Bahnhofsplatz 7
14943 Luckenwalde
Stadtrundgang durch Luckenwalde
Ein Stadtrundgang für Familien, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die St. Johanniskirche in Luckenwalde wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts von einer einfachen Saalkirche aus Feldsteinen zu einer zweischiffigen Hallenkirche mit Kreuzgewölbe umgebaut. Man geht davon aus, dass das nahe gelegene Kloster Zinna aus dem Jahr 1170 Vorbild für die meisten Kirchenbauten in der Region war. So auch für die St. Johanniskirche. Nach den Ordensregeln der Zisterzienser erhielt der Sakralbau keinen Kirchturm sondern lediglich einen kleinen Dachreiter, der bis heute auf dem Kirchenbau erhalten ist. Der Glockenturm steht separat und wird auch „Marktturm“ genannt. Er kann im Rahmen von Stadtführungen besichtigt werden.
Die Ausmalung im Innenraum wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts noch vor der Reformation fertig gestellt. Unter einem alten Anstrich wurden 1901 die farbenfrohen Malereien aufgedeckt. So findet sich zum Beispiel am östlichen Pfeiler eine Darstellung des Sebastian und am Triumphbogen der Stammbaum Jesu. Besonders ins Auge fallen auch die mittelalterlichen fünf Holzfiguren im Altarschrein und die Taufe aus Sandstein.
Informationen und Schlüssel im Gemeindebüro direkt gegenüber der Kirche, Di. und Do. 9 - 12, jeden 1. Do. im Monat auch 14-17 Uhr, Tel. 03371-610925
Wenn Sie nun wieder ein paar Schritte zurückgehen, befindet sich gegenüber der St. Johanniskirche das Heimatmuseum, in dem Sie sich mit der Geschichte der Stadt vertraut machen können. Und auch dem berühmten Sohn der Stadt, Rudi Dutschke, dem bekanntesten Vertreter der Studentenbewegung von 1968, ist hier ein höchstpersönliches Exponat gewidmet.
Das HeimatMuseum Luckenwalde zeigt, wie königliche Entscheidungen, Sozialdemokraten, Freidenker, Erfinder und Fabrikanten, Wirtschaftskrisen, Nationalsozialismus, Planwirtschaft und Währungsunion das wirtschaftliche und soziale Leben Luckenwaldes prägten.
In der Dauerausstellung erfahren Sie, was ein mittelalterlicher Bierstreit und der große Stadtbrand 1780 im 222 km entfernten Gera mit dem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung von Luckenwalde zu tun haben. Die Stadtgeschichte von der Luckenwalder Burg bis zum Biotechnologiepark wird anschaulich erklärt. Sie können außergewöhnliche Stücke, wie z.B. den Pullover von Rudi Dutschke und weitere 12000 Exponate bewundern.
Vielleicht sind Sie nach so viel Kultur inzwischen schon etwas hungrig geworden? Dann bietet Ihnen das Café-Restaurant klassMo in der alten Pianofabrik lukullische Genüsse in passendem Ambiente etwa 500 m vom Marktplatz entfernt. Hier kommen vegane oder flexitarische Gerichte auf den Teller, die. Kuchen sind liebevoll selbstgemacht.
Ob Frühstückscafé, kleines vegetarisches Restaurant, Kulturcafé oder wie auch immer man es nennen mag, das klassMo Café-Restaurant in der alten Pianofabrik Luckenwaldes hat vieles zu bieten. Ganz gleich, ob Flexitarier, Vegetarier oder Veganer, im klassMo werden alle fündig. Das klassMo-Team liebt Qualität, Nachhaltigkeit und Frische - beim Frühstück, Mittagstisch, Abendbrot und auch beim selbstgemachten Backwerk. Auf der Getränkekarte stehen besondere Weine aus Rheinhessen, regionale Biere und Säfte oder auch unsere Kaffeespezialitäten und Smoothies. Im Gastraum, auf dem Hof und in der Kulturwerkstatt gibt es das OpenAirCafé und weitere Veranstaltungen wie Filme, Konzerte etc. Für Übernachtungen bietet das Gästehaus verschiedene Zimmeroptionen.
Die Küche des klassMo bietet wöchentlich wechselnde Gerichte, die auch auch vorbestellt und dann abgeholt werden können.
Auf dem Weg zum etwa 1 km entfernten Heimattierpark kommen Sie in der Theaterstraße am Stadttheater und der Friedrich-Ebert-Grundschule vorbei. Das im Stil des Neuen Bauens Ende der 1920er Jahre errichtete Architektur-Ensemble ist sehr sehenswert. Wenige 100 m davon entfernt liegt der Tierpark mit Streichelgehege.
Mit etwa 195 Tieren in über 36 Arten und Rassen ist unser Tierpark der größte im Landkreis Teltow Fläming. Am Stadtpark zwischen Parkstraße und Ackerstraße ist unser Tierpark gelegen, bieten wir unseren großen und kleinen Gästen erholsame, lehrreiche und kurzweilige Stunden mit Tieren.
Für das leibliche Wohl steht Ihnen unser Tierparkkiosk ganzjährig gern zur Verfügung. Sie erreichen uns zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto. Hierfür stehen Ihnen Stellplätze an der Parkstraße sowie Ackerstraße zur Verfügung.
Im Tierpark freuen sich alle schon sehr auf Ihren Besuch, besonders Alpaka, Wildschwein, Pfau & Co.!
Nach dem Besuch des Tierparks steht ein ganz besonderes Architekturhighlight auf dem Programm, die ehemalige Hutfabrik des berühmten Architekten Erich Mendelsohn. Der Weg dorthin führt ein Stück am Rothegraben entlang und durch die Straße „Am Freibad“, die Jüterboger und Alex-Sailer-Straße zur Industriestraße 2, wo sich das unverwechselbare Baudenkmal befindet.
Die „Mendelsohnhalle“ entstand Anfang der 1920er Jahre im expressionistischen Stil. Das schachtförmige Holzdach über dem Färbereigebäude diente der Entlüftung und ähnelt tatsächlich einem Hut.
Heute wird das Gebäude für Veranstaltungen genutzt, eine Besichtigung ist nur nach Voranmeldung möglich (bitte fragen Sie in der Touristinformation Luckenwalde nach, Tel. 03371-672500).
Die berühmte Hutfabrik Erich Mendelsohns gilt als herausragendes Beispiel expressionistischer Industriearchitektur. Mendelsohn, der selbst die Luckenwalder Hutfabrik zu seinen besten Entwürfen zählte, wurde durch seine neuartige Formgestaltung und moderne Architekturbauweise in der Stahlbetontechnik berühmt. Bis 1923 entstanden auf diesem Gelände vier Produktionshallen, ein Kessel- und Turbinenhaus sowie zwei zusammengehörende Torbauten. Der wohl markanteste Bau war die Färbereihalle, die mit seiner schachtförmigen Dachhaube einem Hut sehr ähnelte.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten erstrahlt das denkmalgeschütze Bauwerk, welches 1923 fertiggestellt wurde, seit 2011 wieder in ursprünglichem Glanz.
Die Halle selbst ist nur zu besonderen Veranstaltungen und Führungen von innen zu besichtigen. Von außen ist das Gebäudeensemble von der Straße einsehbar.
Panorama-Turmblick, Dutschkes Pullover, Tierpark und Mendelsohnhalle – was könnte eine abwechslungsreiche Stadterkundung besser abrunden als Badespaß in der Fläming-Therme?
Um dorthin zu gelangen, gehen Sie die Industriestraße zurück und biegen nach links in die Straße „Schieferling“ ein. Nach etwa 300 m geht es nach links in die Rudolf-Breitscheid-Straße. Nach dem Überqueren der Bahntrasse biegen Sie links in die Anhaltstraße ein. Nach etwa 500 m geht es nach links in den Grünen Weg, dann gleich wieder nach rechts in die Mozartstraße. Nach etwa 1 km biegen Sie hinter dem Sportgelände nach links in den Weg, der zum Eingang der Fläming-Therme führt.
Herzlich willkommen im Bade-, Sport- und Saunaparadies für die ganze Familie! Ob sportlich ambitionierter Schwimmer, freizeitorientierte Familie oder entspannungssuchender Gast, in der Fläming-Therme erleben Sie das Element Wasser in seinem Ursprung. Immer wieder „spannende“ Möglichkeiten, das Wasser zu genießen, bieten wir Ihnen im 25-m-Sportbecken, im Freizeitbad, Therapie- und Entspannungsbecken oder in unserer vielseitigen Saunalandschaft. Lassen Sie sich von Kopf bis Fuß bei einem Wohlfühltag der Extraklasse verwöhnen.
25-m-Sportbad mit acht Bahnen, Freizeitbad für die ganze Familie – Strömungskanal, Reifenrutsche, Turborutsche, Kletternetz, Wasserfall, Kleinkinderwelt, Massagedüsen, Whirlpools, Therapie- und Entspannungsbecken
Deutschlands einzige Karpatensauna, Weinbrennerei-Sauna, Römisches Dampfbad mit Lichterhimmel und Trinkbrunnen, Finnische Sauna, Bio-Saunarium, Kalttauchbecken, Saunagarten mit Ruhehaus, Teichanlage und Wasserlauf, offener Kamin, Saunabar, Aroma-, Fußreflexzonen- und Ganzkörpermassage, Hot Stone, Wohlfühlbehandlungen von Kopf bis Fuß.
Von der Mozartstraße biegen Sie nach links in die Neue Bussestraße und folgen dieser bis zu den Bahngleisen. Nun geht es nach links in die Anhaltstraße. Dieser folgen Sie ein kurzes Stück geradeaus bis zur Unterführung, durch die Sie zurück zum Bahnhof gelangen.
Zum Abschluss der Tour gibt es hier noch ein weiteres Architekturhighlight zu bewundern, den schiefen goldenen Turm von Luckenwalde, ein imposanter Anbau des alten, sanierten Bahnhofsgebäudes, in dem sich die Stadtbibliothek befindet. Vielleicht bleibt ja vor Abfahrt des Zuges noch etwas Zeit, das Gebäude von innen zu betrachten und ein wenig zu schmökern.
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