15898 Neuzelle
Himmlisches Theater mit Klostergeflüster
Stadtrundgang durch Neuzelle
Neuzelle
3 h
7 km
Im 13. Jahrhundert stiftete Heinrich der Erlauchte, Markgraf von Meißen, den Zisterziensern in Neuzelle ein Kloster. Heute ist es das einzig vollständig erhaltene Zisterzienserkloster in Brandenburg und das größte Barockdenkmal Ost- und Norddeutschlands. Die Klosteranlage mit dem barocken Klostergarten, der Orangerie sowie dem Kreuzgang mit Klausur überstand Kriege und Plünderungen, im Jahre 1817 wurde das Kloster vom Preußenstaat aufgelöst.
Den Mittelpunkt des Areals bilden die prunkvoll ausgestattete katholische Stiftskirche St. Marien sowie die evangelische Kirche zum Heiligen Kreuz. Der Klostergarten gehört zu den bedeutendsten Gartenanlagen Deutschlands. Mit seinen Wege- und Wasseranlagen und seinen steil abfallenden Terrassen gilt er heute als einziger Barockgarten Brandenburgs, in dem die Mönche einst auch Wein anbauten. Der Verein der Klosterwinzer ließ diese Tradition wieder aufleben und pflanzte 400 Rebstöcke an.
Das im Weinberg des Klosters befindliche, unterirdische Museum "Himmlisches Theater" zeigt Szenen in Bühnenbildern aus den früher jährlich aufgeführten Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab – ein einmaliger Kunstschatz aus der Zeit des Barock. Nachweislich seit 1416 produziert die letzte Klosterbrauerei Brandenburgs, die sich neben dem Kloster befindet, den beliebten Gerstensaft. Einblicke in das Leben der damaligen Bediensteten geben das Strohhaus- und Bauernmuseum.
Der 7 km lange Rundgang durch Neuzelle ist besonders für Kulturliebhaber, aber auch für Familien mit größeren Kindern zu empfehlen. Planen Sie etwa 2 Stunden Gehzeit (ohne Besichtigungen) ein.
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser
Start- und Endbahnhof
Bahnhof Neuzelle
7 km / 3 Stunden
Bahnhof Neuzelle
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Ablaufplan
Tourstart am Bahnhof Neuzelle
Wegbeschreibung
Klosterbrauerei Neuzelle
Die Klosterbrauerei Neuzelle befindet sich vor den Toren des Zisterzienserklosters Neuzelle. Sie ist die letzte produzierende Klosterbrauerei im Land Brandenburg. Seit über 400 Jahren wird hier nach alter handwerklicher Tradition Bier gebraut. Erst nur für den Eigenbedarf der Mönche, später (1589) für die umliegenden Dörfer, wird es heute auf Anfrage weltweit versandt. Das dunkelbraune, süffige Getränk darf sich jedoch nicht Bier nennen, sondern muss mit dem Namen "Schwarzer Abt" Vorlieb nehmen. Der Beliebtheit bei Besuchern und Einheimischen hat das aber keinen Abbruch getan.
Während einer Führung durch die Brauerei kann man dem Brauer über die Schulter schauen und mehr über das edle Getränk erfahren, welches anschließend verkostet werden kann.
15898
Neuzelle
- Montag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Dienstag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Mittwoch: 09:00 - 18:00 Uhr
- Donnerstag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Freitag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 17:30 Uhr
- Sonntag: 10:00 - 17:30 Uhr
Wegbeschreibung
Wenn Sie das Klosterareal durch den Torbogeneingang betreten, sind Sie schon fast in einer anderen Welt. Am Eingang zum Klostermuseum auf der linken Seite ist auch die Tourist-Info Neuzelle untergebracht, wo Sie weitere Tipps erhalten.
Im Innern der Stiftskirche St. Marien erleben Sie ein richtiges „barockes Wunder“, denn Kirchen mit einer so viel prunkvollem Dekor gibt es in ganz Norddeutschland nirgends.
Gleich gegenüber der Kirche wartet noch ein besonderer Augenschmaus für Kulturliebhaber im neuen unterirdischen Museum „Himmlisches Theater“, die Passionsszenen vom Heiligen Grab, ebenfalls eine effektvolle und imposante barocke Inszenierung.
Museum Himmlisches Theater
Das Museum Himmlisches Theater im Kloster Neuzelle zeigt mit dem Passionszyklus vom Heiligen Grab einen europaweit einzigartigen Klosterschatz. Auf großformatigen Leinwänden und Holztafeln wird das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi in 15 Szenen und fünf Bühnenbildern eindrucksvoll dargestellt – wie in einem barocken Kulissentheater.
Die Werke entstanden um 1750 und gelten in Umfang, Größe und künstlerischer Qualität als herausragend. Seit 2015 ist der Passionszyklus dauerhaft im Museum zu sehen. Zwei vollständig restaurierte Szenen – „Gebet am Ölberg“ und „Dornenkrönung Jesu“ – werden erstmals seit über 150 Jahren wieder öffentlich präsentiert.
Das Museum bietet damit einen seltenen Einblick in barocke Kunst-, Technik- und Glaubensgeschichte.
15898
Neuzelle
- Erwachsene: 5,00 €
- Reduziert: 4,00 € Schüler und Studenten mit gültigem Ausweis
- Gruppen: 4,00 € Preis pro Person für Gruppen ab 15 Personen
Wegbeschreibung
Aus dem Dunkel des „Himmlischen Theaters“ treten Sie wieder ans Licht auf den großen Kirchplatz, der von den Terrassen des Barockgartens an den Oderhängen begrenzt wird.
Bevor Sie den Barockgarten verlassen, sollten Sie unbedingt noch einen Blick in die ebenfalls sehenswerte evangelische Kirche zum Heiligen Kreuz mit ihrem eindrucksvollen Deckengewölbe werfen.
Dann geht`s den 71 m hohen Spinnberg hinauf, von dem aus Sie eine wunderschöne Aussicht auf Neuzelle und die Oderauen genießen können. Durch die Garten-, Kirchstraße und den Slawengrund gehen Sie dann gemütlich weiter zum Strohhaus Neuzelle, dem Museum für ländliche Alltagskultur (montags und dienstags geschlossen).
Strohhaus Neuzelle
Das Strohhaus Neuzelle gewährt Einblicke in das Leben der damaligen Bediensteten des Klosters Neuzelle. Es ist ein Kleinod unter den Museen im Land Brandenburg. Wohnhaus und Stallgebäude mit Rohrdeckung und Roggenstrohfirst wurden 1780 vom Tuchmachermeister Franz Flickschuh erbaut und zählen zu den ältesten Bauwerken im Ort.
Das Strohhaus besteht aus einer Stubenkammer mit Bettwinkel, einer Werkstatt und Vorratskammer. Die Mitte des Hauses bildet die schwarze Küche, die nach oben in einer Schornsteinöffnung endet. Hier wurde über offenem Feuer für Mensch und Tier gekocht.
Das denkmalgeschützte Haus kann besichtigt werden. Zu sehen sind in dem Museumshof auch Hausrat und Werkzeuge. Der Wert liegt in der originalen Substanz und der Anordnung der Räume aus der Erbauerzeit.
Nach Voranmeldung werden Führungen durchgeführt.
15898
Neuzelle
- 01.03. - 31.12.
- Mittwoch: 11:00 - 16:00 Uhr
- Donnerstag: 11:00 - 16:00 Uhr
- Freitag: 11:00 - 16:00 Uhr
- Samstag: 11:00 - 16:00 Uhr
- Sonntag: 11:00 - 16:00 Uhr
Wegbeschreibung
Vom Strohhaus geht es weiter durch den Slawengrund nach rechts etwa 1 km zum Neuzeller Bauernmarkt am Lindenpark. Hier können Sie sich mit regionalen Leckerbissen für zuhause eindecken (außer sonntags).
Unser Tipp: Wenn Sie in die Entwicklung der Landwirtschaft von der Klosterzeit bis in die heutige Zeit eintauchen möchten, besuchen Sie das Bauernmuseum der Agrargenossenschaft (nur nach vorheriger Anmeldung, Tel. 033652- 252 oder bei der Besucherinformation im Kloster, Tel. 033652-6102).
Neuzeller Bauernmarkt
Regionale Produkte aus eigener Produktion
Zur Agrargenossenschaft gehören eine Landfleischerei, ein Kartoffelschälbetrieb, mehrere Fleischfachgeschäfte und der Küchenbetrieb im Neuzeller Bauernmarkt.
Mit 150 Mitarbeitern, 5.500 ha Acker- und Grünland, 4.000 Schweinen, davon 400 Zuchtsauen, 2.600 Rindern, davon 800 Milch- und 200 Mutterkühe, ist es ein leistungsstarkes Unternehmen, das in bewährter Weise auf Klasse, statt auf Masse setzt. Alles kommt hier aus einer Hand. Die Fleisch- und Wurstprodukte sind vielfältig und reichen von Bierschinken, Schinkenspeck, Hausmacher Leberwurst, frischer Bauernmettwurst, Neuzeller Schwarze und Neuzeller Bierbouletten bis zu Neuzeller Mönchwürstchen, welche bereits mit Urkunden ausgezeichnet wurden.
Im Neuzeller Bauernmarkt erhalten Sie Produkte aus der Agrargenossenschaft sowie regionaler Anbieter.
Frühstücksangebot Montag - Freitag ab 05.00 Uhr, Mittagsangebot 11.00 - 14.00 Uhr
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Neuzelle
- Montag: 10:00 - 14:00 Uhr
- Dienstag: 08:00 - 18:00 Uhr
- Mittwoch: 08:00 - 18:00 Uhr
- Donnerstag: 08:00 - 18:00 Uhr
- Freitag: 08:00 - 18:00 Uhr
- Samstag: 08:00 - 11:00 Uhr
Tourende am Bahnhof Neuzelle
Wegbeschreibung
Durch die Kruggasse gehen Sie dann am Sportplatz vorbei und weiter durch die Straße „Priorsberg“, bis Sie zur Bahnhofstraße gelangen, in die Sie nach links einbiegen.
Auf der linken Seite kommen Sie am Klosterhotel vorbei. Hier befindet sich auch die "Wilde Klosterküche", die Sie mit lukullischen Genüssen verwöhnt. In der Schaubrennerei warten zum Abschluss hochprozentige edle Tropfen auf ihre Verkostung, wenn Sie mögen.
Um zum Bahnhof zurück zu gelangen, folgen Sie wieder der Bahnhofstraße.
Tourenkarte
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Start/Ende
Bahnhof Neuzelle