Bahnhofstraße
16928 Pritzwalk
Rundgang durch die Knieperstadt Pritzwalk
Ein Stadtrundgang für Kurztrip, Kulturliebhaber, Entdecker und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Pritzwalker Rathaus wurde 1829 eingeweiht, als in Preußen der von Karl Friedrich Schinkel beeinflusste Baustil des Neoklassizismus in hoher Blüte stand. Der neue Bau mit dem Türmchen auf dem Dach ersetzte das Renaissance-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, das im Jahr 1821 einem Stadtbrand zum Opfer fiel. 1996 bis 1998 restauriert, beherbergt das Gebäude die Stadtverwaltung. Alljährlich Anfang September findet rund um das Rathaus das Pritzwalker "Herbstleuchten" statt. Ein Farbenspiel aus Scheinwerfern und Projektionen lässt Gebäude der Innenstadt mit Einbruch der Dunkelheit in einem bunten Glanz erstrahlen.
Unmittelbar hinter dem Rathaus erhebt sich der schlanke und spitze Turm der Stadtpfarrkirche St. Nikolai.
Die Stadtkirche St. Nikolai ist eine gotische Hallenkirche mit dem Schnitzaltar der Wallfahrtskirche Alt Krüssow. Ebenso wie das alte Rathaus war auch der Vorgängerturm ein Raub der Flammen von 1821. Während die Wiederherstellung der Kirche rasch voranschritt, dauerte es bis 1882, dass auch ein Turm wieder in die Höhe zeigte.
Die Kirche selbst geht bis auf das Jahr 1230 zurück. Bereits 1278 musste sie erweitert werden, nachdem wenige Jahre zuvor Pritzwalk das Stadtrecht verliehen bekam. Fast 200 Jahre wurde immer wieder an ihr gebaut, bis sie 1451 die Ausmaße erreicht hatte, die heute noch beeindrucken. Die Außenmauern zeigen deutlich, wie hier eine ursprüngliche Feldsteinkirche mit Ziegelbauwerk vollendet wurde. Feuersbrünste zwangen immer wieder zu Reparaturen. Eine Leihgabe aus der Alt Krüssower Kirche ist seit 1976 der spätgotische Flügelaltar von 1250.
Folgen Sie der Meyenburger Straße und überqueren Sie die Dömnitz. Zusammen mit der Stepenitz gehört sie zum Projekt „Elblachs 2000“, in dessen Verlauf 50.000 Junglachse und 10.000 Meerforellen ausgesetzt wurden. Erste Rückkehrer wurden bereits gesichtet. Durch eine Hofauffahrt gelangen Sie in den Innenhof einer alten Brauerei. Links die Gaststätte „Zur Alten Mälzerei“ mit Räumen unter gemauerten Gewölbebögen. Rechts der frühere Gär- und Lagerkeller. Hier befindet sich die Museumsfabrik Pritzwalk und zugleich die Touristinformation der Stadt.
Das Museum Pritzwalk öffnete nach dem Umbau 2018 neu und bietet eine Dauerausstellung zur Geschichte der Industrialisierung im ländlichen Raum. An den historischen Orten Tuchfabrik und Brauerei werden Leben, Arbeit und Umwelt im frühen 20. Jh. anschaulich und facettenreich dargestellt. In der historischen Druckerei und der Handweberei können Besucher auch selbst aktiv werden. Die Aussichtsplattform des Hauses bietet einen Rundumblick über die Stadt Pritzwalk und das Museumscafé bietet Kuchen und Kaffee an. Auf Wunsch ist eine Wanderung zum Bismarckturm oder eine Führung im technischen Denkmal Kathfelder Mühle möglich.
Einen digitalen Einblick in die Sammlungen finden Sie unter www.brandenburg.museum-digital.de.
Nach dem Besuch des Museums geht es zurück zur Brücke über die Dömnitz, wo sich einst das Meyenburger Tor und die Stadtmühle befanden. Dort, am Wehr, versuchen gern Angler ihr Glück. Der Weg führt an den noch vorhandenen Resten der Stadtmauer vorbei durch die zum Park umgestalteten Wallanlagen. Die heute noch sichtbaren Reste der Stadtmauer erstrecken sich über eine Länge von rund 150 Metern. Zu sehen ist auch einer der früher in regelmäßigen Abständen die Mauer verstärkenden Wiektürme. Die Mauer und der Wachturm bestehen aus sauber geschichteten Feldsteinen.
Entlang dieses Grüngürtels geht es wieder zurück zum Bahnhof.
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