Am Bahnhof 20
24768 Rendsburg
Kulturspaziergang durch Rendsburg
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Nachdem der dänische König Christian V. im Jahre 1695 den Bau der Christkirche anordnete, wurde diese 1700 schließlich als Garnisonkirche eingeweiht. Schon auf den ersten Blick ist zu erkennen, wie mächtig das Gebäude ist. Dies ist kein Zufall, denn der König wünschte, seine gesamte Garnison dort unterbringen zu können – und das waren in etwa 2000 Personen.
Heute ist von militärischen Truppen keine Spur mehr, dafür lassen sich hier die prachtvolle Ausstattung und jede Menge Kunstwerke wie Ölgemälde, Reliefs und die verzierte Kanzel bestaunen.
Die Christkirche ist von Mai bis Mitte Oktober immer montags bis freitags zwischen 13 und 17 und samstags zwischen 11 und 13 Uhr zugänglich.
Weiter auf dem Paradeplatz kreuzen Sie nun die Prinzenstraße und biegen im Anschluss links in die Arsenalstraße ein. Dort erblicken Sie auf der rechten Seite das riesige Kulturzentrum.
Im Kulturzentrum im historischen Arsenalgebäude finden gleich mehrere spannende Einrichtungen ihr zu Hause: Neben der Stadtbücherei sind dabei vor allem das Druckmuseum und das Historische Museum Rendsburg einen Besuch wert.
Im Druckmuseum lässt sich erfahren, wie rasant sich die verschiedensten Drucktechniken in den vergangenen 200 Jahren weiterentwickelt haben. Und auch die noch immer funktionsfähigen Buchdruckmaschinen sowie die eigene Buchbinderei des Museums werden mit großer Sicherheit den einen oder die andere begeistern.
Das Historische Museum hingegen zeigt die Rendsburger Stadt- und Garnisonsgeschichte anhand einer großen militärgeschichtlichen Sammlung sowie die Geschichte des nicht weit entfernten Nord-Ostsee-Kanals. In einem Sonderausstellungsraum können zudem regelmäßig wechselnde Ausstellungen besichtigt werden.
Übrigens: Die dreiflügelige Gebäudeanlage wurde bereits 1696 bis 1697 errichtet und zur Lagerung von Waffen genutzt. Noch bis in die frühen 1980er Jahre wurde das Hohe Arsenal zu militärischen Zwecken genutzt, bis es von 1985 bis 1988 in das heutige Kulturzentrum umgewandelt wurde.
Nachdem Sie sich einen Überblick über Rendsburgs Stadtgeschichte verschaffen konnten, laufen Sie die Arsenalstraße wieder in entgegengesetzte Richtung zurück, bis Sie schließlich nach links in den Rendsburger Stadtpark abbiegen. Hier heißt es: Augen auf! Denn der Park samt 26 Skulpturen namhafter Künstler:innen, die für eine besondere künstlerische Atmosphäre sorgen.
Über einen Wall überqueren Sie den Rendsburger Stadtsee, folgen dem Pfad immer weiter, bis Sie auf der rechten Seite den Park verlassen und die viel befahrene Straße An der Bleiche überqueren können. Wer mag, kann nun einen kleinen Schlenker zum beliebten Schiffbrückenplatz und den hier zahlreich vorhandenen Geschäften, Cafés, Restaurants und Eisdielen einen kleinen Besuch abstatten.
Auch wenn es mittlerweile nur noch kaum vorstellbar ist, war der Schiffbrückenplatz früher Rendsburgs Hafen. Das einzige, was heute noch daran erinnert, ist ein Brunnen.
Vom Schiffbrückenplatz geht es über die Hohe Straße weiter zum Altstädter Markt, auf dem sich das Alte Rathaus erhebt.
Das Alte Rathaus am Altstädter Markt wurde in seiner ursprünglichen Form bereits im 16. Jahrhundert gebaut. Einst wurden hier wichtige Beschlüsse erarbeitet und über sie abgestimmt.
Und auch heute noch trifft der Stadtrat im Ratssaal politische Entscheidungen. Zudem wird das Alte Rathaus auch von Brautpaaren gern besucht, denn in den historischen Räumen finden Trauungen statt. Eine Besichtigung kann über die Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal angefragt und organisiert werden, deren Sitz sich ebenfalls im Alten Rathaus befindet.
Das historische Gebäude verfügt noch über eine weitere Besonderheit. Vom gezackten Treppengiebel ertönt ab 10 Uhr alle zwei Stunden eine schöne Melodie vom Glockenspiel über den Altstädter Markt.
Vom Alten Rathaus ist es nur ein Katzensprung zur St. Marienkirche – das lässt schon der Name der Straße erahnen, auf der es nun weitergeht: An der Marienkirche. Sie folgen der Straße, bis Sie direkt vor dem Eingang stehen.
Mit der Errichtung im Jahre 1287 gilt die Kirche als ältestes Bauwerk der Stadt. Sehenswert im Kircheninneren sind unter anderem der fünfstöckige Hauptaltar samt Abbildung der Kreuzigungsszene und Auferstehung, sowie bedeutende Epitaphien und das bronzene Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert.
Von der St. Marienkirche starten Sie rechts auf den Stegengraben und schlendern entlang der Straße, bis sie eine Kreuzung erreichen. Hier biegen Sie links ab und gehen dann immer geradeaus, bis die Straße in den Jungfernstieg übergeht.
Darf es zum Abschluss des Tages noch etwas Kultur sein? Im Rendsburger Stadttheater, Ihrem nächsten Ziel, haben Sie dazu Gelegenheit.
Das Stadttheater Rendsburg ist eine von zehn Spielstätten des Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester. Nachdem das prächtige und eindrucksvolle Gebäude 1901 zunächst als Stadthalle errichtet wurde, nutzte man es ab Mitte des 20. Jahrhunderts ausschließlich als Theater.
Und auch heute heißt es: Platz nehmen auf einem der samtigen Theatersessel, Vorhang auf und Bühne frei! Die Auswahl ist groß, denn hier werden regelmäßig unterhaltsame, musikalische oder gar dramatische Stücke auf die Bühne gebracht.
Vorbei an dem großen Sparkassengebäude am Jungfernstieg geht es in Richtung der großen Herrenstraße. Diese überqueren Sie und schon sind Sie am Bahnhof angekommen und können entspannt nach Hause fahren.
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