Poggenburgstr. 12
25813 Husum
Husum entdecken
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
In Husum liegt zum Glück alles sehr dicht beieinander. Im Herzen der Stadt befindet sich der Binnenhafen, wo sich bunte Häuser aneinanderreihen, Segelboote direkt an der Kaimauer ankern und Restaurants, Cafés und andere Gastronomien mit köstlichen Angeboten locken.
Hier am Hafen kann man hervorragend das Gezeitenspiel beobachten. Zweimal am Tag spült die Nordsee frisches Wasser in die Stadt. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein lässt sich mit einer Hafenrundfahrt auf dem Tuckerboot Möwe Willi die Stadt aus einer spannenden Perspektive erkunden. Je nach Gezeiten führt die Fahrt entlang des Binnen- und Außenhafens und teilweise bis zur Dockkoogspitze.
Tipp: Am Außenhafen lassen sich Handelsschiffe bestaunen, außerdem gibt es täglich fangfrische Krabben und saisonalen Fisch zu kaufen. Zu den Husumer Krabbentagen, die jährlich im Oktober stattfinden, legen die Kutter sogar im Binnenhafen an.
Direkt am Hafen liegt der Husumer Speicher.
Im Hafen befindet sich der Speicher Husum. In dem ehemaligen Getreidelager finden seit 1982 unterschiedliche Veranstaltungen aus verschiedenen kulturellen Bereichen statt: Konzerte, Lesungen, Poetry-Slams, Ausstellungen, Jazzfrühschoppen und noch viel mehr wird hier geboten. Auch abwechslungsreiche Märkte finden in regelmäßigen Abständen statt.
Dabei gibt es durchaus auch mal experimentierfreudige Veranstaltungen, denn der Verein hat es sich zum Ziel gemacht, nicht-kommerzielles, vielfältiges sowie anspruchsvolles Kulturprogramm zu bieten, das zu gesellschaftlicher Auseinandersetzung einladen möchte. Auf der Internetseite können sich Besucher:innen vorab über eventuelle Events informieren und in ihren Tag einplanen.
Nachdem Sie nun die kulturelle Seite des Ausflugs genießen konnten, geht es in einen liebevoll-kitschigen Teil über, denn der Besuch des Weihnachtshauses steht an. Dort dauert die Weihnachtszeit das ganze Jahr. Immer am Wasser entlang laufen Sie die Hafenstraße zurück, biegen am Fischhaus Loof nach rechts und folgen der Straße Westerende, bis Sie auf der linken Seite auf das Weihnachtshaus stoßen.
Im Husumer Weihnachtshaus, das sich übrigens in einem Gebäude aus der Gründerzeit befindet und denkmalgeschützt ist, wird es festlich. Der historische Laden liegt etwas abseits in einer Seitenstraße. Zu verfehlen ist das Weihnachtsparadies trotzdem nicht, denn schon von Weitem erblickt man den gewaltigen Nussknacker, der auf einem Balkon über dem geschichtsträchtigen Haus thront.
Im Inneren des Gebäudes geht der Weihnachtszauber weiter. Originelle Baumanhänger von Meerjungfrau bis Einhorn, funkelndes Lametta und hölzerne Weihnachtsfigürchen machen nur einen kleinen Teil des vielseitigen Sortiments aus.
Das Weihnachtshaus Husum ist ein Museum, das sich seit 2008 mit der kulturellen Geschichte des Weihnachtsfestes in Deutschland befasst. Direkt daran angeschlossen ist ein feiner Museumsshop, der in einem historischen Laden aus dem 19. Jahrhundert eingerichtet wurde.
Wer sich nach einiger Zeit vom besinnlichen Weihnachtszauber lösen kann, auf den wartet ein weiterer zauberhafter Ort: der Husumer Schlosspark. Spazieren Sie die Nordbahnhofstraße entlang, an der Straße Neustadt geht es nach links und an der Schlossstraße wieder nach rechts – und schon sind Sie am weitläufigen Schlosspark angekommen.
Der Schlosspark ist weit über die Grenzen von Husum hinaus bekannt – vermutlich sogar über die Grenzen Schleswig-Holsteins. Im Frühjahr ist der Park ein besonderer Magnet für Tourist:innen, denn dann sprießen unendlich viele Krokusse aus dem Boden und tauchen den Park in ein lilafarbenes Meer aus Blüten.
Doch auch in allen anderen Jahreszeiten ist der Park einen Besuch wert. Im Herbst lockt das goldene Farbenspiel zu einem kleinen Indian Summer im Norden und auch der Eingang, das Gartenportal aus Sandstein, das noch aus der Renaissance stammt, ist beeindruckend. Außerdem steht hier das Denkmal für Theodor Storm, das anlässlich des 10. Todesjahres des berühmten Husumer Dichters am 14. September 1898 enthüllt wurde.
Der gesamte Park ist als Renaissance-Garten angelegt worden, später kamen Elemente aus dem Barock dazu und inzwischen präsentiert sich der Park als Landschaftsgarten, mit fast 600 Bäumen, lauschigen Plätzen und zahlreichen Bänken.
Übrigens: Seit 1994 steht der Schlosspark unter Denkmalschutz und ist damit einer der wenigen denkmalgeschützten Grünanlagen in der Husumer Bucht.
Das nächste Ziel der Tour ist das Schloss vor Husum.
Das Schloss vor Husum wird so genannt, da es zu seiner Erbauungszeit noch nicht in Husum selbst, sondern vor der Stadtgrenze lag. Ursprünglich angedacht als Zweitresidenz des herzoglichen Hauses Schleswig-Holstein-Gottorf, diente es im 18. und im 19. Jahrhundert auch als Residenz des dänischen Königshauses.
Das Schloss vor Husum ist übrigens der einzige erhaltene Schlossbau an der schleswig-holsteinischen Westküste. Im Innenbereich befindet sich heute das Schlossmuseum mit Dachgalerie, Poppenspäler-Museum und ein Kulturzentrum.
Zurück geht es nach diesem ereignisreichen Tag über die Schloss- und die Asmussenstraße in Richtung Schulstraße. Dort biegen Sie rechts ein, folgen der Schulstraße, die in die Herzog-Adolf-Straße übergeht, bis Sie das Flüsschen, die Mühlenau überqueren. Wer Zeit hat, kann dort noch einen letzten Blick ins Wasser werfen und schließlich den Weg weiter zum Bahnhof gehen.
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Start/Ende
Bahnhof HusumPoggenburgstr. 12
25813 Husum