Bahnhofplatz 12
76646 Bruchsal
Eine Stadt voller Überraschungen
Ein Stadtrundgang für Familien, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die 1749 geweihte Barockkirche mit der prächtigen Innenausstattung ist ein Werk von Balthasar Neumann (1687 – 1753), dem bedeutendsten Baumeister des süddeutschen Barock. Berühmt machte ihn vor allem der Bau der Würzburger Residenz und des Schlosses Augustusburg bei Brühl, die beide auf der UNESCO-Welterbe-Liste stehen. Als einziges Gotteshaus in Bruchsal überstand sie den Zweiten Weltkrieg unbeschadet. Die beiden mit zwiebelförmigen Hauben versehenen Türme sind 58 Meter hoch und beherbergen eines der ältesten noch erhaltenen Barockgeläute in Nordbaden. Unter der mit prächtigen Fresken versehenen Kirchenkuppel befindet sich die Gruft der einst in Bruchsal regierenden Fürstbischöfe. Hinter dem Gotteshaus liegt der städtische Friedhof mit zahlreichen historischen Grabmalen.
Besichtigungen und Führungen können gern vereinbart werden.
Durch die Kirchgasse führt der weitere Weg zurück zur Saalbach. Hier wartet mit der Nepomukbrücke eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt. Die zweibogige Steinbrücke stammt aus dem 18. Jahrhundert. Namensgeber ist die steinerne Figur des Heiligen Nepomuk an der Brücke.
Dann geht es weiter entlang der Klosterstraße bis zur Einmündung in die Huttenstraße. Die Bebauung – unter anderem zwei Kasernengebäude aus dem 18. Jahrhundert – macht sie zu einer Sehenswürdigkeit. Hoch über der Straße erhebt sich der Klosterberg. Gegenüber der Bäckerei Kircher, und dennoch leicht zu übersehen, befindet sich der Zugang zur „Andreasstaffel“ genannten Treppenanlage hinauf zum Stadtgarten mit dem Belvedere.
Das Belvedere ist eine 1758 erbaute Doppelturmanlage, die dem Bruchsaler Hofstaat zunächst als Schießhaus diente. Wildtiere wurden damals auf das Haus zugetrieben, um von der Terrasse aus erlegt zu werden. Später diente es als Ausflugsziel für die Hofgesellschaft. Von den beiden Baldachintürmen aus zeigt sich in voller Schönheit das Panorama von Bruchsal – daher der Name „Belvedere“ („schöne Aussicht“). Im Vordergrund ragt der nicht zugängliche Bergfried der einstigen bischöflichen Burg Bruchsal auf, von der ansonsten nichts mehr vorhanden ist.
Neben dem Belvedere steht das Schönborn-Gymnasium, die älteste Schule der Stadt. Umgeben ist das Belvedere von einem rund 3 Hektar großen Park mit alten Baumbeständen, dem Stadtgarten.
Auf der Reserveallee geht es anschließend bergab, am Amalienbrunnen vorbei, zum Schloss Bruchsal.
Ein Blick in die Schönbornstraße zeigt die festungsartigen Mauern der Bruchsaler Justizvollzugsanstalt. Als der nach amerikanischem Muster sternförmig errichtete Backsteinbau 1848 in Betrieb genommen wurde, war es das modernste Gefängnis Deutschlands. Zu den ersten Insassen gehörten die gefangengenommenen badischen Revolutionäre von 1848/49.
Durch das prachtvolle Damianstor betritt man die weitläufige Schlossanalage.
Die ausladende Schlossanlage von Bruchsal stammt aus einer Zeit, als ein kirchlicher Würdenträger und ein weltlicher Landesfürst in einer Person vereint sein konnten. Man nannte das „Fürstbischof“. 1722 legte Damian Hugo von Schönborn, der Fürstbischof von Speyer, den Grundstein für eine neue Residenz in Bruchsal. Die aus 40 Einzelgebäuden bestehende Anlage mit dem Corps des Logis (dem Hauptbau), der Schlosskirche und einem ausladenden Kanzleibau konnte erst unter seinem Nachfolger fertiggestellt werden. Beteiligt an der Gestaltung war Balthasar Neumann, der Meister des süddeutschen Barock. Er schuf eins der schönsten Treppenhäuser in deutschen Schlössern samt Kuppelsaal. Die Mode hatte im Lauf der Jahre aus dem wuchtigen Barock der ersten Entwürfe das verspielte Rokoko der Fertigstellung werden lassen.
Als fürstbischöfliche Residenz diente das Schloss Bruchsal nur 80 Jahre. Diese Jahre reichten jedoch aus, um ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang zu schaffen. Das heutige Schloss ist das Ergebnis einer grandiosen Wiederaufbauarbeit, denn am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Bau zum Teil bis auf die Grundmauern zerstört. Das Schloss enthält heute das Schlossmuseum, das Museum der Stadt Bruchsal und das Deutsche Musikautomaten-Museum.
Führungen durch die Prunkräume des Schlosses finden täglich außer Mo um 12 und 14 Uhr statt. Auf den Spuren der speyerischen Fürstbischöfe geht es durch die prächtig ausgestatteten Schlossräume. Beim Rundgang lernt man mehr über die kunstvollen Möbel und die Sammlung kostbarer Teppiche und erfährt viel über das Leben am Hofe.
Das Deutsche Musikautomaten-Museum (DMM) ist dem Badischen Landesmuseum angegliedert und zeigt im Barockschloss Bruchsal eine der europaweit größten Ausstellungen selbstspielender Instrumente. Per Knopfdruck können an ausgewählten Musikautomaten Audioaufnahmen mit charakteristischen Klängen abgespielt werden.
Bruchsals Städtisches Museum befindet sich im dritten Obergeschoss des Barockschlosses und dokumentiert die Geschichte des Bruchsaler Raumes von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Ein Schwerpunkt ist die Geschichte des Strafvollzugs in Bruchsal.
Wer nach dem Schlossbesuch eine ausgiebige Rast benötigt, findet sie im Ehrenhof der Schlossanlage von Bruchsal. Dort erwartet Lotta’s Schlosscafé die Gäste.
In der warmen Jahreszeit wird draußen serviert. Es gibt wechselnde kulinarische Überraschungen mit frischen Produkten aus der regionalen Küche. Eine täglich frische Kuchenauswahl sowie frisch gebackene Waffeln runden das Angebot ab.
Durch den Schlossgarten und den Rosengarten führt der Weg entlang der Franz-Bläsi-Straße zurück zum Bahnhof.
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