Am Bahnhof 4
17309 Pasewalk
Entlang der Stadtmauer von Pasewalk
Ein Stadtrundgang für Familien und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Hospital St. Spiritus wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts von den Pommernherzögen gegründet. Es diente der Versorgung aussätziger, kranker und armer Menschen. Das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Gebäude wurden in den 1950er-Jahren wieder aufgebaut und beherbergte ein Feierabendheim. Heute befindet sich in den Mauern des St. Spiritus ein Pflegeheim.
Anschließend werden Sie vom Rathaus, das 1928 als Finanzamt erbaut wurde, begrüßt. Erst nach der Zerstörung des Rathauses am Markt im Jahre 1945 wurde das Gebäude Sitz der Stadtverwaltung. Am weiteren Weg folgt das wuchtige Mühlentor, dessen achteckiger Turm seit dem 14. Jahrhundert als Teil der einstigen mittelalterlichen Stadtbefestigung 25 Meter in die Höhe ragt.
Ein langgestrecktes Fachwerkhaus zieht die Blicke auf sich. Es wurde um 1740 (dem Krönungsjahr Friedrichs des Großen) erbaut und diente einst als Waffendepot sowie als Montierungsgebäude für die hiesige Garnison. Von 1721 bis 1919 war Pasewalk Garnisonstadt von Kavallerie-Einheiten. 1806 wurde die legendäre Königin Luise Chefin des Regiments. Alle nachfolgenden Preußenköniginnen blieben auf diese Weise mit Pasewalk verbunden. Erhalten sind aus der Garnison-Zeit auch das klassizistische Offizierskasino und ein Kasernenkomplex aus dem Jahr 1900. Die Bibliothek zog 1980 in das imposante Gebäude.
Folgen Sie weiter der mittelalterlichen Stadtmauer bzw. was von ihr zum Glück erhalten blieb. Zur Ringmauer, der einst 2.488 Meter langen und durchschnittlich 6 bis 9 Meter hohen Verteidigungsanlage, gehörten ursprünglich über 60 Wiekhäuser, Türme und Tore. Heute gibt es noch zwei Stadttore und zwei frühere Wachtürme. Einer davon trägt den Namen „Kiek in de Mark“ und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Es sind nur wenige Schritte bis zur nächsten Pasewalker Sehenswürdigkeit. Sie markiert das südliche Ende der Stadtmauer und auch die Mitte des Rundgangs – das Prenzlauer Tor.
Das Museum der Stadt Pasewalk bietet eine Vielzahl an faszinierenen Ausstellungen zur Stadt- und Militärgeschichte sowie zum deutschen Zeichner Paul Holz (1883-1938). Das Museums ist zugleich Künstlergedenkstätte. Außerdem werden nach Vereinbarung auch Stadt- und Museumsführungen angeboten.
Wiedereröffnung im Mai 2026.
Entlang der Gartenstraße folgen Sie der Stadtmauer und verlassen an der Kalandstraße die Stadtbefestigung, um in Richtung Innenstadt zu gehen. Nach ein paar Metern stoßen Sie auf eine der schönsten Backsteinkirchen Norddeutschlands.
Schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird auf einer Urkunde erstmals eine "Marktkirche" der Burg Pozdewolk erwähnt. Auf ihren Fundamenten entstanden die bis heute so beeindruckenden Bauten. Das Langhaus stammt aus den Jahren 1325 bis 1350. Im Laufe der Zeit wurde das innere und äußere Aussehen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mehrfach verändert. Die größten Schäden erlitt die Kirche in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges 1945. Erst seit 1994 erstrahlt das Gotteshaus wieder in alter Pracht. Die Innenarbeiten endeten mit der Sanierung der Nordkapelle im Jahre 2005.
Sehen Sie sich nun entlang der Marktstraße in Pasewalk um. Von dem einstigen mittelalterlichen Straßengewirr ließ der Zweite Weltkrieg kaum noch etwas übrig. Am Markt finden Sie in einem repräsentativen Klinkergebäude die Stadtinformation. Entlang der Schulstraße gelangen Sie zum Kürassierpark. Dort steht das klassizistische Offizierskasino der Pasewalker Kürassiere. Wenige Meter weiter fällt die Villa Knobelsdorff auf, das Wohnhaus des Stadtkommandanten um 1900, heute ein Hotel mit Restaurant. Entlang der Ringstraße geht es weiter, bis Sie links in die Grabenstraß eund dann gleich rechts in die Baustraße einbiegen und bald auf ein schlichtes weißes Haus stoßen. Dem Gebäude sieht man dennoch seine Renaissance-Vergangenheit an. Es war vor rund 500 Jahren ein Jagdschloss der pommerschen Herzöge, in dem später auch Preußenkönig Friedrich II. übernachtete. Heute arbeitet hier die Superintendentur der benachbarten Kirche.
Rechteckiger Feldsteinbau mit querrechteckigem Westturm aus der Mitte des 13. Jahrhundert wenig später zwei Kapellenanbauten, Anfang des 16. Jahrhundert Umgestaltung zur 4-jochigen Hallenkirche, 1824-28 neugotische Umgestaltung unter Mitwirkung von Karl Friedrich Schinkel.
Am Pulverturm endet unser Stadtrundgang durch Pasewalk. Der Turm weist eine stattliche Gesamthöhe von 27,4 Metern auf. Der Zinnenkranz und die Schießscharten geben dem Turm noch heute ein wehrhaftes Aussehen. Durch die Fischerstraße gelangen Sie zurück zur Bahnhofstraße.
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Bahnhof PasewalkAm Bahnhof 4
17309 Pasewalk