Bahnhofstraße
23970 Wismar
Auf den Spuren der SOKO Wismar
Ein Stadtrundgang für Familien, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das um 1450 einem Vorgängerbau folgende Tor wurde im spätgotischen Stil errichtet. Während das Tor zur Stadtseite hin noch einen typischen spätgotischen Stufengiebel aufweist, zeigt sich der um 1600 umgebaute Nordgiebel in Form eines Dreiecks. Beide Giebelfassaden sind mit Blenden und je zwei Wappen geschmückt, wobei links das gespaltene Stadtwappen und rechts das alte Stadtwappen abgebildet ist.
Spazieren Sie am Kai des Alten Hafens entlang, den es schon seit über 800 Jahren gibt. Wenn Sie eine Stärkung brauchen, sind Sie hier richtig. Hier und am gegenüberliegenden Alten Holzhafen gönnen sich sowohl die SOKO-Darsteller als auch ihre Filmfiguren des Öfteren ein saftiges Fischbrötchen.
Der Alte Hafen ist wohl der Ort mit den meisten SOKO-Leichen. Überhaupt werden von über 320 Serientoten mehr als 40 im Wasser gefunden. So wie der 16-jährige Computerhacker Oliver Breitner in Folge 144 (Zurück in die Wirklichkeit), der am Speicher ins Hafenbecken stürzte.
Schnell wachsen Hafen, Schifffahrt und Handelsgewerbe in Wismar – bedeutende Waren werden umgeschlagen: Weine aus Spanien, Italien und Frankreich, Pelze und Holz aus Russland, Felle aus Norwegen, auch Tuche, Seide und Wolle, vor allem aber Fische und Gewürze, Wachs, Malz und Salz. Der Handel über die Ostsee und ins Binnenland floriert. Die Blütezeit der Hanse beginnt, Wismar wird eine wohlhabende Stadt. Wismar, die Schöne und Mächtige, erarbeitet sich den Rang als bedeutende Stadt im Hansebund.
Der Alte Hafen hat sein Hafenbecken in Lage und spezifischer Formgebung seit dem Jahr 1211 weitestgehend erhalten. Als Anlegestelle für Ausflugsdampfer, Liegeplatz für Freizeitkapitäne und Traditionsschiffe, wie die Kogge und die Atalanta, hat der Hafen weiterhin Bedeutung. Auch Kreuzfahrtschiffe können von der Kaikante bestaunt werden.
Für Liegeplätze ist eine Voranmeldung über den Hafenmeister wünschenswert. Sanitärgebäude sind am Wasserwanderrastplatz in der Kopenhagener Straße vom 1. April bis 30. Oktober geöffnet.
Jedes Jahr Anfang Juni findet hier außerdem das Wismarer Hafenfest statt.
Folgen Sie der Straße Am Hafen ein Stück weiter zum Alten Holzhafen. Hier fand das SOKO-Team den Finanzberater Robert Meyer aus der Folge 242 (Gras drüber) auf einer Baustelle. In der Kai Bar am Ufer treffen Sie am Ende eines Drehtages mit etwas Glück die Darsteller und Crew-Mitglieder beim Feierabendimbiss.
Biegen Sie ab in die Fischerreihe und rechts in die Straße Neustadt mit ihren hübsch sanierten alten Bürgerhäusern. Nanu, den Eingang kennen Sie doch? Genau: Der Torbogen der Heiligen-Geist-Kirche ist in der Serie der Eingang zum Polizeirevier. Das Revier selbst wurde allerdings in Berlin nachgebaut. Auf der anderen Seite des Tores sieht es also „ein wenig“ anders aus.
Die Heiligen-Geist-Kirche war eine so genannte Spitalkirche, hier wurden Kranke und gebrechliche Menschen gepflegt und versorgt. Der Innenraum wird von einer bemalten Holzdecke abgeschlossen. Die barocke Deckenmalerei aus dem Jahre 1687 zeigt alttestamentarische Szenen. Einen besonders schönen Blick auf die Kirche hat man von der Hofseite. Im an die Kirche anschließenden so genannten "Langhaus" waren früher Zellen zur Unterbringung der Kranken. Es diente lange Zeit als Altersheim.Heute dient das Einfahrtstor zum Hof als Kulisse für die fiktive Polizeistation der Krimiserie "SOKO Wismar".
Laufen Sie die Lübsche Straße entlang Richtung St.-Marien-Kirche, vorbei an der Tourist-Information. Die ist Ihnen vielleicht aus Folge 324 (Leichenschmaus) bekannt. In der Lübschen Straße hat gefühlt jedes Haus schon einmal eine Rolle in einer der SOKO-Folgen gespielt: als Bäckerei „Baltic Back“, als Blumenladen in Folge 245 (Letzte Hoffnung Kloster); als Arztpraxis, Reisebüro oder Tai-Chi-Schule.
Gleich hinter der Tourist-Information biegen Sie ab zur St.-Marien-Kirche, von der nur noch der Turm erhalten ist.
Der 80 Meter hohe Turm der Marienkirche ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Hansestadt Wismar. Mit dem Bau der Kirche wurde um 1270 begonnen. Während des Mittelalters diente der Turm als Orientierungszeichen für Wismar anlaufende Schiffe. Im 2. Weltkrieg wurde die St.-Marien-Kirche 1945 schwer beschädigt und 1960 dann bis auf den Turm abgetragen. Bis dahin galt sie als eine der schönsten Backsteinkirchen im norddeutschen Raum.
Eine 3D-Filmpräsentation zeigt die Entstehung und Techniken des gotischen Backsteinbaus. Dabei erklärt die Figur Bruno Backstein anschaulich für alle Altersgruppen den Weg vom Lehm, dem Baumaterial der Kirche, über das Brennen der geformten Ziegel bis hin zum Mauerwerksbau.
Ein Ziegel kann auf Anfrage im Anschluss in der Ziegelscheune selbst angefertigt werden.
Informationen zur Barrierefreiheit
Alle prüfrelevanten Bereiche erfüllen die Qualitätskriterien der Kennzeichnung "Barrierefreiheit geprüft – teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung und für Rollstuhlfahrer". Weitere geprüfte Details sind zu finden unter Reisen für Alle.
1 Parkplatz für Menschen mit Behinderung zur Verfügung (Stellplatzgröße: 250 cm x 500 cm).
Zwischen Parkplatz und Eingang ist der Weg 150 m lang (engfugiges historisches Kopfsteinpflaster).
Vor dem Eingang zur Kirche gibt es eine Stufe. Diese kann 4 m rechts davon umgangen werden über einen geraden Weg ohne Gefälle.
Alle für den Gast nutzbaren und erhobenen Räume sind ebenerdig oder über eine Rampe erreichbar.
Alle Durchgänge/Türen sind mind. 90 cm breit.
Den Erlebnisraum „Modelle“ erreicht man über zwei Stufen oder alternativ über eine Rampe (120 cm breit mit einer Neigung von 17% auf einer Länge von 1,20 m).
Die Exponate sind überwiegend im Stehen und Sitzen sichtbar.
Angebotene Hilfsmittel: Rollstuhl, Rollator
Es werden Führungen für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer angeboten. Um Voranmeldung wird gebeten.
Gästeführer sind so ausgebildet, dass Gäste mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer an jeder Führung teilnehmen können und auf ihre Belange eingegangen wird.
Es werden Führungen für Menschen mit Hörbehinderung und gehörlose Menschen angeboten. Um Voranmeldung wird gebeten.
Gebärdensprachendolmetscher können organisiert werden.
Es gibt keine induktive Höranlage.
Bei einem akustischen Alarm erscheint kein optisch wahrnehmbares Blink- oder Blitzsignal.
Es werden Führungen für Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen angeboten. Um Voranmeldung wird gebeten.
Assistenzhunde sind willkommen.
Das Ziel des Weges ist meist in Sichtweite oder es sind Wegezeichen in ständig sichtbarem Abstand vorhanden.
Es gibt keine Informationen in Leichter Sprache.
Informationen sind nicht mit Piktogrammen oder Bildern dargestellt.
Es werden Führungen für Gäste mit kognitiven Beeinträchtigungen angeboten. Um Voranmeldung wird gebeten.
Turmbesteigung
April – September: stündlich 11:00 - 17:00 Uhr oder nach Anmeldung, Gruppenpreis 1-15 Personen 50 €
Oktober - März: nach Anmeldung, Gruppenpreis 1-15 Personen 50 €
Umrunden Sie das Areal der Kirche und folgen Sie der Sargmacherstraße vertrauensvoll bis zum Markt. Seine Größe ist dem Reichtum der Wismarer Kaufleute von damals zu verdanken. Aufgrund seiner komfortablen Größe fanden an diesem Platz die ersten SOKO-Wismar-Dreharbeiten statt. Lottokönig Maik Radolf aus Folge 11 stürzte hier aus dem Fenster, in Folge 14 (Der Lockvogel) lag am Markt das Geschäft eines Juweliers. Das prächtige Rathaus von 1819 kam bereits in zwei Folgen vor. In einer davon spielte sogar die damalige Bürgermeisterin sich selbst.
In Folge 13 (Bankbesuch) spielt das Bankgebäude am Markt eine zentrale Rolle bei einem verzweifelten Überfall. Im Film war dies die „Nordbank“, durch deren Fenster die Zuschauer einen guten Blick auf den Platz und die sehenswerte Wasserkunst hatten. Drei Tage dauerte allein der Dreh für die Szenen in und vor der Bank.
Die Wasserkunst wurde von 1580 bis 1602 nach den Plänen des niederländischen Baumeisters Philipp Brandin aus Utrecht im Stil der holländischen Renaissance erbaut und diente bis 1897 zur Trinkwasserversorgung der Stadt. Die Spruchbänder in lateinischer und deutscher Sprache berichten von der Trinkwasserversorgung in früheren Zeiten.
Hinter dem Rathaus kommen Sie in die Krämerstraße. Für die SOKO-Dreharbeiten verwandelten sich einzelne Läden schon in die Boutique „Style Experience“ von Carla Ritter (Folge 266, Fenster zum Hof) oder in René`s Tattoo-Studio (Folge 319, Tattoo-Tod). Im wahren Leben finden Sie hier auch ganz außergewöhnliche Geschäfte, wie den Fischleder Concept Store von Ramona Stelzer (Krämerstraße 21). Die Designerin erzählt Ihnen gern persönlich, was ihr Material so besonders macht.
Laufen Sie die Krämerstraße nach Norden hoch und weiter in die Bohrstraße, bis rechts die Frische Grube abzweigt. In dem Bach fand das SOKO-Team schon Tatwerkzeuge, wichtige Indizien und auch mal eine Leiche. Machen Sie vielleicht noch einen Abstecher ins Café & Galerie Sinnenreich, gleich gegenüber der Kirche St. Nikolai. Dekoriert mit allerlei Antiquitäten, diente das Jugendstilhaus im Film bereits als Pfandleihe, Juwelierladen, Antiquitätenladen und Café.
Über die Mühlengrube gelangen Sie in knapp 5 Minuten zurück zum Bahnhof Wismar. Wundern Sie sich nicht, falls Ihnen im Zug zurück alles und jeder verdächtig vorkommt...
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