Bahnhofstr. 7/ 11
67547 Worms
Die Suche nach dem Schatz der Nibelungen
Eine Wandertour für Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Vermutlich anstelle des jüdischen Lehrhauses, in dem der bedeutende jüdische Gelehrte Raschi in der Zeit um 1060 studierte, steht der 1982 fertiggestellte Neubau. Er ist dem ursprünglichen Haus nachempfunden und beherbergt das Jüdische Museum sowie das Archiv der Stadt Worms. Teile des Erdgeschosses stammen noch aus dem späten Mittelalter. Im Museum sind einzigartige Zeugnisse jüdischen Lebens im „Jerusalem am Rhein“ zu besichtigen. Eine breit gefächerte Sammlung stellt Religion und Alltag der jüdischen Gemeinde vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert vor.
Über den Berliner Ring geht es nun in Richtung Rhein. Der Weg führt über den Festplatz. Hier findet alljährlich Ende August und Anfang September eine Woche lang das Backfischfest statt. Es ist mit bis zu 700.000 Besuchern das größte Volks- und Weinfest am Rhein. Zwischen Riesenrad und Karussell wird auch daran erinnert, dass Worms schon in der Römerzeit eine Stadt des Weines war.
Nun ist die Rheinpromenade erreicht. Diese reizvolle Parkanlage aus den 1920 er-Jahren bietet einen fantastischen Ausblick hinüber ans hessische Ufer des Rheins. Es gibt hier verschiedene gastronomische Einrichtungen.
An der Rheinpromenade steht auf hohem Sockel das bronzene Hagendenkmal aus dem Jahr 1905. Es erinnert an Hagen von Tronje, eine der Hauptfiguren des Nibelungenliedes. Gezeigt wird, wie Hagen mit grimmigem Blick von einem Kahn aus den Schatz der Nibelungen ins Wasser wirft. Man sieht u.a. eine Königskrone, ein Füllhorn und einen Armreif. Auf diese Sagenfigur geht der bis heute gebräuchliche Begriff „Nibelungentreue“ zurück, obwohl er es schließlich war, der half, den Helden Siegfried hinterrücks zu ermorden. Anschließend raubte Hagen dessen Schatz und versenkte ihn im Rhein. Trotz vieler Suchaktionen wurde er bis heute nicht gefunden.
Entlang der mediterran anmutenden Rheinpromenade geht es auf die vielbefahrene Nibelungenbrücke zu. Im Jahr 1900 wurde sie als erste feste Brücke über den Rhein eingeweiht. Als besondere Zier erhielt sie auf beiden Seiten je einen Fahrbahnüberbau in Form eines mittelalterlichen Turms. Kurz vor Kriegsende 1945 wurde die Brücke gesprengt. Nur der Brückenturm auf der Wormser Seite wurde beim Bau der Spannbetonbrücke 1953 erhalten. Dieser „Nibelungenturm“ hat eine Gesamthöhe von 53 Meter. 1975 und noch einmal 1997 wurde er zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte des VCP (Verband Christlicher Pfadfinder) ausgebaut.
Durch die Rheinstraße geht es zurück in die Wormser Innenstadt. Die Ludwigstraße führt zum Torturmplatz mit der Kunstinstallation »Siegfrieds Grab«, einem von zwei großen Sandstein-Monolithen flankierten Hügel. Am Rand des Platzes ist ein längeres Stück der mittelalterlichen Stadtmauer zu sehen. Rund um das Zentrum von Worms kann man immer wieder Überresten der Mauer aus der Zeit der Stauffer-Herrschaft begegnen. Vom Torturmplatz aus sind unterhalb des Wehrganges noch die Zinnenstuktur der Staufermauer zu erahnen. Durch das Fischerpförtchen geht es auf die andere Seite der Stadtmauer, wo sich das Nibelungenmuseum befindet. Wegen größerer Sanierungsarbeiten ist es für längere Zeit geschlossen.
Weiter geht es durch die Paulusstraße und die Straße Am Römischen Kaiser mitten ins Zentrum von Worms. Hier steht an der Kämmererstraße der Winzerbrunnen.
Der Winzerbrunnen markiert den Mittelpunkt der Fußgängerzone Kämmererstraße. Er wurde 1983 errichtet und erzählt auf einem Bronzering von der reichen Weinkultur, der mühevollen Weinbergarbeit, den Traditionen und den Freuden des Wonnegaus, wie die Region rund um Worms auch genannt wird. Zehn verschiedene Szenen erscheinen sich wie in einem Wimmelbild mal als Hoch-, mal als Flachrelief. Auf der Mittelsäule sitzt ein Drache mit Stadtwappen, der eine Weintraube im Maul hält. Er ist die Wappenfigur des Wonnegaus.
Durch die den Fußgängern vorbehaltene Kämmererstraße geht es zum Wormser Marktplatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bebauung rund um den Platz bei Luftangriffen zerstört. Von den angrenzenden historischen Gebäuden wurde nur die Dreifaltigkeitskirche wieder aufgebaut. 1958 entstand der Rathaus-Neubau. Der Vorgängerbau stand nicht am Markt, sondern richtete seine Schaufassade auf die Hagenstraße aus. Nun bildet es einen Seitenflügel des neuen Rathaus-Komplexes.
Am Markt steht die Dreifaltigkeitskirche, die größte protestantische Kirche von Worms. Die Kirche wurde als Ausdruck des lutherischen Bekenntnisses der Stadt errichtet. Der barocke Saalbau steht heute unter Denkmalschutz. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich der Siegfriedbrunnen, der 1921 in Betrieb genommen wurde. Er ist ein siebeneckiger Kuppelbau, auf dessen höchstem Punkt Siegfried als Drachentöter mit Schwert nach der vollbrachten Heldentat dargestellt ist.
Drei Minuten Fußweg vom Marktplatz entfernt bittet ein gemütliches Restaurant mit typisch Pfälzer Küche zur Rast. Zutaten und begleitende Weinen stammen weitestgehend aus der Region. Es gilt als die erste Adresse für deutsche Speisen.
Der Wormser Dom gehört mit den Gotteshäusern von Mainz und Speyer zu den drei rheinischen Kaiserdomen. Erbaut wurde er 1130 bis 1181. Der Wormser Dom ist Grablege der Familie Kaiser Konrads II. Zudem war Worms Tagungsort von vier Reichstagen und zwei Hoftagen. Die Kaiser Karl der Große und Friedrich II. haben hier geheiratet. Seinen Rang als Bischofskirche verlor er 1801 mit der Auflösung des Bistums. Daher ist der Wormser Dom keine Bischofskirche mehr, erhielt aber 1862 den Rang einer Propsteikirche und 1925 den vom Papst verliehenen Titel einer Basilica minor.
Betreten wird der Dom vom Domplatz durch das um 1300 gestaltete Südportal mit seinen prächtigen gotischen Bildwerken. Das Kaiserportal an der Nordseite diente Kaisern und Königen bei Hoftagen zum feierlichen Einzug. Es ist Austragungsort des folgenschweren Rangstreits zwischen Brunhild und Kriemhild in der Nibelungensage. Der Dom bietet alljährlich die Kulisse der prominent besetzten Nibelungen-Festspiele.
Der Wormser Dom gehört mit den Gotteshäusern von Mainz und Speyer zu den drei rheinischen Kaiserdomen. Erbaut wurde er 1130 bis 1181. Der Wormser Dom ist Grablege der Familie Kaiser Konrads II. Zudem war Worms Tagungsort von vier Reichstagen und zwei Hoftagen. Die Kaiser Karl der Große und Friedrich II. haben hier geheiratet. Seinen Rang als Bischofskirche verlor er 1801 mit der Auflösung des Bistums. Daher ist der Wormser Dom keine Bischofskirche mehr, erhielt aber 1862 den Rang einer Propsteikirche und 1925 den vom Papst verliehenen Titel einer Basilica minor.
Betreten wird der Dom vom Domplatz durch das um 1300 gestaltete Südportal mit seinen prächtigen gotischen Bildwerken. Das Kaiserportal an der Nordseite diente Kaisern und Königen bei Hoftagen zum feierlichen Einzug. Es ist Austragungsort des folgenschweren Rangstreits zwischen Brunhild und Kriemhild in der Nibelungensage. Der Dom bietet alljährlich die Kulisse der prominent besetzten Nibelungen-Festspiele.
Die Nordfassade des Doms grenzt direkt an den Heylshofpark. Hier stand bis zur Zerstörung 1689 der Bischofspalast, in dem am 17. und 18. April 1521 die Begegnung des späteren Kaisers Karl V. mit Martin Luther stattfand, bei der sich Luther weigerte, seine Schriften zu widerrufen. Über Luther wurde daraufhin die Reichsacht verhängt. Im Park erinnern Bronzeskulpturen an Ort und Szene des Reichstages. Von Mai bis Oktober vermittelt ein Bildungs- und Erlebnisparcours das Geschehen um Luthers Widerrufsverweigerung.
Auf dem benachbarten Lutherplatz steht eines der weltweit größten Denkmäler für den Reformator. Es wurde 1868 vollendet und illustriert die Reformationsgeschichte, im Mittelpunkt Martin Luther und der Reichstag zu Worms. Von hier aus sind es ungefähr 15 Minuten zu Fuß zum Bahnhof.
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Worms HbfBahnhofstr. 7/ 11
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