Bahnhofstraße
18246 Bützow
Spaziergang durch Bützow
Ein Stadtrundgang für Kurztrip, Kulturliebhaber, Entdecker und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Ab 1239 machten die Schweriner Bischöfe Bützow zu ihrer Residenz. Dies ist auch der Grund für die Größe der Stiftskirche. Der dreischiffige Bau wurde im 13. Jh. zunächst als Basilika begonnen und im 14. Jh. zur Hallenkirche umgebaut. Zur besonderen Ausstattung gehört ein Flügelaltar von 1503 mit geschnitzten Darstellungen, die Renaissancekanzel von 1617, eine bronzene Tauffünte von 1474, Epitaphien aus dem 16. Jahrhundert und die restaurierte Friese-Orgel III mit 28 Registern von 1877. Der Orgelprospekt aus dem 15. Jahrhundert ist einer der ältesten in Norddeutschland.
Folgen Sie der Kirchenstraße, überqueren Sie die Wallstraße, die die Lage der ehemaligen Stadtmauer markiert, wenden Sie sich nach rechts und vor dem Sportplatz nach links. So kommen Sie in die Kleingartenanlage, die sich in den Bützower See hineinschiebt – auf diesen können Sie einen schönen Blick werfen. Leider eignet er sich nicht zum Baden, aber Kanufahrer haben ihre Freude daran.
Laufen Sie nun auf der Straße Am Hopfenwall und Vor dem Rühner Tor, um zum Bützower Schloss zu kommen. Das Gemäuer, erst kürzlich saniert, harrt zurzeit der Dinge, die da kommen sollen. Seit seiner Entstehung im 13. Jahrhundert war es bereits Bischofssitz, Universität, Obergericht, Gefängnis und Museum. Was kommt wohl als Nächstes?
Im Jahr 1239 errichteten die Bischöfe von Schwerin eine Burg, die Mitte des 16. Jahrhunderts unter Herzog Ulrich zum Renaissanceschloss umgebaut wurde. Leider ist von der ringartigen Burganlage nur noch wenig erhalten. Lediglich die dreijochige Bischofskapelle, in der sich mittlerweile ein Heimatmuseum eingerichtet hat, lässt Vergangenes erahnen. Das ursprüngliche Renaissanceschloss ist seit dem Umbau 1910/1911 ein schlichter, dreigeschossiger Putzbau mit hohem Satteldach. Aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammen die Grundmauern. Zu DDR-Zeiten diente das Gebäude als Kulturhaus und beherbergte später Bibliothek und Museum. Seit einigen Jahren wird das Schloss nun saniert, um das Schloss als Firmensitz mit Büros und Betriebswohnungen zu nutzen.
Wenige Schritte weiter hütet das Heimatmuseum im Krummen Haus historische Schätze wie ein Hochrad von 1880 oder den mittelalterlichen Einbaum. In dem früheren Kastellanhaus finden Veranstaltungen wie das Erzählcafé mit Lesungen am Kamin, Abendtermine mit Schriftstellern und Musikern sowie vier Sonderausstellungen im Jahr statt. Historische Bilder zeigen die Entwicklung des Schlossplatzes. Das Krumme Haus ist Mo und Di 10-17 Uhr sowie Do und Fr 10-16 Uhr geöffnet, jeweils mit einer Mittagspause von 12-13 Uhr.
Das Krumme Haus ist eines der ältesten Gebäude Bützows überhaupt. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert, wurde aber teilweise auf Vorgängerbauten aus dem 14. Jahrhundert überbaut. Das Krumme Haus war Teil der bischöflichen Burganlage, wurde als Wirtschaftsgebäude und später als Pferdestall genutzt, bevor tiefgreifende innere Umbauten es 1772 zum Domizil für die Universitätsbibliothek der ortsansässigen Fridericiana werden ließen. Im 20. Jahrhundert diente das Krumme Haus zu Wohnzwecken, bevor es 1998 zwei Jahre lang umfassend saniert wurde.
Am Ende der Schlossstraße biegen Sie links in die Rühner Straße, wo Sie sich im Galeriecafé Stine einer anderen Art des Kunstgenusses hingeben können (Di 14-17, Mi-Fr 12-17 Uhr). Kerstin Hegemann, die nebenan ein Stoff-Atelier betreibt, reicht Ihnen hausgebackene Kuchen und Torten, vorwiegend aus biologisch angebauten Zutaten. Sinken Sie in einen der bequemen Sessel und lauschen Sie zwischen selbstgenähten Kissen und Patchworkdecken den Klängen französischer Chansons.
Zurück zum Bahnhof gelangen Sie über die Langestraße, dieses Mal rechts in die 2. Ausfallstraße, weiter über die Fritz-Reuter-Allee und die Neue Bahnhofstraße.
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