Bahnhofstraße
18311 Ribnitz-Damgarten
Bernsteine und anderes in Ribnitz-Damgarten
Ein Stadtrundgang für Kurztrip und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Sie erwarten eine spannende Einführung in Naturgeschichte und Geologie des fossilen Harzes und kostbare Kunstwerke aus 3000 Jahren auf über 1.000 qm. Die Ausstellung zur Kloster- und Stiftsgeschichte in der angrenzenden Klosterkirche zeigt verborgene und offenbare Schätze, damit Sie auch dem Leben der Klarissen und der evangelischen Gutsbesitzertöchter an diesem Ort nachspüren können.Wo im Mittelalter fromme Klarissinnen beteten, leuchten heute die Schätze des Deutschen Bernsteinmuseums. Der Besucher wird mit der Natur-, sowie der Kunst- und Kulturgeschichte des Bernstein vertraut gemacht. Themen der Dauerausstellung sind unter anderem: Bernsteinfunde an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, die Geschichte der Bernsteinsuche und das Bernsteindrechslerhandwerk im Mittelalter, die großtechnische Bernsteingewinnung im 19. Jahrhundert und die moderne künstlerische Verarbeitung in der Gegenwart. In der Museumswerkstatt hat man die Möglichkeit, das Bernsteinschleifen selbst zu probieren.Tipp für Familien: Im offenen Aktionsbereich des KinderBernsteinlandes gibt es tolle Mitmachangebote für eine Beschäftigung mit dem Gold der Küste.
Sie befinden sich noch immer im historischen Gemäuer. Das Kloster ist 1323/24 von Heinrich II. von Mecklenburg den Schwestern des Ordens der Heiligen Klara gestiftet worden.
Neben dem Burghof schenkte das Fürstenhaus den Klarissen auch Geld und Ländereien, sodass das Kloster in der Region zu einer starken wirtschaftlichen Macht wurde.
Eine Dauerausstellung, die ebenfalls barrierefrei zu besichtigen ist, erzählt von der Geschichte dieses einzigen Klarissen-Klosters Mecklenburg-Vorpommerns.
1323 stiftete Fürst Heinrich der Löwe ein Kloster für den Klarissenorden, der seine Gründerin und Regelgeberin, die Heilige Klara von Assisi (1193-1253), besonders verehrt. Reich mit Grundbesitz ausgestattet, entwickelte sich das Kloster schnell zu einem bedeutenden Konvent. Heute ist die Klosteranlage mit seiner gotischen Kirche eine kleine Schatzkammer. Ein großer Teil der mittelalterlichen Ausstattung hat sich bis heute bewahrt. Die Ausstellung „Dame von Welt, aber auch Nonne“ zur Kloster- und Stiftsgeschichte führt durch die Klosterkirche und zeigt die vielen Schätze des Klosters. Besucher können hier dem Leben der Klarissen nachspüren und Interessantes zur mecklenburgischen Landes- und Adelsgeschichte entdecken.
Es gibt nur noch wenige Orte in Mecklenburg, die ihren Besuchern so viel historische Aura vermitteln. Das Kloster beherbergt auch das Deutsche Bernsteinmuseum. Die Ausstellungen sind miteinander verbunden und können gemeinsam erlebt werden.
Ein kleiner Spazierweg wird jetzt sicher gut tun, um all die Eindrücke sich setzen zu lassen. Durch die Neue Klosterstraße kommen Sie direkt zum Markt. Es ist ein Katzensprung.
Der Markt Ribnitz ist ein besonderer Ort. Nicht nur, weil hier bereits im 13. Jahrhundert Handwerk wie die Buntmetallgießerei angesiedelt war. An diesem Ort ereignete sich eine einmalige Geschichte der Zivilcourage. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges endete hier der „Todesmarsch“ von Frauen, die im Außenlager Barth des KZ Ravensbrück inhaftiert gewesen waren. Der damalige NS-Stadtkommandant ordnete die Erschießung der Frauen an und ließ von HJ-Jugendlichen zu diesem Zweck ein Maschinengewehr auf den Markt bringen. Einige couragierte Einwohner aber verhinderten das Morden, sie entwaffneten den Stadtkommandanten, zerstörten das Gewehr und gaben den Frauen in Ribnitz Schutz, Nahrung und Kleidung. An dieses Ereignis erinnert noch heute eine Gedenktafel rechts neben dem Eingang am Rathaus.
Das heutige Rathaus wurde 1832 unter Leitung des Architekten Johann Georg Barca erbaut. Die vorherigen vier Rathäuser fielen Bränden zum Opfer. Das erste Rathaus war im 13. Jahrhundert errichtet worden.
An der Gesamtanlage des Platzes fällt besonders die geschickte Vereinbarung von moderner und historischer Architektur auf. Das 2008 errichtete Bernsteinhaus beherbergt die Stadtinformation und ein Restaurant. In seiner schlichten flachen kubischen Form, der rotbraun eingefassten Glasfassade, die je nach Standort einen Blick auf den Fuß der dahinter stehenden St. Marienkirche oder von dort einen Blick auf den Marktbrunnen erlaubt, ist das Gebäude sehr zurückhaltend und scheint die Kirche eher noch auf ein Podest zu heben. Zumindest gibt das moderne Gebäude dem alterwürdigen einen zusätzlichen Akzent, anstatt es zu übertönen.
Der Marktplatzbrunnen wurde 2007 vom Bildhauer Thomas Jastram geschaffen. Sein „Bernsteinfischer mit Familie“ lädt ein, zu verweilen und sich zu den Figuren Geschichten auszudenken.
Vielleicht mögen Sie sich ein wenig stärken oder möchten mehr Informationen zur Stadt, ihrer Geschichte und ihrer Angebote. Im Bernsteinhaus befindet sich die Stadtinformation Ribnitz und das Restaurant Paganini.
Werfen Sie doch auch einen Blick in die Stadtkirche St. Marien. Sie ist ebenerdig zugänglich.
Sie wurde sogleich wieder aufgebaut und im barocken Stil ausgestattet (Altar und Kanzel). Zu Beginn der 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts erfuhr das Kircheninnere weitere Veränderungen: eine Winterkirche wurde eingebaut und das Fachwerk im Kirchenschiff freigelegt. Der Turm (49 Meter hoch, 214 Stufen) ist begehbar, von der Aussichtsplattform bietet sich ein schöner Blick über die Stadt Ribnitz und ihre Umgebung. Bei guter Sicht sind mit bloßem Auge die Türme von Rostock zu sehen. In den Sommermonaten finden regelmäßig Orgelkonzerte und Ausstellungen statt.
Mit dem Bau der dreischiffigen Hallenkirche wurde in der Gründungszeit der Stadt begonnen. Reste des spätromanischen Bauschmuckes der ersten Kirche sind in Form eines Rundbogenfrieses an der Westseite des Langhauses und in den paarweise angeordneten Lanzettfenstern erhalten.
Spätere Um- und Ausbauten verschiedener Baustile prägen das Bild der Kirche. Der große Stadtbrand 1759 zerstörte Gewölbe und mittelalterliche Inneneinrichtung sowie den damals 100m hohen Turm. Danach erfolgte die barocke Umgestaltung des Daches und des Kircheninneren. Das Mittelschiff erhielt eine hölzerne Halbkreistonne auf ausgemauerten Fachwerkstützen, die Seitenschiffe eine flache Holzeindeckung. Die Turmlaterne wurde erst 1841/43 aufgesetzt. Nach 1980 erfolgte mit dem Einbau einer Winterkirche und von Gemeinderäumen eine erneute Umgestaltung im Inneren. 1994 wurde die Orgel aus der Werkstatt des Dresdner Orgelbauers Jehmlich eingeweiht. Heute finden außer Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Führungen statt. Der Turm (49 Meter hoch, 214 Stufen) ist begehbar, von der Aussichtsplattform bietet sich ein schöner Blick über die Stadt Ribnitz und ihre Umgebung. Bei guter Sicht sind mit bloßem Auge die Türme von Rostock zu sehen.
Von der Kirche wenden Sie sich Richtung Norden. Links vom Bernsteinhaus, wenn Sie die Straße Am Markt überqueren, führt die Büttelstraße Richtung Hafen, den Sie nach etwa 70 Metern erreichen. Gleich am Hafen, mit Blick auf das Wasser, finden Sie das Restaurant „Meeresbüffett“. Hier wird fangfrisch verarbeitet und angeboten, was Bodden und Ostsee zu bieten haben.
Für den Rückweg zum Bahnhof schlagen wir Ihnen vor, noch ein wenig am Wasser und am Hafen entlang zu spazieren. Beim Restaurant De Zees biegen Sie nach rechts, überqueren die Straße Am See und sind nun in der Straße Nördlicher Rosengarten. Ihr folgen Sie immer geradeaus bis Sie auf die Lange Straße treffen. Ein paar Schritte weiter links kommen Sie auf die Bahnhofstraße, die Sie direkt zum Bahnhof und zu Ihrem Zug bringt. Entspannt und von Erlebnissen reich können Sie sich im Zug nach Hause zurücklehnen.
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