Bahnhofsvorplatz
15711 Königs Wusterhausen
Das einstige Jagdschloss des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I.
Ein Stadtrundgang für Familien und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Schloss Königs Wusterhausen zählte zu den Lieblingsorten des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. in Preußen. Das aus einer mittelalterlichen Burg hervorgegangene Renaissance-Schloss diente dem König als Jagdrefugium und Residenz. In Königs Wusterhausen entwickelte Friedrich Wilhelm I. seine Reformpläne und begann mit dem Aufbau seines Leibbataillons, den "Langen Kerls". Legendär wurde das allabendlich vom König einberufene Tabakskollegium, eine Runde aus Militärs und "gelehrten lustigen" Räten, die zwanglos Fragen der Politik, Moral und Religion debattierten.
Bei einer Besichtigung (nur mit Führung möglich) erhalten Besucher einen vorzüglichen Einblick in das Leben und die königlichen Wohnräume Friedrich Wilhelm I. und seiner Zeit, in der Preußens Aufstieg zur europäischen Großmacht begann.
Gleich gegenüber vom Schloss hat das Dahmelandmuseum sein Domizil in einem historischen Gebäude des einstigen Gutshofes. Das Haus, ursprünglich ein Fachwerkbau, wurde mehrmals Opfer der Flammen. Immer wieder aufgebaut, diente es als Wohnung für den königlichen Forstmeister, war höhere Töchterschule, zu DDR-Zeiten örtliche Stasizentrale und nach der Wende Bibliothek. In ehrenamtlicher Arbeit hat der „Heimat- und Museumsverein Königs Wusterhausen 1990 e.V.“ das Museum 1996 aufgebaut – es wird auch vom Verein ehrenamtlich geführt.
Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte des Dahmelandes und die der Stadt Königs Wusterhausen. Besonders interessant sind die vollständig eingerichtete Wohnstube, das Kinderzimmer, die Küche und Waschküche aus der Zeit um 1920. In der Waschküche steht die erste Waschmaschine – eine Holzbottichmaschine. In weiteren Räumen wird historisches Handwerk anhand von zwölf verschiedenen Berufen gezeigt und eine Schulstube gibt einen Einblick in den Unterricht vor 100 Jahren. Das Eichhörnchen Trixi begleitet die jüngsten Museumsbesucher spielerisch durch die Ausstellung. Viele Exponate wie Waschbrett, alte Telefone, Schiefertafel, Waage mit Gewichten und Schiebemühle laden ein zum Anfassen und Ausprobieren ein. Auch bei Workshops können Groß und Klein Alltägliches von einst kennenlernen: z. B. Papierschöpfen, Waschen und Kochen wie früher, Getreide zu Mehl vermahlen, mit Federkiel und Griffel die deutsche Schrift ausprobieren oder historische Kinderspiele ausprobieren.
In der „Galerie unterm Dach“ erhalten u.a. Künstler der Region die Möglichkeit, ihre Arbeiten wie Malerei, Grafik und Fotografie vorzustellen. Informationen zur aktuellen Ausstellung finden Sie auf unserer Homepage.
Der Museumshof zeigt historische landwirtschaftliche Maschinen, die zum größten Teil funktionstüchtig sind und bei Veranstaltungen wie dem alljährlichen "Museumsfest" und dem "Abend im Museum" vorgeführt werden.
Der Zugang zu den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss ist durch einen Aufzug auch für Rollstuhlfahrer möglich. Interessierte Gäste können gern Führungen buchen.
Vom Museum ist es nur ein knapper Kilometer zur Ausstellung, die Königs Wusterhausen berühmt machen sollte: zum Sender- und Funktechnikmuseum, das über die Anfänge unseres Radios berichtet. Folgen Sie einfach der Berliner Straße und weiter dem Weg auf den Funkerberg. Und wie der Name schon sagt – es geht ein wenig schweißtreibend hinauf. Auf 70 Meter Höhe steht linker Hand ein imposanter Turm. 1912 als Wasserturm gebaut, ist der 33,3 Meter hohe Turm und die grüne Oase zu seinen Füßen heute in privater Hand. Noch ein Stück höher haben Sie es geschafft und stehen quasi auf dem Dach von König Wusterhausen mit seinem beeindruckenden Museum.
”Hallo, hallo, hier Königs Wusterhausen auf Welle 2700.“ Mit diesen Worten begann am 22. Dezember 1920 eine neue Ära für Deutschland. Im provisorischen Studio spielten Postbeamte live ein Weihnachtskonzert. Zum ersten Mal wurden Sprache und Musik als moderiertes Programm gesendet. Das Radio in seiner heutigen Form war geboren. Die historische Übertragung erfolgte aus dem Senderhaus 1 vom ehemaligen Windmühlenberg, dem heutigen Funkerberg, in Königs Wusterhausen.
Heute präsentiert ein Museum auf dem historischen Areal zahlreiche Exponate aus 100 Jahren Rundfunk. Die Ausstellung zeigt alle Elemente des Rundfunks von Programmerstellung über Sender und Antenne bis zur Stromversorgung. Wahrzeichen des Funkerbergs ist der 210 Meter hohe sogenannte Mast 17. Er ist der älteste erhaltene Antennenträger Deutschlands.
Gesendet wird auch heute noch auf dem Funkerberg. Beim Museumsradio ”welle370“ können Besucher einmal im Monat Radiomachern über die Schulter schauen. In altersspezifischen Führungen können junge Besucher alles über den Rundfunk erfahren.
Die Anmeldung kann per Telefon 03375293601 oder Email: museum@funkerberg.de erfolgen.
Während der Bauphase bietet das Museum an jedem Freitag um 15:00 Uhr den Besuch im Rahmen einer Führung ab fünf Personen zzgl. der Führungsgebühr von 10,- Euro an. Wir bitten um vorherige Anmeldung.
Nach diesem Exkurs in die Rundfunkgeschichte laufen Sie wieder zurück zum Dahmelandmuseum und von dort weiter über Schloßplatz und Gerichtsstraße bis zum Kreisel. Hier biegen Sie rechts in die Storkower Straße und sehen schon den Bahnhof. Am Anfang der Bahnhofsstraße können Sie sich noch stärken, bevor es wieder nach Hause geht. Sie sehen – Königs Wusterhausen hat wahrlich Besonderes zu bieten. Lassen Sie es sich nicht durch die Lappen gehen!
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15711 Königs Wusterhausen