Falkenburgstraße 8
76846 Hauenstein
Auf dem Hauensteiner Schusterpfad
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Waldkapelle „Maria Himmelspforte“ – im Volksmund „Winterkirchel“ genannt – befindet sich auf dem Bergsattel zwischen Erfweiler und Hauenstein. An gleicher Stelle gab es bereits eine Marien-Wallfahrtskapelle, die 1789 zerstört wurde. In den Weltkriegen gelobten eingezogene Männer aus der Gegend, diese wieder aufzubauen, sollten sie unversehrt nach Hause zurückkehren. 1948/49 wurde dies auf Initiative des Pfarrers Eugen Barudio in die Tat umgesetzt: Das Winterkirchel entstand mit Hilfe der Erfweiler Bevölkerung. 250 Beschäftigte beförderten auf ihrem täglichen Weg nach Hauenstein in die Schuhfabriken die benötigten Backsteine auf den Winterberg. Am 14. August 1949 wurde die Waldkapelle im Beisein von 5000 Menschen eingeweiht.
Die Kapelle ist ganzjährig zugänglich. Im Inneren kann gegen eine kleine Spende eine Kerze angezündet und die Glocke geläutet werden.
Der Weg führt nun etwa zwei Kilometer durch den Wald zum Naturdenkmal Dicke Eiche und weiter zur gleichnamigen bewirtschafteten Wanderhütte.
Das Wanderheim Dicke Eiche – auch Hauensteiner Hütte genannt – ist eine beliebte, mitten im Wald gelegene Einkehrmöglichkeit hoch über dem Stephanstal. Es wird ehrenamtlich vom Pfälzerwald-Verein Hauenstein bewirtschaftet, der sich dem Erhalt der Pfälzerwaldhütten-Kultur verschrieben hat, die seit 2021 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe zählt. Die Hütten versorgen Gäste zu einem günstigen Preis; auf der Karte stehen deftige Pfälzer Spezialitäten wie Saumagen, Leberknödel oder Bratwurst mit Sauerkraut – und natürlich der berühmte Pfälzer Wein.
Es gibt einen Kinderspielplatz und auch einen Wickelraum. Übernachtungen in Mehrbettzimmern sind unter buchung@pwv-hauenstein.de oder Tel.: 0172 - 7173976 buchbar.
Gut gestärkt geht es nun etwa 1,5 Kilometer weiter bis zum Höhepunkt der Tour: dem Felstenturm Hühnerstein.
Der Hühnerstein ist ein zwölf Meter hoher Felsenturm im südlichen Pfälzerwald, der die Grenze zwischen den Gemeinden Hauenstein und Schwanheim markiert. Seine Aussichtsplattform kann über eine steile, aber gesicherte Steiganlage erreicht werden und bietet einen fantastischen Panoramablick über Hauenstein und den Wasgau. Sein Name leitet sich nicht von Huhn, sondern von „Hunnenstein“ oder „Hünenstein“ ab.
Vorbei am Backelsteinblick und dem Kahlen Felsen führt der Weg wieder zurück nach Hauenstein, wo ein Abstecher zum Schuhmuseum empfehlenswert ist.
Im Deutschen Schuhmuseum Hauenstein dreht sich auf drei Ebenen alles um die Schuhkultur. Anhand von alten Reklameschildern, Plakaten, Produktionsmaschinen und Exponaten wird der Wandel der Schuhindustrie vom 19. Jahrhundert bis heute sichtbar.
Zu sehen sind Schuhmodelle der Pop-Kultur, die Stilikonen wie Coco Chanel, Twiggy oder David Bowie berühmt gemacht haben, aber auch waschechte „Promi-Schuhe“, die zum Beispiel von „Winnetou“ Pierre Brice, Joe Cocker, Annie Lennox, Kylie Minogue, Katy Perry, Helmut Kohl und Angela Merkel getragen wurden. Ein ganz besonderer Hingucker ist ein 7,14 Meter langer, 4,20 Meter hoher und 1500 kg schwerer Wanderschuh im Eingangsbereich. Seit 2008 ist er als größter Schuh der Welt im Guinness-Buch der Rekorde gelistet.
Nach dem Museumsbesuch geht es zurück auf den Hauensteiner Schusterpfad. Vorbei am Karmelitinnenkloster führt der Weg ein letztes Mal hinauf zu einem herrlichen Panoramablick über Hauenstein und Umgebung. Der freistehende, 12 Meter hohe Nedingfelsen ist von einem Gipfelkreuz gekrönt. Den Abschluss des Hauensteiner Schusterpfads bildet das Felsentor.
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Start/Ende
Bahnhof Hauenstein MitteFalkenburgstraße 8
76846 Hauenstein