Siemensstraße
53359 Rheinbach
Entdeckungen zwischen Eifel und Rhein
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Gleich neben dem Haltepunkt wurde ein kurzes Stück der historischen Wasserleitung rekonstruiert. Sie war mit rund 100 Kilometern einer der längsten Aquädukte des Römischen Reiches. Das Wasser floss größtenteils in einem geschlossenen Kanal, der zum Schutz vor Frost größtenteils etwa einen Meter unter die Erdoberfläche eingelassen war. Entlang der Route der Wasserleitung führt der „Römerkanal-Wanderweg“ von Nettersheim über Kall, Rheinbach, Brühl und Hürth nach Köln. Durch Rheinbach führt der etwa 120 Kilometer lange Römerkanal-Wanderweg.
Vom Haltepunkt mit dem rekonstruierten Römerkanal aus geht es die Straße „Römerkanal“ entlang. Dann folgt ein Stück durch den Gräbbachweg und die Koblenzer Straße. Hinter der Hausnummer 4 befindet sie ein privates Kutschenmuseum. Die Kutschensammlung der Familie Mostert ist mit ihren Fahrzeugen aus der Blütezeit der Wagenbauer des 19. Jahrhunderts reicht von leichten Einspännern über größere Jagd-, Reise- und Gesellschaftswagen bis hin zum luxuriösen Galacoupé. Die Sammlung hat an Wochenenden geschlossen. Führungen sind nach vorheriger Anmeldung unter 02226 911 70 40 oder E-Mail info@coachhaus-mostert.de möglich.
Die Koblenzer Straße geht in die Straße „Vor dem Voigtstor“ und die in die Hauptstraße über. Gleich am Anfang steht die katholische Kirche St. Martin.
In Rheinbach gab es einst zwei Kirchen. Zum einen die Pfarrkirche St. Martin, die außerhalb der Stadtmauern stand und 1789 durch einen Blitzschlag zerstört wurde. Zum anderen eine kleine, der Jungfrau Maria und dem heiligen Georg geweihte Filialkirche, die an der Stelle der heutigen Kirche stand. Als man für den Kirchgang nicht mehr die schützenden Stadtmauern verlassen wollte gewann die innerhalb der Mauern immer mehr an Bedeutung. Nach einem Brand wurde die Kirche 1680 als dreischiffige Anlage wieder aufgebaut. Als 1789 die Kirche außerhalb der Mauern zerstört wurde, wurde die bisherige Filialkirche offiziell Pfarrkirche und dem Hl. Martin geweiht. Im Jahre 1904 wurde die Kirche im neugotischen Stil erweitert. Anfang der 1990er-Jahre erhielt sie nach Umbauten ihr heutiges Aussehen.
Die Bachstraße führt vorbei an einer historischen Pumpe zum „Silberlöffel“, einer Möglichkeit zur gemütlichen Rast.
Das Café „Silberlöffel“ in der historischen Altstadt bezeichnet sich selbst als Rheinbachs „kleines Wohnzimmer“. Im kleinen Fachwerkhaus herrscht heimelige Café-Haus Atmosphäre, ein bisschen englisch, ein bisschen französisch. Zum Frühstück gibt es herzhaftes Rührei, französische Croissants sowie Brötchen und Brioche, mittags kommen hausgemachte Suppen, Quiche oder verschieden belegtes Smörrebröd auf den Tisch, und am Nachmittag gibt es französische Törtchen und Kuchen sowie köstliche Crumbles.
Ein paar Schritte vom Café entfernt steht der Hexenturm, das Wahrzeichen der Stadt. Er ist der erhaltene Bergfried der ansonsten nicht mehr vorhandenen Rheinbacher Burg. Später wurde er als einer von sieben Türmen in die mittelalterliche Stadtbefestigung einbezogen. Der Durchmesser des Turmes beträgt 9 Meter, seine Höhe 34,5 Meter und die Mauerstärke 2,2 Meter. Der Name „Hexenturm“ erinnert an die Hexenprozesse, die in Rheinbach vor allem zwischen 1631 und 1636 stattfanden. Vermutlich wurden damals rund 130 Menschen als Hexen angeklagt, gefoltert und verbrannt, nachdem sie im Kerker des Turmes eingesperrt wurden. Heute ist der Turm mit einer heimatkundlichen Ausstellung eine Besucherattraktion. Er wird als Bürgerhaus genutzt und kann von der Stadtverwaltung für private Veranstaltungen angemietet werden. Weiter geht es gleich um die Ecke zum Himmeroder Wall mit dem Glasmuseum.
Hinter dem Namen Glasmuseum verbirgt sich ein ganzer Museumskomplex. Seit 1989 ist das Glasmuseum in eine fränkische Hofanlage, die früher dem Kloster Himmerod gehörte, harmonisch integriert. Der Komplex ist das Kernstück des Kultur- und Bürgerzentrums der Stadt. In der Rheinbacher Gegend war die Glasherstellung, wie archäologische Funde belegen, bereits den Römern bekannt. Der entscheidende Impuls kam aber 1947 durch die Ansiedlung sudetendeutscher Glasveredler aus Nordböhmen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. Das Glasmuseum führt anschaulich in die Kunst nordböhmischer Glasherstellung und -veredelung ein. Im Museumsshop können gläserne Souvenirs erworben werden.
Zum Komplex am Himmeroder Wall gehört das Naturparkzentrum des Naturparks Rheinland. Die Ausstellung stellt die landschaftliche und kulturelle Vielfalt des Naturparks vor, der unmittelbar vor den Toren der Städte Köln und Bonn liegt. Er umfasst auf über 1.000 km² eine erstaunliche landschaftliche Vielfalt.
Direkt nebenan befinden sich das Römerkanal-Informationszentrum. Es präsentiert alles, was man zum Römerkanal und zum Wasserbau der Römer wissen muss. Das Infozentrum ist barrierefrei gestaltet und der Eintritt ist frei. Hier kann man über eine fast zweitausend Jahre alte ingenieurtechnische Meisterleistung ins Staunen kommen. Den damaligen Ingenieuren ist es gelungen, eine Strecke mit nahezu gleichmäßigem Gefälle ausfindig zu machen und unterwegs weitere Quellen einzuspeisen. Das Informationszentrum liegt in der Mitte des Römerkanal-Wanderwegs. Dem Wasserfluss von früher folgt der “modernisierte” 120 km lange Römerkanal- Wanderweg entlang der Relikte des Römerkanals auf insgesamt 7 Etappen. Entlang des Weges sind über 50 neue Informationstafeln an römischen Relikten installiert.
Die Turmstraße und die Münstereifeler Straße führen nach 1,5 Kilometern zum Freizeitpark von Rheinbach.
Der Freizeitpark der Stadt Rheinbach bietet Sport, Spaß und Erholung für jede Altersgruppe. Er ist auf einer Größe von über 15 Hektar eine in sich geschlossene Freizeitlandschaft. Hier können Kinder ungestört toben und spielen. Auch hier spielt Wasser eine wichtige Rolle. Zu den Spielanlagen gehört ein Sandplatz mit Wasserquelle, es gibt eine Wasserspielstraße und einen See mit rundum Liegewiesen. Er ist ein beliebter Treffpunkt für Modellboot-Bauer. Der Freizeitpark ist regelmäßig Ort für Flohmärkte.
Am Rand des Freizeitparks kann man erleben, welche Rolle Wasser heute in Rheinbach für Entspannung und Erholung, Sport und Spiel, Gesundheit und Genuss spielt. Im Erlebnisbad Monte Mare gibt es das volle Programm zum Schwimmen, Saunieren oder Abtauchen. Für Letzteres verfügt das Monte Mare über ein 10 Meter tiefes Idoor-Tauchzentrum.
Der Freizeitpark Rheinbach ist von April bis einschließlich September 8.00 Uhr - 21.00 Uhr und von Oktober bis März 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.
Der Weg zum Bahnhof ist ca. 2 Kilometer lang und führt durch die Schubertstraße, die Münstereifeler Straße und die Bahnhofstraße. In Bahnhofsnähe finden sich zahlreiche Restaurants für eine abschließende Rast. Das Bahnhofsgebäude stammt aus der Zeit des Trassenbaus um 1880 und ist noch weitgehend im Originalzustand.
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Haltepunkt Rheinbach RömerkanalSiemensstraße
53359 Rheinbach