Es sind nur etwa 5 Minuten Fußweg zur ersten Begegnung mit Barther Kunst in der Galerie in der Sundischen Straße 15.
Friedrichstraße
18356 Barth
Barther Seemanns-, Buch- und neue Kunst
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Es sind nur etwa 5 Minuten Fußweg zur ersten Begegnung mit Barther Kunst in der Galerie in der Sundischen Straße 15.
Was ist kunstvoll?
In dieser schönen Region leben viele Menschen, die sich künstlerisch und kreativ ausleben, jedoch nicht die Möglichkeit haben, ihre Werke der Öffentlichkeit zu zeigen.
Unser Ziel ist, sowohl Hobbykünstlern als auch Profis eine Plattform zur Präsentation und zum Verkauf eigener Werke zu bieten. Zu diesem Zweck sanierten wir 2019 das ehemalige Tischlereigebäude und schufen damit über 300qm Ausstellungsfläche für all Jene, die zeigen wollen, was sie können!
Was erwartet Sie?
Eine breit gefächerte Vielfalt einzigartiger Bilder, Fotografien und Skulpturen bis hin zu handgemachter Töpferkunst, glänzendem Schmuck und vielem mehr. Neben den Ausstellungsstücken lädt unsere Galerie bei Kaffee und kühlen Getränken zum Verweilen, zum Stöbern und zum Kaufen ein.
Außerdem möchten wir Künstlern die Möglichkeit geben, bei uns Malkurse und Ähnliches anzubieten oder Lesungen und Vorträge abzuhalten.
Öffnungszeiten:
Montag: 10:00 - 17:00 Uhr
Dienstag: 10:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 - 17:00 Uhr
Freitag: geschlossen
Samstag: geschlossen
Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr
Für Kurse, Lesungen und sonstige Veranstaltungen gelten gesonderte Öffnungszeiten.
Von November bis Februar sowie an gesetzlichen Feiertagen, mit Ausnahme des 1. Mai und 3. Oktober, bleibt die Galerie geschlossen!
Eintrittspreis
Eintritt pro Person: 4,00 Euro
Unter 150 cm Körpergröße ist der Eintritt frei.
Es geht weiter stadteinwärts. Sie überqueren die Turmstraße und betreten den alten Stadtkern von Barth. Die Lange Straße lädt zum Bummeln ein. Hier bieten Geschäfte eine breite Palette regionaler Produkte aus heimischer Produktion und kulinarische Besonderheiten an wie Fisch aus dem Barther Bodden, Bier aus der Barther Brauerei oder dekoratives Handwerk. Das alte Kaufmannshaus mit der Nummer 16, das später auch als Rathaus diente, beherbergt heute das Vineta-Museum.
Das Vineta-Museum befindet sich in einem ehemaligen Kaufmannshaus aus dem 18. Jahrhundert. Auf vier Etagen zeigen verschiedene Ausstellungen die maritime Vergangenheit der Stadt Barth und des Ostseeraumes. Die versunkene Stadt Vineta steht in einer kleinen Ausstellung im Mittelpunkt. Regelmäßig finden Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen und kulturelle Veranstaltungen statt.
Die Tour führt Sie nun über den Marktplatz. Von einem „mangelhaften“ Aussehen, wie es die Chronisten 1756 berichten, kann keine Rede sein. Er ist ein farbenfrohes Schmuckstück, in der Mitte gekrönt von einem Brunnen. Er wurde 1958 errichtet und – entgegen den Entwürfen des Künstlers Wilhelm Löber – mit in Granit gehauenen sozialistisch geprägten Leitsätzen versehen. Die Klosterstraße führt zu einer großzügig gestalteten Anlage im Barockstil, dem ehemaligen Adligen Fräuleinstift.
Das Adlige Fräuleinstift wurde 1733 unter der Selbstbezeichnung „Bahrtisches Closter“ gegründet. Es handelt sich jedoch nicht um ein Kloster, sondern um ein Stift zur Versorgung unverheirateter Töchter vor allem aus adligen Familien der Region.
Mit der Einführung der Reformation und der Auflösung der Klöster entfiel diese Versorgungsmöglichkeit. Ein Weg war die Umwandlung der Klöster in weltliche Stifte.
Während der Eintritt in die Klöster mit der Ablegung von Gelübden als lebenslange Entscheidung verbunden war, legten die Stiftsdamen kein Gelübde ab. Sie konnten im Falle einer Heirat oder aus anderen persönlichen Gründen das Stift ohne eine spezielle Genehmigung verlassen. Zwar war das Leben im Stift strengen Regeln unterworfen, doch war es tagsüber möglich, das Gelände zu verlassen, es gab Urlaub und die Möglichkeit, jährlich auf Antrag maximal drei Monate abwesend zu sein. Über die Einhaltung der Klosterregeln wachte eine Priorin.
Der Weg zur Gründung des Adligen Stiftes Barth wurde 1726 frei, nachdem der schwedische König Friedrich unter direkter Beteiligung der Königin Ulrika Eleonora der Ritterschaft das Land und die vorhandenen Reste des Barther Schlosses schenkte.
1733 zogen die ersten Konventualinnen in die Gebäude ein. Jeder Stiftsdame, unverheiratete und damit unversorgte Frauen, stand eine Wohnung mit 4 Räumen mit Nebengelassen und einer Gartenparzelle zur Verfügung.
Nach dem 2. Weltkrieg befanden sich die Stiftsdamen in einer schwierigen Situation. In den Gebäuden mußten Flüchtlinge untergebracht werden und mit der Bodenreform verloren sie die Güter, aus denen das Stift einen Teil seiner Einkünfte erwarb. Im Mai 1948 wurde das Stift aufgehoben und fiel an die Kirche. 1974 wurden die Gebäude der Stadt übergeben, 1978 verließ die letzte Stiftsdame.
Der Baukomplex des Stiftes stellt sich als eine dreiflüglige Anlage aus verputzten Backsteinen dar. Der langgestreckte Hauptbau besteht aus einem erhöhten Mittelteil, mit breitem Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel und Glockentürmchen. Auf beiden Seiten schließen zehnachsige Gebäudeteile mit hohem Mansarddach an. Dazu kommen zwei den Hof dreiseitig umschließende neunachsige Flügel. Der gesamte Baukomplex ist von einer unverputzten Backsteinmauer umgeben, darin eine rundbogige Toreinfahrt mit bekrönendem schwedischen Königswappen und daneben das rekonstruierte Torschließerhaus.
Seit 2001 sind in dem denkmalgerecht sanierten Komplex altersgerechte Wohnungen sowie Räumlichkeiten für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen eingerichtet.
Die zweiflüglige Barockanlage ist die einzige schwedische Stiftung auf deutschem Boden.
Die Mauerstraße führt zur Fischer- und über die Hafenstraße. Sie ahnen es sicherlich schon: Es geht zum Boddenkieken. Räucherfisch und Gegrilltes wird hier direkt aus dem Kutter gereicht. Und mit dem Fischbrötchen in der Hand lässt es sich wunderbar am Hafen schlendern.
Der Hafen von Barth hat sich nach 1990 zu einem maßgeblichen Zentrum für den maritimen Tourismus in der Region entwickelt.
Segler und Wassersportler aus ganz Deutschland und vielen Teilen Europas kommen in das Revier, um das reizvolle maritime Wechselspiel von Ostsee und Boddengewässer zu genießen. Der Barther Hafen verfügt über moderne Liegeplätze. Er ist der größte Hafen innerhalb der Boddengewässer zwischen Barhöft und Ribnitz-Damgarten und ist Ausgangsbasis für so manchen Törn in die Boddengewässer oder über die Ostsee nach Skandinavien. Auch historische Segler sind hier während des Jahres oft anzutreffen. An der Ballastkiste legen zudem Fahrgastschiffe nach Zingst und Hiddensee ab. Traditionell finden im Stadthafen alljährlich im Juli die Barther Segel- und Hafentagen mit den Werfttagen sowie zahlreiche Regatten statt. Bereits seit vielen Jahren in Folge wird der Barther Hafen aufgrund eines sehr guten Umweltmanagements mit dem europäischen Umweltsiegel "Blaue Flagge" ausgezeichnet und erhielt ebenfalls die "Gelbe Welle".
Traditionell finden jedes Jahr im Juli die Barther Hafentage statt und es werden zahlreiche Regatten durchgeführt. Westlich des Stadthafens schließt sich eine Reparaturwerft mit Serviceeinrichtungen einschließlich Wassertankstelle und Winterlager für Sportboote an.
Eine hübsche Backsteinvilla in der Hafenstraße beherbergt ein Museum mit dem für Landratten so befremdlichen Namen „Windjammer-Museum“. Kleiner Spoiler: Der Windjammer ist ein Großseglertyp, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkam. Diese prächtigen Schiffe haben Künstler und Matrosen zu Unmengen von Kunstwerken angeregt.
Sie waren der Stolz der Meere. Ihre Kapitäne und Mannschaften umsegelt die ganze Welt und kamen mit abenteuerlichen Geschichten von fernen Ländern aus fremden Kulturen im Gepäck zurück nach Hause. Sie waren Frachtsegler, dafür gebaut, im Eiltempo Waren in die ganze Welt hinaus zu tragen und mit vollen Schiffsbäuchen, gefüllt mit Waren aus aller Herren Länder, nach Europa zurückzukehren. Nach 1870 wurden an die 2000 dieser stolzen Frachtsegler gebaut, deren Ära erst Mitte des 20. Jahrhunderts endgültig endete. Heute sieht man sie nur noch selten auf Windjammerparaden während der Hanse Sail in Rostock oder der Kieler Woche. Und sie haben nichts an Faszination verloren.
Das Windjammer-Museum in Barth erinnert mit einer Sammlung Kapitänsbilder, Schiffsdioramen und Modellen an diese von so vielen Geschichten über Kap Hoorn, stürmischen Überfahrten und Begegnungen mit Seeungeheuern begleiteten Königinnen der See. In der Ausstellung wird diese große Zeit wieder auf besondere und farbenfrohe Weise lebendig. Die einzigartige und umfangreiche Sammlung, die das Windjammer-Museum beherbergt, besteht aus Kapitänsbildern und Schiffsdioramen sowie Schiffsporträts und Modellen, die im Auftrag von Kapitänen entstanden sind oder von Seeleuten gefertigt wurden, die einst auf diesen Schiffen fuhren. Mehr als 400 Objekte laden dazu ein, in die große Zeit der Segelschifffahrt einzutauchen und bei einem Besuch die Geschichte wieder lebendig werden zu lassen. Das vollständig erhaltene, unmittelbar neben Schiffswerft und Hafen gelegene Haus (ehemalige „Teetz´sche Villa“) ist eines der letzten Gebäude seiner Art in Barth.
Vor oder nach einem Rundgang durch die Ausstellungen bietet das Windjammer-Museum die Möglichkeit, in den historisch ausgestatteten Räumlichkeiten des Cafés bei einem Pott Kaffee oder einem anderen Getränk nach Wahl zu entspannen.
Maritime Kostbarkeiten
Das Windjammer-Museum zeigt eine einzigartige Ausstellung maritimer Kunstobjekte, die aus mehr als 500 historischen Schiffsporträts aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert besteht.
Ausstellungen zur Geschichte der Segelschifffahrt Barth und Stralsund gehörten einst zu den größten Reedereiplätzen Deutschlands! Darüber und über viele weitere Themen informiert die aktuelle Sonderausstellung „Von Vorpommern in die Welt“. Freunde und Liebhaber der letzten Windjammer wie „Preußen“, „Pamir“ oder „Peking“ können in der aktuellen Ausstellung „Die letzten Königinnen der See“ mehr über ihre große Zeit erfahren.
Führungen und Vorträge zur Schifffahrtsgeschichte
Die regionale Schifffahrtsgeschichte und auch die Zeit der letzten Großsegler sind auch Themenschwerpunkte der Vorträge und Führungen, die auf Anfrage möglich sind.
Öffnungszeiten:
April – Oktober
Di – So 10 – 18 Uhr
Sonderöffnungszeit Juni – Sept.
Freitag bis 21 Uhr
Dezember – März
Samstag & Sonntag 11 – 17 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene: 6,- €
Senioren: 5,- €
Studenten: 4,- €
Arbeitslose: 4,- €
Behinderte ab 50%: 4,- €
Kinder bis 6 Jahre Frei
Kinder 7 – 17 J.: 3,- €
Familienkarte: 14,- €
Gruppen: 4,- € p. P.
Parkplätze
Kostenlose Parkplätze für Besucher vorhanden!
Das nächste Ziel ist kaum zu verfehlen, denn den 80 Meter hohen Kirchturm der St. Marienkirche hat man von überall im Blick. Beim Aufstieg auf den Turm können Sie Gewölbe, Dachstuhl und Glocken der Kirche bewundern und am Ende gibt es eine fantastische Sicht auf Barth, den Bodden und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Die Hallenkirche ist aber auch Heimat einer der ältesten Bibliotheken in Deutschland mit über Jahrhunderte erhalten gebliebenen Drucken und Handschriften.
Der Grundstock für die Bibliothek wurde 1398 gelegt, als der damalige Baruther Pfarrer der Kirche eine Sammlung seiner Bücher vermachte. Das entsprechende Testament ist in einem sogenannten Kopialbuch im Landeskirchlichen Archiv Schwerin in einer Abschrift aus dem 15. Jahrhundert überliefert.
Die Biblioteca Bardensis, für einige Jahrhunderte das einzige große „Informationszentrum“ der Stadt, ist heute eine ruhende Traditionsbibliothek. Mit den hier in reicher Anzahl vorhandenen Drucken und Handschriften des späten Mittelalters und der Reformationszeit sowie den über Jahrhunderte hinweg stetig ausgebauten und ohne große Verluste erhalten gebliebenen Beständen des Barock und der Aufklärung stellt sie ein einzigartiges Kulturdenkmal dar.
Individuelle Termine zur Besichtigung sind auf Anfrage möglich.
Um nicht den gleichen Weg zurück zum Bahnhof zu gehen, nehmen Sie am besten die Baustraße. Dann haben Sie auch Gelegenheit, einen Blick in den Garten des Alten Kinos zu werfen, in dem ein witziges Minihotel steht.
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18356 Barth