an den anderen Tagen zwischen 16 und 17.30 Uhr geschlossen). Vom Gasthaus sind es 1,6 Kilometer auf bekanntem Weg zurück zum Bahnhof.
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start/Ende
Bahnhof TribergBahnhofstr. 1
78098 Triberg