Wiener Platz 4
01069 Dresden
In Sachsen wurde CDF zum berühmten Maler
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser
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Die Kreuzkirche ist die evangelische Hauptkirche von Dresden. Sie hat mehr als 3.000 Sitzplätze, ihr Turm ist 92 Meter hoch – damit ist sie die größte und höchste Kirche Sachsens.
Der Turm bietet in 54 Metern Höhe eine Aussichtsplattform, 259 Stufen führen hinauf.
Die Kirche geht auf einen Bau Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Durch Kriege und Brände mehrfach zerstört, zuletzt 1945, wurde das Gotteshaus immer wieder im Stil der Zeit aufgebaut. Der Name der Kirche geht auf eine Kreuzreliquie zurück, die im 14. Jahrhundert nach Dresden kam und in der Kirche aufbewahrt wird.
Regelmäßig finden in der Kirche neben Gottesdiensten auch Veranstaltungen wie Orgelkonzerte und Liederabende des Dresdner Kreuzchores statt, der hier seit über 800 Jahren beheimatet ist.
Jetzt geht es über Altmarkt und Schloßstraße zum Residenzschloss, das heute bedeutende Kunstschätze in seinen Räumen zeigt. Darunter sind auch Handskizzen und Zeichnungen von Caspar David Friedrich. Denn bevor er an seinen Gemälden arbeitete, studierte er intensiv Pflanzen und Bäume, Burgen und Ruinen, Felsen und kleine Siedlungen. Mit diesen einzelnen Details komponierte er dann seine Landschaftsbilder, die es so in der Realität gar nicht gab.
Das Dresdner Residenzschloss war einst das Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten und Könige und zählt zu den bedeutendsten Schlossbauten der Renaissance in Deutschland. Erstmals im 14. Jahrhundert als Burganlage erwähnt, entstand im 15. Jahrhundert der vierflügelige Schlossbau. Nach der Vernichtung des Ostflügels durch einen Brand im Jahr 1701 erhielt das Schloss unter August dem Starken seine barocke Opulenz. Infolge von Luftangriffen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs brannte das Schloss mit seinen rund 500 Sälen und Zimmern bis auf die Grundmauern nieder. Der größte Teil der kostbaren Innenausstattung ging verloren. 1985 startete der Wiederaufbau als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Als erstes Museum zog das Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss ein und präsentiert dort seit April 2004 seine Schätze. Im September 2004 wurde das Neue Grüne Gewölbe eröffnet. Seit September 2006 ist das Historische Grüne Gewölbe in seinen ursprünglichen Räumen zu bewundern.
Heute zeigt die neu errichtete äußere Hülle des Residenzschlosses verschiedene Zeitschichten nebeneinander. So kann man im Großen Schlosshof die Sgraffito-Malerei im Stil der Renaissance bewundern. Das Highlight ist hier der Altan – eine viergeschossige Loggia mit 19 Meter langen und bis zu 5,70 Meter hohen Riesengemälden.
Der Hausmannsturm überragt das Ensemble und bietet einen wundervollen Blick über die Altstadt. Die Englische Treppe dient als Hauptzugang zu den Museen der Staatlichen Kunstsammlungen.
Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Historisches Grünes Gewölbe, Neues Grünes Gewölbe, Rüstkammer, Münzkabinett, Kupferstich-Kabinett
Weitere Werke des Malers zeigt das Albertinum, das in der Nähe des Residenzschlosses liegt. CDF war sehr produktiv – rund 1.000 Zeichnungen, Aquarelle und Radierungen sowie mehr als 150 Gemälde sind bekannt. Über den Neumarkt und vorbei an der Frauenkirche bringt die Tour Interessierte zu diesem imposanten Museumsbau, der 1884 bis 1887 an den Brühlschen Terrassen errichtet wurde.
Das Albertinum zeigt Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart, von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter. Meisterwerke der Romantik, des Impressionismus, des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit und der Gegenwart sind hier zu erleben. Die zeitgenössische Kunst tritt dabei in spannungsvolle Interaktion mit dem gewachsenen Sammlungsbestand. Die Sammlung umfasst neben Malerei und Skulptur auch Klanginstallationen und Videoarbeiten. Zwei Säle präsentieren dauerhaft Arbeiten von Gerhard Richter, dessen Archiv das Albertinum beherbergt. Der Besucher durchschreitet ein weites geistiges Universum. In ungewohnter Nähe zueinander kann er die Epochen erleben und damit neu und anders entdecken.
Für die Ausstellung der Skulpturensammlung im Albertinum beginnt die Moderne mit Werken des französischen Bildhauers Auguste Rodin. Er hat das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur eingeläutet und gilt als Vorreiter für eine Vielzahl von Stilrichtungen, die sich im 20. Jahrhundert herauskristallisiert haben. Die in der Ausstellung gezeigten Werke der klassischen Moderne und der Skulptur nach 1945 spinnen den Grundgedanken Rodins – die Subjektivität der Kunst – bis ins Heute weiter.
Der Klingersaal befasst sich mit der Kunst des Fin de Siècle. Der Mosaiksaal widmet sich dem großen Thema Moral anhand von Skulpturen des Klassizismus. In einem experimentellen Schaudepot wird das Herzstück der Sammlung, die Antikensammlung, für den Besucher in Szene gesetzt. Sonderausstellungsräume widmen sich wechselnden Themen und Künstlern des 19., 20. und 21. Jahrhunderts.
Ein kurzer Weg hinunter zum Terrassenufer und schon bietet die Elbe mit ihren Schiffen einen herrlichen Blick. An der Elbe konnte Familie Friedrich im Jahre 1820 eine größere Wohnung beziehen, denn seine wirtschaftliche Situation hatte sich verbessert.
Am 7. Mai 1840 stirbt Caspar David Friedrich und findet seine letzte Ruhestätte auf dem Trinitatisfriedhof. Der Weg dorthin führt an der Elbe entlang und dann auf der Lothringer Straße und der Gerokstraße zum Trinitatisplatz. Von hier geht es auf der Fiedlerstraße weiter zum Friedhof.
Der evangelisch-lutherische Trinitatisfriedhof entstand nach der Schlacht um Dresden 1813 zwischen den napoleonischen Truppen und den verbündeten Armeen. Kriegshandlungen, Hunger und Typhus forderte so viele Menschenleben, dass eine neue Begräbnisort am Rande von Dresden nötig wurde. Es entstand eine schlichte, künstlerisch gestaltete Anlage, die heute von kulturhistorischer Bedeutung ist. Im Laufe der Zeit fanden hier viele Persönlichkeiten Dresdens ihre letzte Ruhestätte. Zu den bekanntesten gehören die Bankiersfamilie Oppenheim, der Bildhauer Ernst Rietschel sowie Caspar David Friedrich (1774-1840). Bereits 15 Jahre vor Friedrichs Tod dienten die beiden imposanten Torpfeiler der Begräbnisstätte dem Maler als Vorlage für sein Gemälde „Friedhofseingang“, das sich im Besitz der Dresdner Kunstsammlungen befindet.
Nach dieser spannenden Tour auf den Spuren des großen Malers geht es nun bequem mit der Tram zurück zum Hauptbahnhof. Am Trinitatisplatz hält die Straßenbahn der Linie 6, die nur acht Minuten bis zum Albertplatz benötigt. Weiter geht es mit der Linie 7 Richtung Pennrich mit dem Ziel Dresden Hauptbahnhof.
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