Am Bahnhof 3
15806 Zossen, Wünsdorf
Museen und Führungen erzählen die Geschichte des Militärstandortes
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das heutige Wünsdorf-Waldstadt mit seinem militärischen Erbe geht auf die Kaiserzeit zurück. Nach dem Aufbau großer Truppenübungsplätze und Kasernen in Jüterbog und Kummersdorf in den 1870er Jahren wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch Wünsdorf als Truppenstandort einbezogen. Die ansässige Bevölkergung wurde umgesiedelt und ab 1910 entstanden zahlreiche Kasernen und Truppenübungsplätze im Wünsdorfer Forst. Das Garnisonsmuseum ist in einem extra für Museumszwecke restaurierten Pferdestall aus der Kaiserzeit untergebracht und befasst sich mit der militärischen Nutzung des Areals in der Epoche von 1910 bis 1945. Ausgestellt werden zahlreiche Exponate, Dokumente und Unterlagen, die einen Überblick über die militärischen Einrichtungen zur damaligen Zeit sowie in das Leben in der Garnison geben. Im benachbarten Museum "Roter Stern" findet sich die Ausstellung zur sowjetischen bzw. russischen Besatzung von 1945 bis 1994. Ebenfalls auf dem Gelände und separat zu besuchen sind die sogenannten "Betonzigarren", einer besonderen Form von Bunkeranlagen.
- gegenüberliegendes Gebäude mit Museum „Roter Stern“
In der Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf wird Militärgeschichte aus verschiedenen Epochen lebendig. Während sich das Garnisonsmuseum mit der deutschen Militärgeschichte vom Kaiserreich bis zum Ende des 2. Weltkriegs befasst, ist das Museum "Roter Stern" der Zeit der sowjetischen Besatzung von 1945 bis 1994 gewidmet. In einem umgebauten ehemaligen Pferdestall ist die Ausstellung in zwei Hauptbereiche gegliedert. Im ersten Bereich sind alle wichtigen Themen und Ereignisse im Zusammenhang mit der Präsenz der Sowjetarmee in der DDR dargestellt. Der zweite Bereich soll mit der Ausstellung von militärischen Artefakten und Alltagsgegenständen einen Einblick in den Alltag in der sogenannten "Verbotenen Stadt" gewähren.
In den Sommermonaten stehen Mitglieder des Fördervereins an Wochenenden und Feiertagen während der Ausstellungszeiten als Ansprechpartner zur Verfügung und geben Auskunft zu den Ausstellungsstücken. Nach Voranmeldung werden auch Führungen über das Gelände und verschiedene Teile der Anlage angeboten.
- vor oder nach den Museumsrundgängen mit vielen Hintergrundinfos Bunkerführung (nach Voranmeldung)
Bei verschiedenen Führungen mit Fachleuten können Interessierte die gewaltigen Bunkeranlagen und ihre Geschichte in Wünsdorf-Waldstadt kennenlernen. So zeigen die Tour 1 und die Spezialtour 2 in 1,5 bzw. 4,5 Stunden (ab 16 Jahre) mit den Bunkeranlagen Maybach I und Zeppelin die ehemaligen Generalstabs- und Nachrichtenbunker des Oberkommandos des Deutschen Heeres. Tour 3 bewegt sich in 2,5 Stunden „Auf den Spuren der Russen“ und Tour 4 führt 2,5 Stunden bei der „Vier-Bunker-Tour“ zu sowjetischen und deutschen Bunkern.
Für alle Führungen ist eine Voranmeldung notwendig. Gruppen ab 10 Personen können auch Sondertermine und Spezialführungen vereinbaren.
Alle Führungen starten am Haus Oskar, Zehrensdorfer Str. 12, 15806 Zossen, Wünsdorf-Waldstadt.
Taschenlampen, feste Schuhe sowie warme Jacken für die konstant 10 °C kühlen Bunker sind zu empfehlen.
- Einkehrmöglichkeit zum Beispiel im benachbarten griechischen Restaurant „Akropolis“, Gutenbergstraße 1 (geöffnet Montag bis Sonntag 11.30 bis 23 Uhr, www.restaurant-akropolis-zossen.de)
- Rückweg zum Bahnhof Wünsdorf-Waldstadt wie Hinweg
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Bahnhof Wünsdorf-WaldstadtAm Bahnhof 3
15806 Zossen, Wünsdorf