Bahnhofstr. 13
22926 Ahrensburg
Historischer Kulturspaziergang durch Ahrensburg
Ein Stadtrundgang für Familien und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Schlosskirche Ahrensburg ist eine denkmalgeschützte evangelisch-lutherische Kirche, errichtet im Stil der späten Backsteingotik. Sie wurde von 1593 bis 1594 unter Peter Rantzau – Ratgeber des dänischen Königs Friedrich II. – als Schlosskapelle und Begräbnisstätte der Schlosseigentümer erbaut.
Im Jahr 1713, im Großen Nordischen Krieg, zerstörten jedoch schwedische Soldaten die Kirchenausstattung, woraufhin Detlev Rantzau die Kirche drei Jahre später mit einer barocken Ausstattung wiederherstellte.
1759 kaufte Heinrich Carl von Schimmelmann das Gut und gestaltete das Äußere der Kirche um, ersetze das Satteldach durch ein Walmdach und fügte 1778 einen Glockenturm hinzu.
Im Inneren der Schlosskirche befindet sich eine reiche Ausstattung kunsthistorischer Objekte. Hervorzuheben sind der eichene Altartisch und Teile der Bestuhlung – jene Objekte, die aus der Erbauungszeit erhalten geblieben sind. Doch auch der vom Tischler Carl Döbel geschnitzte Kanzelaltar aus dem Jahr 1716 gilt als Highlight.
Die nächste Station, das Schloss Ahrensburg, liegt nur wenige Meter schräg gegenüber der Schlosskirche. Um es zu erreichen, muss lediglich der hübsche Schlosspark durchquert und das Schloss umrundet werden, um zum Eingang auf der anderen Seite zu gelangen.
Das Schloss Ahrensburg gehört in Schleswig-Holstein zu den wenigen Renaissance-Bauten, die erhalten geblieben sind. Erbaut wurde es um 1585 von Peter Rantzau.
Ab 1759 wurde das Schloss mit seinen vier eleganten Ecktürmen und dem Wassergraben von Heinrich Carl von Schimmelmann umfassend umgebaut. Nachdem die Schimmelmanns das Anwesen 1932 verlassen hatten, folgten im Laufe des 20. Jahrhunderts verschiedene Nutzungen, zunächst etwa als Museum, dann als Unterkunft für Geflüchtete und sogar als Berufsschule. Seit 1955 dient das Schloss wieder als Museum und wurde 2003 in eine private Stiftung überführt.
Im Inneren des Schlosses Ahrensburg gibt es eine faszinierende Ausstellung über adlige Wohnkulturen. Das Erdgeschoss repräsentiert das 18. Jahrhundert mit beeindruckenden Räumen wie dem holzgetäfelten Speisezimmer und dem prächtigen Gartensaal, in dem auch Konzerte und Trauungen stattfinden.
Eine Treppe im Rokoko-Stil führt ins erste Stockwerk, wo eine Reise vom Klassizismus des 18. Jahrhunderts bis zum Biedermeier des 19. Jahrhunderts unternommen werden kann. Der Emkendorf-Saal besticht mit dem „Blauen Mobiliar“ und hochwertigen Landschaftsgemälden. Im Pelliccia-Kabinett sind die Wände mit fantasievollen Tapeten geschmückt. Auch lohnt sich ein Blick in den Festsaal von 1855, in dem einst gefeiert wurde und heute noch eine Flötenuhr ein Menuett von Haydn spielt.
Für Kinder gibt es extra Programme, die die kleinen Gäste altersgerecht und unterhaltsam durch das Schloss führen, darunter zum Beispiel „Märchenrallye im Schloss“, „Schlossrundgang für Spürnasen“ oder „Märchenhaft verkleidet durchs Schloss“.
Der Rückweg ist simpel, man folgt einfach nur der Strecke vom Hinweg bis zum Bahnhof. Wer zuvor noch nicht zugeschlagen hat, hat ja vielleicht jetzt noch mal Lust, durch das eine oder andere Geschäft zu stöbern, bevor es zurück geht.
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